Planetarische Nebel

NGC 40 - NGC 6778

NGC 40

Cep

00h13m01s

+72°31'19"

Größe 1,2' x 0,8'

Gesamthelligkeit 12m3

Helligkeit ZS 11m6

Bow Tie Nebula - diesen ungewöhnlichen Namen hat der PN, weil sein Aussehen in größeren Teleskopen einer Anzugfliege gleicht - diese Form ergibt sich durch zwei gegenüberliegende Schockfronten, die vom Zentralstern ausgehen - interessant ist die Morphologie in den Spektrallinien - die Ringform ist gut definiert mit OIII, während die schwachen inneren Bereiche in Hα besser zur Geltung kommen

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Rene Merting mit 4" und 90-facher Vergrößerung

Zeichnung 2 rechts: Mathias Sawo mit 18" und 340-facher Vergrößerung

4" Spiegel - bei 30-fach wird der PN bereits direkt als nebliges diffuses Fleckchen sichtbar - er bildet ein flaches Dreieck mit zwei hellen Sternen, wobei er die stumpfe Spitze des Dreiecks ist - bei 70-fach wird indirekt der Zentralstern sichtbar und der PN selbst wirkt rundlich und wird zur Mitte hin heller - bei 90-fach blinkt knapp südwestlich vom PN ein weiterer schwacher Stern auf - OIII geht gar nicht - UHC verbessert Kontrast und Begrenzung - selbst bei 210-fach ist der PN noch hell genug, offenbart aber keine weiteren Details

8" Spiegel - bei 40-fach ist indirekt schon als relativ helles kleines flächiges rundes Nebelchen zu sehen - ab 80-fach ist auch der Zentralstern sichtbar - indirekt tritt dann besonders der Nebel hervor - sehr schön auch bei 200-fach - Filter hilfreich bei schwächerer Vergrößerung

10" Spiegel - ein heller PN mit deutlichem Zentralstern - die Grundform ist rund bis quadratisch - bei 210-fach ist eine Zwei-Schalen-Struktur zu erkennen, die bei weiterer Vergrößerung klar und gut abgegrenzt erkennbar wird - die nordwestliche Schale war etwas heller und besser definiert - an dieser Schale und am südlichen Ende sitzt ein schwacher Stern, der eine "Verlängerung" vortäuscht - nach Norden und Süden wirkt der PN offen - er scheint aber mit einem schwachen Nebel gefüllt zu sein - der Zentralstern ist sehr gut zu sehen

12" Spiegel - der PN wird schon bei Aufsuchvergrößerung als nebliges Fleckchen erkennbar - bei 70-fach leuchtet der ZS schon sehr stark im Zentrum -  NGC 40 wirkt recht hell und gut abgegrenzt - innerhalb der Hülle sind Helligkeitsunterschiede auszumachen - bei 160-fach beginnt der PN leicht oval zu wirken und die Nebelhülle ist nach Nord und Süd nicht mehr ganz so geschlossen

NGC 40
NGC 40 Zeichnung 4"
NGC 40 Zeichnung 18"

NGC 246

Cet

00h47m03s

 -11°52'19"

Größe 4,1' x 4,1'

Gesamthelligkeit 9m0

Helligkeit ZS 11m0

Skull Nebula - ein großer, alter und lichtschwacher bläulicher PN - der ZS ist ein Binärsystem, der 14m3 helle Begleiter befindet sich 3,6 Bogensekunden südöstlich - das gesamte System bewegt sich recht schnell durch den Raum, wodurch eine Konzentration der Gase in Richtung Nordwest verursacht wird

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 10" und 70-facher Vergrößerung + OIII

8" Spiegel - bei 80-fach wird der PN innerhalb einer länglichen Sternraute ganz schwach sichtbar - mit OIII dann die Überraschung, der PN zeigt sich sehr groß und homogen hell mit vielen Details - im Norden und Westen ist der PN gut definiert, dafür etwas diffus bauchig gen Osten - drei Sterne sind im Nebel sichtbar

12" Spiegel - bei 70-fach und UHC wirkt der Nebel weniger homogen wie mit OIII - im Nordwesten liegt ein Stern genau auf der Nebelgrenze - bei 110-fach und OIII kommt der Nebel noch deutlicher zum Vorschein - für mich einer der schönsten PN

NGC 246
NGC 246 Zeichnung

NGC 1360

For

03h33m15s

   -25°52'18"

Größe 6,4' x 6,4'

