Zeichnungen Rene

Lange habe ich mich dagegen gewehrt, einen Zeichenstift zur Hand zu nehmen. Das war ganz eindeutig ein Fehler, denn Zeichnen macht irre Spaß! Ich werde sicherlich kein so fleißiger Zeichner wie Mathias, sondern eher gelegentlich das Diktiergerät gegen die Zeichenutensilien tauschen.

Die Zeichnungen sind nach zeitlicher Entstehung sortiert (neueste Zeichnung oben).


NGC 40 Zeichnung

Bei NGC 40 ist mit 4" hinsichtlich der berühmten Details (Aussehen wie eine Anzugfliege) noch kein Blumentopf zu holen. Der PN ist dennoch bereits mit kleinen Vergrößerungen gut auszumachen, kommt aber über den Status "rund und diffus" auch bei hohen Vergrößerungen nicht hinaus.

Der Zentralstern ist hingegen ab 70-fach recht einfach indirekt auszumachen.

Der PN war OdM Juli 2017 bei Astrotreff.de

NGC 6910 Zeichnung

Rocking Horse Cluster - mit 4" wirkt der Haufen noch sehr unscheinbar. Alle figurgebenden Sterne sind aber bereits direkt und indirekt erkennbar.



HM 4 Zeichnung NGC 225 Stock 24

Das Muster ist Christopher schon vor einigen Jahren aufgefallen und ihm beim BTM im August 2016 ganz zufällig wieder ins Auge gesprungen.

Nun hat es Einzug in unseren eigenen kleinen feinen Katalog mit der Bezeichnung Hay-Merting 4 bzw. Hay´s Ring gefunden.

 

Er liegt etwa auf halber Strecke zwischen Gamma und Kappa in Kassiopeia und ist somit sehr leicht aufzufinden.

Der ringförmige Sternmuster hat einen Durchmesser von etwas über 0,7°.

Der OS NGC 225 ist am südöstlichen Rand des Rings beteiligt, der OS Stock 24 liegt etwas innerhalb des nordwestlichen Rands.

Von NGC 225 bis Stock 24 zieht sich ein Sternband durch den Ring, mit einer kurzen Abzweigung nach Norden. 

 

Ich habe die drei hellen Sterne nordöstlich in die Zeichnung mit aufgenommen, obwohl allein schon die beiden Sternhaufen für die Orientierung ausreichend sein dürften.


Hrr 12 Zeichnung M 52

Das Flugzeug - auch unter der Bezeichnung Harrington 12 bekannt - stand ganz oben auf meiner Zeichen-Wunschliste.

 

Bei meiner ersten Beobachtung hatte ich aufgrund der vielen Sterne im Umfeld arge Probleme, das Flugzeug zu erkennen. Aber wenn man sich zunächst auf die vier hellen Sterne nördlich von M 52 konzentriert, die eine flache Raute bilden, dann wird das Bild schnell klarer.

Mit etwas Phantasie erscheint das Flugzeug sogar dreidimensional.

  

M 52 zeigte sich mir bei dieser Vergrößerung noch nicht in voller Pracht, denn eigentlich schmiegt er sich mehr um den westlich stehenden Stern. Indirekt zeigten sich aber bereits erste schwache Sterne im Haufen.

Die Anordnung der sichtbaren Sterne im Umfeld von dem kleinen Kerlchen NGC 6058 hier hat mir auch sehr gefallen. Es gibt jede Menge geometrischer Figuren zu entdecken.

Der Nebel selbst soll erst ab hohen Vergrößerungen Details offenbaren. 



Napoleons Hut - der Franzose Fulbert Picot sah in diesem Muster den berühmten Kopfputz Napoleons.

Der gelbe Hof um den hellen Stern Arktur mag übertrieben wirken, aber schaut euch den Stern und das Muster selbst einmal in Ruhe durch ein Teleskop an. Die Leuchtkraft und die Intensität der gelben Farbe sind atemberaubend.

 

Kembles Kaskade - ein Sternmuster, das bei guten Bedingungen schon mit bloßem Auge als länglicher nebliger Fleck sichtbar wird.

Im Teleskop zeigt sich dann eine 3° lange Kette von etwa 20 Sternen, die sich wie ein Wasserfall von Nordwesten her zum Offenen Sternhaufen NGC 1502 hinunter stürzen.



NGC 2610 liegt in einem schönen Sternumfeld. Drei hellere Sterne bilden ein gleichseitiges Dreieck und einige schwächere Sterne innerhalb des Dreiecks haben auch eine gewisse Symmetrie - das gesamte Sternumfeld erinnert deshalb entfernt an das Sternmuster Canali 1.

Am Nord-Ost-Rand des Nebels wird indirekt ein schwacher Stern sichtbar, der bei mittleren Vergrößerungen dafür sorgt, dass der Nebel am Nordrand leicht heller wirkt.

NGC 1501 ist einer der PN´s, die schon bei Aufsuchvergrößerung einen respektablen Eindruck machen.

Der Nebel war Objekt des Monats Feburar 2017 im Astrotreff-Forum und deshalb ein willkommener Anlass für meine erste Zeichnung.