Messier 1 - 40

 M 1

SN 

 Tau 

05h34m32s

+22°00'52" 

Größe 6' x 4' 

Gesamt-Helligk. 8m4

Größe 10 Lj.

Krebsnebel - der einzige Supernova-Überrest im Messierkatalog - der Vorgängerstern hatte 8 bis 12 Sonnenmassen, der Pulsar ist jetzt etwa 10 km groß

Bild rechts: CCD-Guide - Wolfgang Promper

FG 8x40 - der Nebel ist relativ klein, rundlich, gleichmäßig hell - indirekt recht gut erkennbar

Messier 1

 M 2

KS

Aqr

21h33m27s

-00°49'24"

Größe 16' x 16'

Gesamt-Helligk. 6m4

900.000 SM

der KS gehört mit rd. 150.000 Mitgliedern zu den sternreicheren Haufen - er ist der dichteste aller Messier-KS - allerdings steht er mit 41.000 Lichtjahren etwas weiter entfernt als andere bekannte Vertreter - er umläuft das Zentrum in einer sehr exzentrischen Bahn und weist die höchste Raumgeschwindigkeit unter den KS des inneren Halos auf

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x20 - direkt sichtbar - ein runder nebliger Fleck, Außengrenzen diffus - indirekt ist ein helles kompaktes Zentrum erkennbar

FG 10x50 - der KS ist einfach zu sehen mit hellem kompaktem Zentrum - er verliert sanft nach außen an Helligkeit

Messier 2

 M 3

KS

CVn

13h42m12s

+28°22'38" 

Größe 18' x 18' 

Gesamt-Helligk. 5m9

800.000 SM

der KS lohnt sich auch bei aufgehelltem Himmel - er ist einer der hellsten und mit rund 500.000 Sternen auch einer der sternreichsten KS - sein Abstand zum Zentrum variiert zwischen 15.000 und 50.000 Lichtjahren und er benötigt für einen Umlauf 300 Mio. Jahre

Bild rechts: CCD-Guide - Bernhard Hubl

FG 10x50 - der KS ist auffällig und zur Mitte hin heller werdend, schöner Anblick

Messier 3

 M 4

KS

Sco

13h23m35s

-26°31'33"

Größe 36' x 36'

Gesamt-Helligk.  5m8

100.000 SM

dieser Kugelsternhaufen ist der uns nächstgelegene und der zweithellste des Nordhimmels, er hat aber nur eine Kulminationshöhe von 15° in unseren Breiten - er hat rd. 100.000 Sterne und ist wenig konzentriert - der KS war früher größer, aber Gezeitenkräfte zerren regelmäßig an ihm 

Bild rechts: CCD-Guide - Cedic-Team , Herbert Walter

 


 M 5

KS

Ser

15h18m33s

+02°04'52" 

Größe 23' x 23'

Gesamt-Helligk. 5m7

800.000 SM

der KS ist etwas lockerer als andere Vertreter und leicht elliptisch - er braucht 1 Mrd. Jahre für einen Umlauf um das galaktische Zentrum und entfernt sich maximal 150.000 Lichtjahre davon - die aktuelle Distanz beträgt 20.000 Lichtjahre

Bild rechts: CCD-Guide - Bernhard Hubl

 

Messier 5

 M 6

OS

Sco

17h40m20s

-32°15'11" 

Größe 20' x 20'

Gesamt-Helligk. 4m2

70 Mitglieder

der OS besteht fast ausschließlich aus blauen Sternen - nur am östlichen Ende steht ein rötlicher veränderlicher Stern (BM Sco 5m8/ 8m0) - das Alter des Haufens wird auf 80 Mio. Jahre geschätzt - er befindet sich 20 Lichtjahre unterhalb der galaktischen Ebene und ist einer der hellsten OS

Bild rechts: CCD-Guide - Bernhard Hubl

 

Messier 6

 M 7

OS

Sco

17h53m51s

-34°47'35" 

Größe 80' x 80'

Gesamt-Helligk. 3m3

100 Mitglieder

das ist das südlichste Messierobjekt - der OS ist aufgrund der geringen Entfernung sehr hell und liegt auf der zum Milchstraßenzentrum gerichteten Innenseite unseres Spiralarms, die reichen Sternfelder dahinter gehören dagegen zur galaktischen Aufwölbung in fast 30.000 Lichtjahren Entfernung - 24 Sterne der 5. bis 9. Größenklasse bilden das Grundgerüst - das Alter wird auf 220 Mio. Jahre geschätzt

Bild rechts: CCD-Guide - Bernhard Hubl

 

Messier 7

 M 8

GN

Sgr

18h03m37s

-24°23'13" 

Größe 45' x 30'

Gesamt-Helligk. 5m0

Entfernung 4.300 Lj.