Gesamthelligkeit 9m4

Helligkeit ZS 11m0

Comet Planetary - ein relativ naher und dadurch heller großer PN ohne scharf umrissene Hüllengestalt - der Nebel ist morphologisch relativ homogen - sein Alter wird auf rund 10.000 Jahre geschätzt - seine Dichte von weniger als 130 Wasserstoffatomen/kbcm legt nahe, dass der PN sich bereits auflöst

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 10" und 70-facher Vergrößerung + OIII

10" Spiegel - bei 40-fach ohne Filter ist nur der Zentralstern und ein leichtes Glimmen darum zu erkennen - auffällig ist die sehr starke Filterwirkung, denn bei Nutzung von OIII wird der PN deutlich als ovaler diffuser Nebel sichtbar - das nördliche Ende ist etwas breiter und wird nach Süden leicht schmaler, dadurch entsteht der Eindruck einer leichten Tropfenform - der Zentralstern blitzt immer wieder auf - der Nebel scheint in drei verschieden helle Bereiche aufgeteilt zu sein, die diffus ineinander überlaufen, das nördliche Ende ist deutlich heller, die östliche Seite dafür schwächer und weniger definiert als die Westseite - bei 70-fach und OIII ist diese Dreiteilung besser erkennbar, auch der Zentralstern ist direkt sichtbar

NGC 1360
NGC 1360 Zeichnung

NGC 1501

 Cam

04h07m00s

  +60°55'14"

Größe 0,9' x 0,9'

Gesamthelligkeit 11m5

Helligkeit ZS 14m4

Camel´s Eye - der Zentralstern ist ein Wolf-Rayet-Stern - der Hauptteil des Nebels ist ein dünnes Ellipsoid, weitere schwächere bipolare Nebelloben zeigen sich entlang der großen und der kleinen Hauptachse

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 10" und 210-facher Vergrößerung

4" Refraktor - bei 25-fach und UHC-Filterblink reichen, um ihn zu sehen - dann bei Kenntnis der Lage ist auch ohne Filter eine schwache Aufhellung sichtbar - bei 50-fach wird der PN auffällig, er wirkt rund mit leicht diffusen Rändern - indirekt zeigt sich mitunter eine richtig schöne Scheibe - auch bei 110-fach ist der Nebel noch hell genug

8" Spiegel - bei 40-fach ist der PN direkt gerade noch als kleiner runder Nebel erkennbar - bei 80-fach dann ist er relativ groß und gleichmäßig hell

12" Spiegelbei 40-fach ist ein flächiger gleichmäßig heller Nebelball erkennbar - bei 70-fach wirkt der PN gleichmäßig hell und kontrastreich und gut abgegrenzt - ich meine, ihn leicht farbig wahrzunehmen - bei 110-fach wird der Zentralstern sichtbar - bei 240-fach beginnt der PN leicht oval zu wirken - bei 480-fach wirkt das Innere leicht gemottelt bzw. nicht mehr gleichmäßig hell

NGC 1501
NGC 1501 Zeichnung

NGC 1514

Tau

04h09m17s

  +30°46'33"

Größe 2,2' x 2,2'

Gesamthelligkeit 10m9

Helligkeit ZS 9m0

Drew Nebula oder auch Crystal Ball - ein PN mit heller Innenhülle, die von einer schwächeren Außenhülle umgeben und mit hellen Flecken gezeichnet ist - der ZS ist ein Doppelstern - der eigentliche Verursacher des PN ist nicht mehr zu sehen, sondern wird jetzt von der zweiten Komponente überstrahlt - Filter machen den PN mitunter erst sichtbar

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 12" und 130-facher Vergrößerung + OIII

4" Spiegel -  bei 25-fach und OIII ist der PN beinahe direkt sichtbar, indirekt auffällig rundlich und strukturlos - der Zentralstern ist auch ohne Filter einfach zu sehen - mit UHC wirkt der PN nur etwas schwächer, ohne Filter extrem schwache Aufhellung - bei 80-fach ist NGC 1514 auch ohne Filter indirekt recht gut zu sehen, aber dennoch recht schwach

8" Spiegel - schon bei 40-fach ist der 10m1 helle Zentralstern einfach zu sehen - bei 100-fach ohne Filter zeigt sich ein eher schwacher gleichmäßiger relativ großer Halo, der ähnlich einem Quadrat mit abgerundeten Ecken erscheint - mit UHC wirkt der PN indirekt gemottelt mit kleineren Verdunklungen