der Lagunennebel ist eines der schönsten Nebelgebiete des Sommerhimmels und der Hauptort von Sternentstehung in der Assoziation Sgr OB1 im Sagittariusarm der Galaxis - der OS NGC 6530 ist die älteste Komponente der Molekülwolke mit einem Alter von 2 Mio. Jahren - verantwortlich für die Ionisation von M 8 sind mehrere sehr leuchtkräftige Sterne, dominierend ist der 6 mag helle Stern 9 Sgr mit 1,6 Mio.-facher Sonnenleuchtkraft 

Bild rechts: CCD-Guide - Michael Karrer

FG 10x50 - sobald der Lagunennebel am Rand des Fernglases ins Gesichtsfeld gerät, leuchtet er sehr auffällig und mit magischer Anziehungskraft - direkt besehen wird M 8 kleiner und die hellsten Nebelteile liegen auf der OW-Achse der hellsten Sterne 


 M 9

KS

Oph

17h19m12s

-18°30'58" 

Größe 12' x 12'

Gesamt-Helligk. 7m6

300.000 SM

der KS liegt dicht am galaktischen Zentrum und ist deshalb durch die Schwerkraft abgeflacht - nur 1° nordöstlich liegt der KS NGC 6356 in doppelter Entfernung im Raum, das heißt weit hinter dem galaktischen Zentrum

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

Messier 9

 M 10

KS

Oph

16h57m09s

-04°06'01" 

Größe 20' x 20'

Gesamt-Helligk. 6m6

200.000 SM

der KS gehört zum inneren Halo von Kugelsternhaufen, die das Zentrum unserer Galaxis umkreisen - er besitzt eine Überhäufigkeit von roten Riesensternen - im Moment befindet er sich 2.000 Lichtjahre unterhalb der galaktischen Ebene

Bild rechts: CCD-Guide - Günter Kerschhuber

FG 10x50 - ein richtig heller Nebel, der zur Mitte hin heller wird - das Zentrum ist eher kompakt und die Außenbereiche des KS laufen diffus aus


 M 11

OS

Sct

18h51m05s

-06°16'12" 

Größe 14' x 14'

Gesamt-Helligk. 5m8

500 Mitglieder

der OS wurde 1681 von Gottfried Kirch in Leipzig entdeckt - seinen Beinamen "Wildentenhaufen" verdankt M 11 William Smyth, der diesen Haufen mit viel Begeisterung mit vielen Sternketten beschrieb, die in gewisser Weise einer Gruppe von Wildenten im Flug ähnelt - mit einem Alter von 230 Mio. Jahren ist der Sternhaufen nicht mehr ganz jung, er hat sich dafür aber recht gut in Form gehalten - ihm werden unterschiedliche Mitgliederzahlen zugesprochen, sternreich ist er aber allemal und er erinnert eher an einen schwach konzentrierten Kugelsternhaufen - ein 8 mag heller Stern hebt sich deutlich vom Rest der Mitgliedssterne ab, er gehört zu den gut 30 Roten Riesen, die sich bereits im Haufen gebildet haben

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 6x20 - Vorstadthimmel - mit bloßem Auge ist die Schildwolke auffällig - mit dem Klein-Fernglas ist M 11 ein hübsches kleines Wattebällchen, gut abgesetzt am Nordrand der Schildwolke

FG 8x20 - direkt als großer nebliger Fleck erkennbar - zur Mitte hin wird der Sternhaufen deutlich heller - kompaktes Zentrum

FG 8x40 - sehr auffallend - rund, diffus und zum Zentrum hin heller werdend

FG 10x50 - der Sternhaufen wirkt wie ein großflächiger Kugelsternhaufen, so dicht erscheint er - deutliche Helligkeitszunahme zur Mitte hin - Sterne sind nicht auflösbar, trotzdem sehr imposant

Messier 11

 M 12

KS

Oph

16h47m14s

-01°56'55" 

Größe 16' x 16'

Gesamt-Helligk. 6m8

250.000 SM

M 12 gehört zu den größeren Kugelhaufen im inneren galaktischen Halo - bei einer Umlaufzeit von nur 130 Mio. Jahren entfernt er sich nie weiter als 20.000 Lj. vom galaktischen Zentrum - es wird angenommen, dass der KS bei seinen Passagen durch die Milchstraße aufgrund von Gezeitenkräften etwa 1 Mio. Sterne eingebüßt hat, etwa 80% seiner ursprünglichen Masse

Bild rechts: CCD-Guide - Bernhard Hubl

FG 8x40 - auffällig - rund, diffus mit hellerem Zentrum

FG 10x50 - ein schöner Nebelfleck, nicht ganz so hell im Zentrum wie der benachbarte KS M 10

Messier 12

 M 13

KS

Her

16h41m42s

+36°27'41" 

Größe 20' x 20'

Gesamt-Helligk. 6m4

600.000 SM

dieser prächtige KS steht uns recht nahe und hat rund 1 Mio. Mitglieder, die meisten davon im Zentrum - der Haufen hat den Beinamen "Herschels Haare", der geht zurück auf einen entsprechenden Beobachtungsbericht des Meisters, der in den Randpartien viele Sternketten erkannte

Bild rechts: CCD-Guide - Robert Scholz

bloßes Auge - der KS ist indirekt als kleine, diffuse Aufhellung zu sehen

FG 6x20 - Vorstadthimmel - eine kleine nicht-stellare Erscheinung - die den KS östlich einrahmenden 8 mag hellen Sterne helfen sehr beim Auffinden

FG 8x20 - direkt gut sichtbar - hell und flauschig - zur Mitte hin heller werdend mit kompaktem Zentrum - schöner Anblicker zusammen mit den beiden flankierenden leicht östlich versetzten Sternen

FG 8x40 - auffällig, relativ groß und mäßig konzentriert

FG 10x50 - kleiner und feiner Nebelball, der deutlich zur Mitte hin an Helligkeit zunimmt und an den Rändern allmählich diffus ausläuft - er bildet mit zwei Sternen östlich ein flaches gleichschenkliges Dreieck 

Messier 13

 M 14

KS

Oph

17h37m36s

-03°14'45" 

Größe 11' x 11'

Gesamt-Helligk. 7m6

1,2 Mio. SM

der KS ist mit über 1 Mio. Sonnenmassen zwar der schwerste, aber durch 2 mag Extinktion durch Vordergrundstaub der lichtschwächste der Kugelhaufen des Sternbildes - M 14 liegt aktuell 13.000 Lichtjahre vom galaktischen Zentrum entfernt

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x40 - rund, diffus, eher blass mit wenig ausgeprägtem Zentrum - direkt gerade noch erkennbar

FG 10x50 - der KS ist indirekt als matter Nebelhauch erkennbar, direkt ist er nun ganz knapp sichtbar - zur Mitte hin wird M 14 leicht heller 

Messier 14

 M 15

KS

Peg

21h29m58s

+12°10'01" 

Größe 18' x 18'

Gesamt-Helligk. 6m0

450.000 SM

ein prachtvoller KS mit 500.000 Mitgliedern und einem Alter von 13 Mrd. Jahren - dieses Alter erleben nur masseärmere Sterne, die heutigen Sterne in M 15 weisen deshalb alle weniger als 0,9 Sonnenmassen auf - der KS liegt aktuell 16.000 Lichtjahre oberhalb der galaktischen Scheibe, da der Abstand selbst im Perigalaktikum groß ist, hat er den Großteil seiner Sternpopulation behalten - direkt neben M 13 stehend würde er diesen klar deklassieren

Bild rechts: CCD-Guide - Günter Kerschhuber

FG 6x20 - Vorstadthimmel - der KS ist auszumachen, aber fast noch stellar

FG 8x20 - sehr klein, der Stern nordöstlich steht um einiges abseits des sichtbaren Haufens - helles kompaktes Zentrum

FG 8x40 - direkt auffällig, allerdings nahezu stellar und leicht mit einem Stern zu verwechseln - indirekt leicht flächig - praktisch war nur das helle, kompakte Zentrum zu sehen

FG 10x50 - der KS ist sofort direkt erkennbar - er wirkt kompakt mit einem sehr hellen nicht mehr stellar wirkendem Zentrum

Messier 15

 M 16

KS

Ser

18h18m48s

-13°48'25" 

Größe 12' x 12'

Gesamt-Helligk. 6m0

1.000 Mitglieder

mit dieser Bezeichnung ist der junge Sternhaufen im Zentrum des Adlernebels IC 4703 verbunden, der sich durch den Strahlungsdruck seiner hellsten Sterne etwas befreit hat - hellstes Mitglied ist ein 8m2 heller Stern mit mehr als 60 Sonnenmassen und 700.000-facher Sonnenleuchtkraft - zusammen mit drei weiteren Sternen ist dieser auch Ionisationsquelle des Adlernebels und Kern der Sternassoziation Ser OB1

Bild rechts: CCD-Guide - Johannes Schedler

FG 8x20 - westlich im Adlernebel IC 4703 sind ein paar hellere Lichtpunkte von M 16 zu erkennen - IC 4703 zeigt sich als großer schwacher Nebel, der nach NO abgegrenzt wirkt und nach Süden diffus ausläuft

FG 8x40 - diffus, nicht aufgelöst - einige hellere Sterne am Rand

FG 10x50 - der Adlernebel IC 4703 zeigt sich als großer heller Nebel und hat seine größte Helligkeit im Norden - M 16 ist nordwestlich im Nebel als Sternverdichtung sichtbar - westlich in dieser Verdichtung stechen zwei Sterne direkt hervor

Messier 16

 M 17

GN

Sgr

18h20m47s

-16°10'19" 

Größe 20' x 15'

Gesamt-Helligk. 6m0

Ausdehnung 40 Lj.