12" Spiegel - bei 130-fach ist ohne Filter ein unregelmäßig ausgeleuchteter Schimmer um einen sehr hellen Stern zu erkennen - mit OIII erscheint der PN deutlich heller und um einiges strukturierter - am Nordwest- sowie am Südost-Rand sind besser abgegrenzte Schalen zu erkennen, wobei die nordwestliche Schale deutlich dünner und am besten definiert ist - die Schale im Südosten ist dagegen deutlich breiter mit einer Verlängerung in Richtung des Zentralsterns - in den Schalen sind weitere Helligkeitsverläufe zu erkennen - der Südwest- sowie der Nordost-Rand sind diffus abgegrenzt - der PN scheint nicht exakt rund, eher wirken die Seiten etwas ausgebeult - der Zentralstern wirkt gegenüber dem Nebel etwas nach Nordosten verschoben

14" Spiegel - ohne Filter ist nur der sehr helle ZS zu sehen - bei 80-fach und UHC wird eine deutliche Aufhellung um diesen Stern sichtbar - die Ränder sind irgendwie unterschiedlich stark definiert und mal heller oder dunkler - bei 130-fach ein schöner großer heller PN - die allgemein beschriebene leicht viereckige Form wurde nicht erkannt - mit OIII ist der Nebel besser abgegrenzt, mit UHC aber ästhetischer

NGC 1514
NGC 1514 Zeichnung

NGC 1535

Eri

04h14m16s

 -12°44'22"

Größe 0,8' x 0,8'

Gesamthelligkeit 9m6

Helligkeit ZS 12m2

Cleopatras Eye - ein kleiner bipolarer und recht heller Doppelschalen-PN - wir blicken senkrecht auf dessen Ausbreitungsachse - der PN hat Ähnlichkeit mit dem Eskimo-Nebel (NGC 2392), der ZS ist umgeben von einer hellen ringförmigen blassblau leuchtenden Nebelstruktur und einer dunkleren diffusen Umgebung

Bild rechts: PanSTARRS

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 10" und 120-facher Vergrößerung

8" Spiegel - bei 40-fach ist der PN als kleines verschwommenes Sternchen zu sehen, bei 80-fach zeigt sich ein deutliches Scheibchen - leider zogen immer wieder Wolken durch, die die Sicht beeinträchtigten!

10" Spiegel - ein sehr heller PN - bei 120-fach ist der Zentralstern direkt deutlich zu sehen und von einem scharf abgegrenzten hellen Ring umgeben - der Nebel wird von einem sehr viel schwächeren aber gut abgegrenzten Halo umgeben - der PN wirkt insgesamt leicht oval

12" Spiegel schon in Aufsuchvergrößerung zeigt sich ein kleines kompaktes Nebelchen - bei 50-fach wirkt der PN ganz leicht grünlich - das Zentrum ist sehr hell und wird nach außen hin nur leicht dunkler - bei 110-fach der PN ist recht gut definiert - bis zur Höchstvergrößerung ist der PN sehr hell

NGC 1535
NGC 1535 Zeichnung

NGC 2022

 Ori

 05h42m06s

  +09°05'10"

Größe 0,7' x 0,7'

Gesamthelligkeit 11m6

Helligkeit ZS 15m0

Collarbone Nebula, den Beinamen hat der Nebel aufgrund seiner Lage nahe der linken Schulter des Helden im Sternbild Orion bekommen - ein noch recht kompakter vergleichsweise junger fast sphärischer Nebel mit Doppelschalenstruktur - er zeigt das für die meisten PN typische komplexe Spektrum - der Zentralstern hat 0,6 Sonnenmassen, strahlt aber mit der 850-fachen Sonnenintensität

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 520-facher Vergrößerung + OIII

3" Refraktor - bei 40-fach nur mit Filter sichtbar, rund, gleichmäßig hell und klein - bei 60-fach ist der PN ohne Filter indirekt gerade noch erkennbar

4" Refraktor - bei 40-fach wird indirekt als schwaches fluffiges Sternchen sichtbar - bei 50-fach ist der PN direkt zu halten, ein diffuses kompaktes Nebelchen

8" Spiegel - bei 60-fach ist er deutlich zu sehen, bleibt aber klein und unscheinbar - bei 130-fach scheint er zur Mitte hin heller zu werden und um den recht gut abgegrenzten Rand scheint ein schwacher Schimmer zu liegen