Omega- oder Schwanen-Nebel - wie M 42 ein aktives Sternentstehungsgebiet - in einem 5' kleinen Areal westlich des Schwanenhalses befindet sich ein 1 Mio. Jahre alter Sternhaufen von mehr als 2.200 Sternen, die größtenteils im Nebel verborgen sind - die Sterne haben meist 5 bis 20 Sonnenmassen, einige bis 60 Sonnenmassen

Bild rechts: CCD-Guide - Franz Klauser

FG 8x20 - der Omega-Nebel ist auffällig, gleichmäßig hell und leicht länglich

FG 8x40 - auffällig, leicht elongiert, gleichmäßig hell

FG 10x50 - der Omega-Nebel ist als breiter OW-elongierter Nebel erkennbar - ohne starke Konturen


 M 18

OS

Sgr

18h19m58s

-17°06'07" 

Größe 9' x 9'

Gesamt-Helligk. 6m9

40 Mitglieder

der Sternhaufen besteht ausschließlich aus blauen Überriesen und ist mit rund 50 Mio. Jahren relativ jung - der Haufen ist wenig konzentriert

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x20 - indirekt gut erkennbar als kleines Nebelchen, das zur Mitte hin heller wird

FG 8x40 - sehr kompakt, hell, nicht aufgelöst

FG 10x50 - der Sternhaufen zeigt sich als heller kompakter nebliger Knoten - hm, wie soll ich es beschreiben, die Helligkeit nimmt bis zum Rand hin kaum ab … ja, so etwa - ein Stern ist indirekt nordwestlich im Haufen erkennbar

Messier 18

 M 19

KS

Oph

17h02m38s

-26°16'05" 

Größe 17' x 17'

Gesamt-Helligk. 6m7

1,5 Mio. SM

der KS leuchtet zu uns von der entgegen gesetzten Seite des Milchstraßenzentrums - unter Berücksichtigung der interstellaren Absorption wird schnell klar, dass es sich um einen sehr leuchtkräftigen KS handeln muss - er ist sogar der zweitleuchtkräftigste KS nach Omega Centauri - bei diesem KS ist die Peripherie interessant, denn er ist elliptisch

Bild rechts: PanSTARRS

Messier 19

 M 20

GN

Sgr

18h02m42s

-22°58'19" 

Größe 28' x 28'

Gesamt-Helligk. 8m5

Entfernung 5.440 Lj.

Trifidnebel - eine aktive isolierte Sternentstehungsregion der Galaxis - der Emissionsnebel wird durch drei Dunkelbänder geteilt - nördlich des Trifidnebels steht um einen Stern 7. Größenklasse einer der größten visuell sichtbaren Reflexionsnebel (bei Filternutzung nicht sichtbar) - in kleinen Optiken verschwimmen die beiden Nebel zu einem Nordsüd elongierten Objekt

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 10x50 - am südlichsten Stern zeigt sich indirekt ein zarter Glow, der bei gleichhellen Sternen in der Umgebung nicht zu erkennen ist - mehr nicht, nächstes Mal auch Filter probieren

Messier 20

 M 21

OS

Sgr

18h04m13s

-22°29'24" 

Größe 13' x 13'

Gesamt-Helligk. 5m9

Entfernung 3.900 Lj.

der Sternhaufen ist Mitglied der Assoziation Sgr OB1 im Sagittariusarm der Galaxis - somit ist er physikalisch nicht mit dem nahen Trifidnebel M 20 verbunden, sondern vielmehr mit dem Lagunennebel M 8 - der Haufen ist rund 8 Mio. Jahre alt und wirkt recht konzentriert

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 10x50 - der OS ist direkt gut sichtbar, aber kaum als Sternhaufen erkennbar aufgrund vielen hellen Sterne südwestlich vom M 21, oder gehören die noch dazu? - im Zentrum stechen zwei helle Sterne heraus

Messier 21

 M 22

KS

Sgr

18h36m24s

-23°54'17" 

Größe 32' x 32'

Gesamt-Helligk. 5m1

Größe 100 Lj.

der KS ist halb so weit entfernt wie M 13 und deshalb der hellste KS für europäische Beobachter - er weist immerhin den scheinbaren Durchmesser des Mondes auf - M 22 liegt 1° abseits der Ekliptik weit vor dem Milchstraßenzentrum - es wird angenommen, dass dieser KS ein Kernüberrest einer Zwerggalaxie ist

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 6x20 - Vorstadthimmel - obwohl der KS nur 12° über dem Horizont steht und der Blick nach Süden durch das industrialisierte Rheintal geht, ist M 22 ein auffälliger Nebel von 1/5 Monddurchmesser und geringer Flächenhelligkeit - bei diesem Anblick hätte im 18. Jahrhundert der Kometen-Alarm geschrillt

FG 8x40 - sehr hell, auffällig, groß - zur Mitte hin deutlich heller werdend

FG 10x50 - trotz aufgehelltem Horizont ein richtig fettes Teil, hell groß und flauschig - zur Mitte hin nimmt die Helligkeit nur leicht zu - eine Granulation ist nicht erkennbar