10" Spiegel - schon bei Übersichtsvergrößerung ist der PN als unscharfer Stern deutlich zu sehen - bei 270-fach ist ein runde-ovale Ringform angedeutet sichtbar und stellare Aufhellungen aufblitzend aber nicht haltbar - bei 360-fach wird die Ringform deutlicher, am besten aber noch bei  indirektem Sehen - die stellaren Aufhellungen sind dabei eindeutig im Ring selbst  zu sehen, aber weiterhin nicht genau ortsfest zu machen - der Ring ist dabei blickweise recht scharf begrenzt und von einem schwachen diffusen Halo eingehüllt - bei 500-fach  ist der Ring ständig haltbar und deutlich oval - auch mit dieser Vergrößerung sind die Helligkeitssprünge im Ring nicht greifbar

12" Spiegel - bei 40-fach ein kleines kompaktes Scheibchen, homogen hell - bei 160-fach lässt die Helligkeit kaum nach - Vergrößerungen bis 480-fach sind möglich, die Außenbereiche werden dabei leicht diffus - der PN wirkt durch Helligkeitsunterschiede leicht ringförmig, das Innere wirkt blickweise etwas dunkler

NGC 2022
NGC 2022 Zeichnung

NGC 2346

Mon

07h09m23s

 -00°48'24"

Größe 0,9' x 0,9'

Gesamthelligkeit 11m6

Helligkeit ZS 11m0

Schmetterlingsnebel - ein recht flächenschwacher bipolarer PN mit zwei offenen Blasen - seine Form verdankt der Nebel einem spektroskopischen Doppelsternsystem - ein A-Hauptreihen-Stern und ein extrem heißer O-Zwerg umrunden sich alle 16 Tage - um dieses System herum hat man im Infraroten einen Staubring entdeckt, der mit der abgestoßenen Materie des Sterns interagiert und für die Form des PN verantwortlich ist

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 340-facher Vergrößerung + UHC

4" Refraktor - bei 30-fach ein kleiner diffuser nicht mehr stellarer Fleck - bei 40-fach wird der PN deutlicher sichtbar, indirekt deutlich heller - Filter wirken kontraststeigernd

8" Spiegel - bei 80-fach ist der 11m0 helle Zentralstern dominierend - indirekt ist der recht kleine Nebel nur schwach erkennbar und leicht zu übersehen - bei 150-fach ist der Nebel indirekt auffälliger und zeigt einen diffus auslaufenden Rand - bei 80-fach mit OIII ist der Nebel sehr hell und direkt sichtbar, wobei auch der scheinbare Durchmesser größer als ohne Filter ist - der Zentralstern war nicht mehr erkennbar - der Nebel erscheint als gleichmäßig helles Scheibchen mit leicht abfallendem Rand - bei 150-fach und OIII bleibt der Zentralstern weiterhin nicht erkennbar, der Nebel wirkt zum Teil leicht oval - mit UHC dagegen sind Nebel und Zentralstern gut erkennbar

12" Spiegel - bei 70-fach ohne Filter wirkt der PN wie ein Faststern - bei 110-fach und OIII zeigt sich der PN flächig mit Helligkeitsabnahme nach NW und SO - der PN zeigt kaum klare Konturen - mit 160-fach und UHC wirkt das Zentrum stellar, der Nebel insgesamt gesehen noch recht rund - bei 240-fach ist der ZS eindeutig auszumachen

18" Spiegel - bereits bei Aufsuchvergrößerung zeigt sich der PN hell und deutlich - bei 340-fach wird ein ovaler diffuser Nebel mit einem sehr hellen Zentralstern sichtbar - bei längerer Betrachtung ist der Nebel in zwei unterschiedlich helle Bereiche geteilt, die durch die Mitte des Ovals verlaufen und dessen Grenze relativ gut begrenzt ist - mit UHC zeigt sich eine recht diffuse ringförmige Schalenstruktur, dessen Nordseite abgeflacht wirkt - Richtung Westen verläuft ein etwas heller wirkender kurzer "Fortsatz" - mit OIII ist die Schalenstruktur ein wenig besser zu erkennen

NGC 2346
NGC 2346

NGC 2371

Gem

07h25m35s

+29°29'26"

Größe 0,4' x 0,2'