Messier 22

 M 23

OS

Sgr

17h57m04s

-18°59'06" 

Größe 27' x 27'

Gesamt-Helligk. 5m5

170 Mitglieder

normalerweise wäre M 23 ein sehenswerter Sternhaufen wie M 36 oder M 37, aber wegen seiner Lage in Horizontnähe in unseren Breiten ist es eine Herausforderung, sich diesem Himmelsabschnitt zu nähern - seine Mitgliedssterne weisen eine scheinbare Helligkeit zwischen 9 und 11 mag auf - der Haufen hat ein Alter von rund 300 Mio. Jahren

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x40 - auffällig mit markant hellem Stern nordwestlich des Sternhaufens - rund, diffus, leichte Konzentration zur Mitte hin - indirekt einzelne Sterne erkennbar

FG 10x50 - M 23 zeigt sich als großer unregelmäßiger Fleck, an dessen Ostseite ein Stern sichtbar ist - die  Südost-Flanke ist gut begrenzt, wohingegen der Haufen nach Norden und Westen etwas lockerer wirkt - indirekt granularer Eindruck

Messier 23

 M 24

SW

Sgr

18h16m48s

-18°33'00" 

Größe 120' x 40'

Gesamt-Helligk. 2m5

Entfernung 14.000 Lj.

die kleine Sagittarius-Sternwolke mit Sternen in einer Entfernung zwischen 12.000 und 16.000 Lichtjahren - unser Blick geht dabei auf den übernächsten Norma-Spiralarm

Bild rechts: DSS

bloßes Auge - auffällig mit markant hellem Stern nordwestlich des Sternhaufens - rund, diffus, leichte Konzentration zur Mitte hin - indirekt einzelne Sterne erkennbar

FG 8x40 - M 23 zeigt sich als großer unregelmäßiger Fleck, an dessen Ostseite ein Stern sichtbar ist - die  Südost-Flanke ist gut begrenzt, wohingegen der Haufen nach Norden und Westen etwas lockerer wirkt - indirekt granularer Eindruck

Messier 24

 M 25

OS

Sgr

18h31m47s

-19°07'01" 

Größe 29' x 29'

Gesamt-Helligk. 4m6

220 Mitglieder

der hellste Sternhaufen im Schützen - er liegt in der Mitte zwischen unserem eigenen Milchstraßenarm (Orion) und dem Sagittariusarm - die nur rund 220 Haufensterne haben zusammen die 2.000-fache Sonnenmasse

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x20 - direkt sichtbar - unregelmäßig - eine Verdichtung im Zentrum, wobei nicht erkennbar ist, ob das nur ein Stern ist oder mehrere Sterne diese Verdichtung bewirken

FG 8x40 - wenig kondensiert, recht klein, bestehend aus vorwiegend helleren Sternen - nahezu vollständig aufgelöst

FG 10x50 - der Sternhaufen zeigt sich bereits gut aufgelöst und leicht OW-elongiert - 7-8 Sterne sind erkennbar

Messier 25

 M 26

OS

Sct

18h45m18s

-09°22'59" 

Größe 15' x 15'

Gesamt-Helligk. 8m0

70 Mitglieder

ein Sternhaufen mit einem Alter 90 Mio. Jahren - eine gut 3' große Region innerhalb des Haufens hat eine auffällig geringe Sterndichte, vermutlich, weil der OS von Wolken interstellarer Materie umgeben ist

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x20 - indirekt schwach erkennbar - der Nebelfleck kann dabei länger gehalten werden

FG 10x50 - der OS ist direkt als kleiner diffuser Nebel erkennbar - er wird zur Mitte hin dichter - am SW-Rand blitzt immer wieder ein Stern auf, dort ist auch die höchste Helligkeitskonzentration

Messier 26

 M 27

PN

Vul

19h59m41s

+22°43'16" 

Größe 8' x 6'

Gesamt-Helligk. 7m3

Zentralstern 13m5

Hantelnebel oder auch Hourglass Nebula - er ist nach dem Helixnebel der zweithellste PN - der Zentralstern hat einen 17 mag hellen Begleiter - die Morphologie ist kompliziert, die innere elliptische Nebelschale misst 1,2' x 0,8' - die grünlich leuchtende Sanduhrform (OIII) ist 4,5' x 2,5' groß, die wiederum ist von der elliptischen Gesamtform umgeben

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 6x20 - Vorstadthimmel - es scheint nur ein Stern an der Stelle des Nebels zu stehen - mit Baader UHC-S Filter vor den Objektiven wird jedoch ein konturenloser Nebel deutlich

FG 8x20 - der Hantelnebel ist unerwartet hell und groß - ein schöner runder relativ gut begrenzter Nebelfleck

FG 8x40 - auffällig, nahezu gleichmäßig heller, rundlicher Nebel

FG 10x50 - der Hantelnebel zeigt sich ein rundlich wirkender Nebelfleck, dessen Form aber etwas unruhiges hat - das kann daran liegen, dass die Ränder im Osten und Westen leicht diffuser wirken - der Nebel ist homogen hell, nur der Südrand scheint leicht heller zu sein 

Messier 27

 M 28

KS

Sgr

18h24m33s

-24°52'11" 

Größe 14' x 14'

Gesamt-Helligk. 6m8

250.000 SM

ein recht hübscher leicht elliptischer KS der galaktischen Aufwölbung - seine Metallizität entspricht aber einem KS des galaktischen Halos (metallarm) - Wissenschaftler vermuten deshalb Bahnänderungen in astronomisch jüngerer Zeit - der KS fristet leider ein Schattendasein ganz in der Nähe des prächtigen M 22

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x40 - deutlich kleiner und schwächer als Messier 22, kompakt, nicht aufgelöst - direkt noch erkennbar

FG 10x50 - aufgehellter Horizont - der KS ist direkt sichtbar, aber recht unscheinbar gegenüber M 22, der auch im GF zu sehen ist - M 28 ist schon größer als ein verwaschenes Sternchen und seine Größe nimmt indirekt besehen deutlich zu - dann zeigt sich auch eine leichte Helligkeitszunahme zur Mitte hin

Messier 28

 M 29

OS

Cyg

20h23m56s

+38°31'23" 

Größe 7' x 7'

Gesamt-Helligk. 6m6

200 Mitglieder

ein kleiner aber sehenswerter Sternhaufen 2° süd-südöstlich von Sadr - viele von den Mitgliedern werden durch interstellaren Staub nahe der Ebene unseres Milchstraßensystems verdeckt, dadurch ergibt sich eine hohe Extinktion von 3 mag - die 5 hellsten Sterne sind Überriesen mit 160.000-facher Sonnenleuchtkraft - der nordwestliche Stern des Körpervierecks ist lediglich 1.100 Lichtjahre entfernt, also ein Vordergrundstern

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x20 - der Schmetterlingshaufen ist als kompakte granulare Verdichtung erkennbar - im Westen stehen erste Sterne kurz davor, sich von ihren Brüdern zu lösen - der Haufen steht recht isoliert, kaum hellere Sterne im direkten Umfeld sichtbar

FG 8x40 - relativ kleine, kompakte Sternwolke, wobei ich 2 Sterne trennen konnte

FG 10x50 - der Schmetterlingshaufen zeigt sich direkt auffällig, indirekt sind 5 Sterne zu erkennen - der Haufen scheint in einem schwarzen Loch verschwunden zu sein, ringsum sind keine weiteren Sterne sichtbar und erst in einem bestimmten Abstand zum Haufen nimmt der Sternreichtum wieder deutlich zu

Messier 29

 M 30

KS

Cap

21h40m22s

-23°10'47" 

Größe 12' x 112'

Gesamt-Helligk. 7m3

300.000 SM

ein konzentrierter KS mit retrogradem Umlaufsinn um das galaktische Zentrum, was auf den Überrest einer mit der Milchstraße verschmolzenen Zwerg-Galaxie schließen lässt - er befindet sich mit einer galaktischen Breite von -47° weit unterhalb der Milchstraßenebene und bietet so einen kaum durch interstellare Wolken eingeschränkten Blick - M 30 ist das schwierigste Objekt des Messiermarathons, da er im März von unseren Breiten aus faktisch unbeobachtbar ist

Bild rechts: CCD-Guide - Daniel Verschatse

FG 10x50 - der KS ist einfach zu erkennen östlich eines schwachen Sterns (8m6) wahrnehmbar - er zeigt sich kompakt und leicht neblig und es drängt sich der Eindruck auf (sicher nur ein Eindruck), dass die Außenbereiche viel weiter reichen - das Zentrum ist leicht heller und kompakt

Messier 30

 M 31

Gx

And

00h42m44s

+41°16'07" 

Größe 180' x 60'

Gesamt-Helligk. 3m4

Flächen-Helligk. 13m6

M 31 ist unsere Schwestergalaxie in der lokalen Gruppe - sie ist zwar größer als unsere Milchstraße, besitzt aber mit rund 400 Mrd. SM nicht mehr Masse - die Galaxie bewegt sich mit -300 km/s auf uns zu und ist die hellste und größte sichtbare Galaxie des Nordhimmels

Bild rechts: CCD-Guide - Daniel Verschatse

bloßes Auge - direkt sichtbar, indirekt flächig erkennbar

FG 8x20 - sehr auffällig - OW-Ausdehnung knapp 2° - helles kompaktes Zentrum leicht länglich, die Außenbereiche verlieren schnell an Helligkeit

FG 10x50 - der Kern ist sehr hell, wohingegen die Außenbereiche schnell schwächer werden - Ausdehnung rd. 2,5 bis 3°

Messier 31

 M 32

Gx

And

00h42m42s

+40°51'55" 

Größe 8' x 6'