Gesamthelligkeit 11m2

Helligkeit ZS 10m5

Double Bubble Nebula oder auch Peanut Nebula - ein bipolarer PN mit fast sphärischer innerer Hülle - die Besonderheit sind zwei geschlossene Nebelblasen - der visuelle Anblick erinnert an M 27 oder M 76, nur ist der Peanut Nebula natürlich kleiner

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 10" und 210-facher Vergrößerung 

8" Spiegel - bei 40-fach zeigt sich indirekt eine zarte flächige Aufhellung - bei 90-fach wird die längliche Form erkennbar und die helleren Enden erinnern jetzt am besten an eine Erdnuss - die langen Flanken laufen diffus aus

8" Spiegel - bei 40-fach ist der PN indirekt als kleiner ovaler Nebel gut sichtbar - bei 150-fach sind zwei rundliche gut voneinander getrennte Aufhellungen direkt erkennbar - UHC erhöht leicht den Kontrast, es werden aber keine weiteren Details sichtbar

10" Spiegel - im Übersichtsokular als kleines Nebelbällchen auffällig - bei 72-fach wird die bipolare Erscheinung deutlich sichtbar, der südwestliche Teil wirkt heller - bei 210-fach blitzt der Zentralstern indirekt immer wieder hervor - in den zwei getrennt wirkenden Schalen sind Helligkeitsverläufe sichtbar sowie flächig-stellare wirkende hellere Knoten - vom nordöstlichen Teil ist ein Ausläufer zu sehen, der nach Westen zeigt - mit UHC-Filter ergibt sich keine Verbesserung der Sichtbarkeit

14" Spiegel - bei 40-fach ist der PN als kleiner nebliger aber noch nicht definierter Klecks erkennbar - bei 80-fach wird ein heller Nordsüd elongierter Balken mit Kondensationen an den Enden sichtbar, die fast stellar wirken - an den Flanken laufen kaum sichtbare schwächere "Nebelsegel" diffus aus - UHC oder OIII wirken nicht verbessernd - bei 130-fach leuchtet der westliche Teil des Balkens heller

NGC 2371
NGC 2371 Zeichnung

NGC 2392

Gem

07h29m11s

+20°54'42"

Größe 0,8' x 0,7'

Gesamthelligkeit 9m1

Helligkeit ZS 10m5

Eskimo-Nebel - ein PN mit Doppelhüllenstruktur, die hellere innere elliptische Blase ist umgeben von einer sphärischen Emissionshülle - die äußere Hülle dehnt sich mit 16 km/s aus und wird von der inneren Hülle mit 60 km/s eingeholt - die zugespitzte innere Schale ist das Kinn des Inuit und die äußere Schale die Fellkapuze

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 10" und 280 bis 360-facher Vergrößerung 

3" Refraktor - bei 25-fach ist der PN direkt gerade noch als sehr kleiner flächiger Nebel neben einem 8m2 Stern zu sehen - bei 60-fach ist er deutlich flächig und rund

4" Refraktor - bei 30-fach ist der PN bereits leicht flächig erkennbar - bei 50-fach bildet er einen schönen Kontrast zu dem unmittelbar nördlich stehenden gelb-orangen Stern - die Ränder sind nicht ganz so hell - bei 150-fach ist der PN nach wie vor sehr hell, deutlich flächig, aber ohne Strukturen

8" Spiegel - direkt fällt am ehesten der recht helle Zentralstern auf, indirekt ist dann der Nebel deutlich zu sehen - hell, rund und nahezu gleichmäßig hell - bei 170-fach hatte ich das Gefühl, dass der Nebel zur Mitte leicht heller wurde - auf die äußere, sehr schwache Schale hatte ich nicht geachtet

12" Spiegel - oft beobachtet, aber nur einmal dieses Seherlebnis => bei 70-fach leuchtet der Nebel leicht grün und der ZS sticht hervor - zur Mitte wird er leicht heller - bei 160-fach und etwas Geduld werden blickweise zwei unterschiedlich helle klar getrennte Hüllen sichtbar - die innere Hülle wirkt leicht heller - der Zentralstern ist sehr auffällig - bei 240-fach wirkt der PN nicht mehr rund, sondern ganz leicht elongiert - bei 360-fach sind zarte Strukturen in der inneren Hülle zu erkennen, wunderbar

NGC 2392
NGC 2392 Zeichnung

NGC 2438

Pup

 07h41m51s

 -14°44'08"

Größe 1,3' x 1,3'