Gesamt-Helligk. 8m1

Flächen-Helligk. 12m7

M 32 ist eine elliptische Zwerg-Galaxie, vermutlich ist sie der Kern einer größeren Galaxie, deren äußere Teile von M 31 gravitativ aufgesogen wurden - die tatsächliche Entfernung zu M 31 ist nicht bekannt, es wird vermutet, dass M 32 aus unserer Perspektive hinter der Mutter-Galaxie steht

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x20 - M 32 zeigt sich östlich von einem schwachen Stern indirekt als kompakter fluffiger Faststern

FG 10x50 - die Galaxie ist sofort erkennbar und wirkt wie ein stark weichgezeichneter Stern

Messier 32

 M 33

Gx

Tri

01h33m51s

+30°39'36" 

Größe 30' x 20'

Gesamt-Helligk. 5m7

Flächen-Helligk. 14m2

Triangulum Galaxy - sie hat mit ihren locker geschwungenen Spiralarmen eine Menge Beobachtungspotential und ist in großen Optiken viel interessanter als M 31, obwohl die Galaxie mit nur 30 Mrd. Sonnenmassen deutlich kleiner als der Andromeda Nebel ist - im nördlichen Arm befindet sich das Sternentstehungsgebiet NGC 604, das mit 1.500 Lichtjahren Ausdehnung eine der größten bekannten HII-Regionen ist

Bild rechts: CCD-Guide - Bernhard Hubl

bloßes Auge - bei guter Durchsicht indirekt fast schon auffällig, wobei man etwas Erfahrung im indirekten Sehen benötigt - M33 als relativ kleine, diffuse Aufhellung sicher zu sehen

Kleinst-FG 2x54 - knapp direkt sichtbar, indirekt eindeutig als kleines nebliges Fleckchen erkennbar

FG 8x40 - auffällig, oval, diffus, leicht helleres Zentrum

FG 10x50 - ein schöner großflächiger Nebel, der zur Mitte hin heller wird

Messier 33

 M 34

OS

Per

02h42m05s

+42°45'43" 

Größe 35' x 35'

Gesamt-Helligk. 5m2

100 Mitglieder

einer der loseren Messier-Sternhaufen mit einem Alter von 225 Mio. Jahren - der hellste Stern des Haufens hat 275 Sonnenmassen - die Bewegung im Raum stimmt mit der von M 45, NGC 2516, IC 2602 und Mel 20 überein

Bild rechts: CCD-Guide - Markus Blauensteiner

bloßes Auge - indirekt einfach als diffuse Aufhellung zu erkennen

FG 8x40 - mittelhelle Sterne recht locker verteilt - guter Kontrast zur Umgebung

FG 10x50 - als Verdichtung erkennbar - im kompakten Zentrum sind 5 bis 6 Sterne erkennbar - in den Außenbereichen sind noch ein paar hellere Sterne sichtbar, deren Anordnung um das kompakte Zentrum erinnert an den Flight (Flügel) von einem Dartpfeil, eine Seite rund gebogen und die gegenüber liegende Seite spitz zulaufend - der Haufen ist unregelmäßig offenbart viele Lücken - nach Norden geht eine geschwungene Sternkette weg, die aber vielleicht nicht mehr zum Haufen gehört

Messier 34

 M 35

OS

Gem

06h08m54s

+24°19'59" 

Größe 28' x 28'

Gesamt-Helligk. 5m3

2.700 Mitglieder

einer der sternreichsten Haufen der Wintermilchstraße mit einem bemerkenswerten Alter von 2 Mrd. Jahren - er verdankt es seiner Gesamtmasse und der Kompaktheit, dass er so alt werden konnte - der Haufen liegt im lokalen Orion-Arm unserer Galaxis

Bild rechts: CCD-Guide - Manfred Wasshuber

bloßes Auge Indirekt einfach als recht große, diffuse Aufhellung sichtbar

FG 8x40 - schöner Sternhaufen, teilweise aufgelöst, Hintergrund noch immer neblig

FG 10x50 - ein großer auffälliger Nebel, größer als die drei OS in Auriga

Messier 35

 M 36

OS

Aur

05h36m18s

+34°08'24" 

Größe 12' x 12'

Gesamt-Helligk. 6m0

160 Mitglieder

The Frog - M 36 ist mit geschätzten 20 bis 40 Mio. Jahren noch recht jung und der sternärmste der drei Messier-Aurigahaufen, aber physikalisch der Interessanteste, denn er ist wohl der Kern der Assoziation Aur OB1 - außerdem ist er die Quelle des Ursprungssterns vom Supernovaüberrest Simeis 147 (in Taurus, 730 Lichtjahre entfernt), welcher vermutlich ein OB-Stern war, der aus M 36 heraus geschleudert wurde

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x40 - auffällige, runde, diffuse Aufhellung mit recht kompaktem, hellerem Zentrum - indirekt sind einzelne Sterne sichtbar, Hintergrund diffus - etwas kleiner als M38 - zusammen mit M 37 & M 38 im Gesichtsfeld ein toller Anblick!

FG 10x50 - ein kompakter Nebelfleck mit einigen bereits aufgelösten Sternen - zum Zentrum hin ist eine Helligkeitszunahme erkennbar - der hellste der drei Auriga-Messier-Haufen

Messier 36

 M 37

OS

Aur

05h52m18s

+32°33'11" 

Größe 24' x 24'

Gesamt-Helligk. 5m6

2.000 Mitglieder

einer der sternreichsten Messier-Haufen - 150 Sterne sind heller als 12m5 und 500 sind heller als 15m0 - auf Fotos wurden 35 Rote Riesen gezählt - der Haufen ist weiter entwickelt als M 36 oder M 38 - die vielen weißen Zwerge lassen auf ein Alter von rd. 500 Mio. Jahren schließen

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x40 - auffällige, runde, relativ große, diffuse Aufhellung mit leicht hellerem Zentrum - nicht auflösbar - zusammen mit M 36 & M 38 im Gesichtsfeld ein toller Anblick!

FG 10x50 - der Haufen wirkt im FG am homogensten, wenn man die drei Messierhaufen in Auriga vergleicht - er wirkt gleichmäßig hell und ähnelt vom Anblick eher einer Galaxie 

Messier 37

 M 38

OS

Aur

05h28m43s

+35°51'18" 

Größe 21' x 21'

Gesamt-Helligk. 6m4

100 Mitglieder

ein hübscher Sternhaufen, der mit einem geschätzten Alter von 300 Mio. Jahren auch nicht mehr der jüngste ist

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x40 - auffällig, nahezu gleichmäßig hell, Umriss leicht unregelmäßig - indirekt sind einzelne Sterne sichtbar, sonst aber diffus - etwas größer als M36 - zusammen mit M 36 & M 37 im Gesichtsfeld ein toller Anblick!

FG 10x50 - großflächig und leicht strukturiert - indirekt wirkt der Haufen, als ob er leichte Ausläufer hat - in den Ausläufern sind Ansätze von Sternketten erkennbar, die nach Osten und Süden ziehen - ein paar Lichtpünktchen stechen ebenfalls indirekt hervor - der flächenmäßig größte der drei Auriga-Messier-Haufen

Messier 38

 M 39

OS

Cyg

21h31m48s

+48°25'59" 

Größe 31' x 31'

Gesamt-Helligk. 4m6

30 Mitglieder

der Haufen wurde schon rd. 300 Jahre vor unserer Zeitrechnung von Aristoteles erwähnt - bei diesem OS entsteht der Eindruck, dass er uns näher steht als der Milchstraßenhintergrund, da seine Mitglieder wesentlich heller sind - die Haufensterne sind 10.000 K heiß und rund 2,5 mal massereicher sowie 80 mal leuchtkräftiger als unsere Sonne - die Extinktion ist gering und wir sehen fast ungehindert auf den Haufen

Bild rechts: CCD-Guide - Bernhard Hubl

FG 8x20 - ein richtiger Burner - gut 15 Sterne sind direkt und indirekt erkennbar, die dem Haufen einen leicht dreieckigen Charakter verleihen - sehr schöner Anblick

FG 8x40 - mäßig auffallend, aufgelöst mit ca. 10-15 mittelhellen Sternen ohne erkennbare Kondensation - drei Sterne in einer Reihe flankieren den Sternhaufen im NO - wirkt insgesamt eher klein

FG 10x50 - sofort fällt die dreieckige Form und lockere Anordnung der Sterne auf - gut zwei Dutzend Sterne mit unterschiedlichen Helligkeiten sind sichtbar - die drei hellsten Sterne bilden eine Kette von Süden nach Norden - der Haufen lädt eigentlich zu Assoziationen ein, mir fehlte in der Nachte aber komplett der Wille

Messier 39

 M 40

SM

UMa

12h22m13s

+58°04'59" 

Größe --

Gesamt-Helligk. --

2 Mitglieder

M 40 ist ein Sternpaar und damit das vielleicht kurioseste Objekt im Messierkatalog - schon Messier erkannte statt eines durch Beobachtung anderer Astronomen vorhergesagten Nebels nur zwei Sterne, nahm das Objekt aber dennoch in seinen Katalog auf - der deutsche Astronom Friedrich August Theodor Winnecke kartierte das Sternpaar in seinem Katalog an vierter Stelle, daher heisst es auch Winnecke 4 (WNC 4) - John Mallas, ein US-amerikanischer Amateurastronom, stellte um 1965 herum fest, dass Winnecke 4 mit Messier 40 identisch ist - beide Sterne sind nur ein optisches Paar in einer Entfernung von 490 und 1.860 Lichtjahre

Bild rechts: CCD-Guide - Robert Pölzl

FG 10x50 - deutliche Aufhellung, aber die Sterne sind nicht getrennt zu sehen

Messier 40