Gesamthelligkeit 10m8

Helligkeit ZS 17m5

der PN steht im nördlichen Bereich von M 46, liegt aber gut 1.600 Lichtjahre vor dem Sternhaufen - er wirkt wie ein kleines lichtschwaches Abbild vom bekannten Ringnebel M 57 - drei im Nebel stehende Sterne sind Mitglieder von M 46 - der ausgedehnte schwache Halo ist 4 Lichtjahre groß

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 10" und 210-facher Vergrößerung 

4" Refraktor - bei 50-fach sowie UHC wird der PN deutlich als nebliger Fleck im Norden von M 46 sichtbar - indirekt noch deutlicher mit homogener Helligkeit - mit OIII etwas mehr Kontrast

5" Refraktor - bei 40-fach ohne Filter zeigt sich eine ziemlich schwache rundliche Aufhellung, mit OIII dann wird der PN hell, auffällig, rund und gleichmäßig hell sichtbar - bei 80-fach ohne Filter ist der PN indirekt einfach

8" Spiegel - bei 40-fach ist der PN schon ohne Filter als schwacher Schimmer nördlich einer V-förmigen Sternkette wahrnehmbar - bei 90x und OIII ist der PN dann sehr auffällig und schön rund - indirekt werden zwei Sterne sichtbar - selbst ohne OIII bleibt der Nebel auffällig - die Kombination aus den drei Objekten M 47 + M 46 + PN taugt aus meiner Sicht zum Höhepunkt einer Beobachtungsnacht

NGC 2438
NGC 2438 Zeichnung

NGC 2440

Pup

07h41m55s

 -18°12'30"

Größe 1,3' x 1,3'

Gesamthelligkeit 9m1

Helligkeit ZS 14m0

Bat Nebula - ein dreifach bipolarer PN in noch recht junger Entwicklungsphase - der bipolare Ausfluss könnte in jüngerer Vergangenheit 2 mal seine Richtung geändert haben, was zu chaotischen Feinstrukturen führte - die Morphologie stellte lange Zeit eine recht große Herausforderung für Wissenschaft dar - der ZS ist mit 200.000 Kelvin einer der heißesten bekannten

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 10" und 210-facher Vergrößerung

4" Refraktor - bei 40-fach ist der PN als winziger fast stellarer Nebel auszumachen - bei 50-fach ist indirekt ein helles Zentrum zu sehen, direkt ist der Nebel gleichmäßig hell - Nebelfilter sind ohne verbessernde Wirkung - der PN hat Vergrößerungen bis 150-fach gut vertragen

8" Spiegel - bei 20-fach zeigt sich der PN stellar und indirekt leicht sichtbar - bei 40-fach ohne Filter nahezu stellar, mit OIII dagegen leicht flächig, aber immer noch sehr kompakt - bei 80-fach ist ein kleines rundes gleichmäßiges Scheibchen erkennbar

NGC 2440
NGC 2440 Zeichnung

NGC 2610

 

  08h33m24s

-16°08'58"

Größe 0,7' x 0,7'

Gesamthelligkeit 12m7

Helligkeit ZS 15m0

einer der weniger bekannten Vertreter seiner Art am östlichen Rand der Wintermilchstraße - seine Lage im Sternfeld vier Bogenminuten südwestlich des 6m6 hellen orangefarbenen Sterns HD72665 hat einen gewissen Reiz - der PN selbst schmiegt sich an einem Stern 13. Größenklasse

Zeichnung 1 rechts: Mathias Sawo mit 10" und 360-facher Vergrößerung 

Zeichnung 2 rechts: Rene Merting mit 12" und 160-facher Vergrößerung 

10" Spiegel - in der Übersichtsvergrößerung täuscht an der entsprechenden Stelle eine Gruppe aus 4 Sternen einen nebligen Eindruck vor, der PN ist noch nicht auszumachen - bei 70-facher Vergrößerung ist der Nebel an einem Stern klebend zu sehen, aber immer noch recht schwach -  mit UHC wirkt er etwas heller - bei 210-fach ist der PN als runder Nebelball schwach zu sehen, aber deutlicher erkennbar - bei 360-fach und längeren Einsehen wird ein diffuse ovale Ringform erkennbar, aber nur indirekt und immer wieder kurz haltbar - teilweise wirkt der Ring aus zwei Schalen zusammen gesetzt, eine dickere nördliche Schale, die etwas heller ist und eine schmalere südliche Schale - direkt am nördlichen Rand des PN's befindet sich noch ein schwächerer Stern - ein heller 6m5 heller Stern in der Nähe stört etwas bei der Beobachtung - UHC zeigt bei 360-fach keine Verbesserung

12" Spiegel - bei 40-fach ist der PN schon ohne Filter als leichte Aufhellung sichtbar - bei 70-fach mit UHC zeigt sich der PN richtig schön als runde homogen helle gut begrenzte Scheibe - die Sternkonstellation, in der sich der PN befindet ist auffallend schön, drei hellere Sterne bilden ein gleichmäßiges Dreieck und innerhalb dieses Dreiecks stehen schwächere Sterne mit einer ähnlichen Symmetrie und eben der PN - bei 160-fach wirkt der PN am Nordwestrand heller, vermutlich ein Effekt das am NW-Rand stehenden indirekt sichtbaren Sternchens

NGC 2610
NGC 2610 Zeichnung1
NGC 2610 Zeichnung2

NGC 3242

Hya

10h24m46s

 -18°38'33"

Größe 1,1' x 1,1'

Gesamthelligkeit 7m7

Helligkeit ZS 12m1

Jupiters Geist - der PN war eines der wenigen Objekte, bei denen Herschel Farbe wahrnehmen konnte - umso erstaunlicher, dass Herschel gerade Jupiter farblich als Vergleich heranzog - der Eigenname hat sich aber erhalten - die innere Schale des leicht abgeplatteten Nebels hat eine Größe von 0,3' - der Vorgängerstern hatte in etwa 1 Sonnenmasse, jetzt sind es noch 0,45 Sonnenmassen

Bild rechts: CCD-Guide, Daniel Verschatse

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 10" und 160-facher Vergrößerung

12" Spiegel - bei 40-fach ist bereits ein kleinen fluffiges Bällchen zu sehen - bei 70-fach ist ein homogen helles rundes gut definiertes Scheibchen erkennbar, die Ränder sind etwas weniger hell - bei 160-fach und 240-fach sind nördlich und südlich innerhalb der Schale blickweise schwer zu beschreibende Strukturen wie Bögen zu erkennen, mal als Kondensation, mal als Trennlinie - eine Elongation war nicht erkennbar

NGC 3242
NGC 3242 Zeichnung

NGC 4361

Crv

12h24m31s

 -18°47'05"

Größe 2,1' x 2,1'

Gesamthelligkeit 10m9

Helligkeit ZS 13m0

Lawn Sprinkler - die Form dieses PN ist etwas ungewöhnlich, denn neben der fast kreisrunden Gaswolke ragen zwei stark gebogene Wurmfortsätze aus ihm heraus und verleihen ihm das Aussehen einer Spiral-Galaxie - zur Zeit dehnt sich die Gashülle von NGC 4361 mit einer Geschwindigkeit von 38 km/s aus

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 10" und 210-facher Vergrößerung

5" Refraktor -  gut 1/3 Mond - Bei 20-fach und OIII zeigt sich der PN nur sehr schwach und klein - bei 40x mit OIII ist er rundlich, immer noch recht schwach und zur Mitte hin etwas heller werdend

12" Spiegel - bereits in Aufsuchvergrößerung ist ein kleines diffuses Nebelchen erkennbar - bei 70-fach zeigt sich ein recht heller PN, dessen Helligkeit zur Mitte hin zunimmt - bei 160-fach zeigen sich die Außenränder deutlich schwächer, die Helligkeit insgesamt ist inhomogen - indirekt blinkt ab und zu der Zentralstern durch

14" Spiegel - bei 100-fach zeigt sich der PN oval mit hellerem Zentrum - der helle Zentralstern ist gut erkennbar - bei 140-fach werden bereits Strukturen (innere Schale, sowie Ausläufer) sichtbar - bei 210-fach ist ein nach SW geöffneter diffuser und heller Ring erkennbar,

in dessen Zentrum der Zentralstern nun sehr hell und deutlich sichtbar ist - zu beiden Seiten sind indirekt und blickweise gebogene Ausläufer wahrnehmbar - der Ausläufer auf der NO-Seite mit einer Biegung nach Osten, der Arm auf der SW-Seite mit einer Biegung nach Westen - UHC oder OIII zeigen keine Verbesserung

NGC 4361
NGC 4361 Zeichnung

NGC 6058

Her

16h04m27s

  +40°40'56"

Größe 0,7' x 0,7'

Gesamthelligkeit 12m8

Helligkeit ZS 13m5

ein bipolarer PN - die wahre Natur des Nebels wurde erst 1918 von Curtis erkannt - sein Spektrum zeigt eine höhere OIII-Emission als üblich - die Linien des doppelt ionisierten Sauerstoffs sind fast viermal so stark wie Hα - ein weißer Zwerg regt den einige tausend Jahre alten PN zum Leuchten an

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung 1 rechts: Mathias Sawo mit 10" und 500-facher Vergrößerung

Zeichnung 2 rechts: Rene Merting mit 12" und 160-facher Vergrößerung

5" Refraktor - bei 80-fach wirkt der PN klein und ist indirekt gut erkennbar - er ähnelt einem leicht verschwommenen Stern

8" Spiegel - bei 60-fach sowie UHC blitzt der Nebel indirekt immer wieder auf - bei 130-fach ohne Filter ist der PN nun deutlich flächig und direkt schwach sichtbar und er scheint in einer eigenartigen graugrünen Farbe

10" Spiegel - bei Übersichtsvergrößerung ist der PN deutlich als unscharfer Stern zu sehen - bei 70-fach ist in dem rund wirkenden Nebel ein feiner Zentralstern erkennbar - bei 210-fach ist der ZS sehr deutlich und ständig zu halten - bei 360-fach ist die Schalenstruktur angedeutet und nur durch eine besser abgegrenzte  Nord- und Südseite zu erahnen -  bei 500-fach zeigen sich indirekt blickweise zwei getrennte Schalen an der Nord- und Südseite - die Ost- und Westseite wirken offen -  die Südliche Schale wirkt etwas heller und besser greifbar

12" Spiegel - bei 40-fach ist der PN sofort erkennbar innerhalb eines markanten Musters aus 6 Sternen, das wie ein "Y" ausschaut - das kleine neblige Fleckchen wirkt wie eine schwache Galaxie - bei 110-fach wird der ZS sichtbar - bei 200-fach blinkt der ZS immer wieder aus der Nebelhülle hervor, die Grenzen des PN wirken halb diffus - UHC wirkt leicht kontraststeigernd - bei 360-fach ergeben sich keine weiteren Details 

 

NGC 6058
NGC 6058 Zeichnung 1
NGC 6058 Zeichnung 2

NGC 6210

Her

16h44m29s

+23°48'00"

Größe 0,3' x 0,3'

Gesamthelligkeit 8m8

Helligkeit ZS 12m0

die leicht ovale Form und die multiple Hüllenstruktur brachte dem PN den Spitznamen "Schildkröte" ein - der Nebel ist mit 2.000 Jahren recht jung - wegen seiner hohen Flächenhelligkeit zeigen größere Teleskope eine bläulich-grüne Färbung - der PN besitzt zwei Jets, die mit etwa 120 km/s expandieren - ein ideales Objekt für hohe Vergrößerungen

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 520-facher Vergrößerung

FG 8x40 - indirekt gut erkennbar, stellar
3" Refraktor -  bei 30-fach indirekt auffällig, beinahe stellar

8" Spiegel - bei 40-fach zeigt sich ein unregelmäßiger kompakter Knoten mit hellerem Zentrum, aber kaum Farbe - bei 270-fach ist der PN noch immer sehr hell und es ist ein helles Zentrum mit zart auslaufenden Außenbereichen erkennbar

12" Spiegelbei 40-fach zeigt sich bereits ein andersfarbiger leicht verwaschener Fleck, der sich deutlich von den Sternen in der Umgebung unterscheidet - bei 70-fach dann ein starkes türkisgrün sichtbar, indirekt ist der PN heller - bei 160-fach ist kaum noch Farbe sichtbar und die unregelmäßige Form wird erkennbar, echte Details sind aber nicht auszumachen - bei 240-fach erscheint der Nebel leicht NO-SW  elongiert - bei 480-fach ist der PN noch immer sehr hell und schaut aus wie ein Football-Ei - als Highlight einer Beobachtungsnacht tauglich

18" Spiegel - bei geringer Vergrößerung fällt der extrem helle PN sofort mit seiner hellgrün-hellblauen Farbe auf und ist dabei deutlich flächig und rund - bei 320-fach wirkt der äußere Rand unregelmäßig und das Zentrum heller, innere Strukturen sind kaum zu erkennen - bei 520-fach wirkt die Grundform des PN oval-kastenförmig - innerhalb der Nordseite ist eine sehr helle gebogene Halbschale erkennbar - die Südseite wird von einer weiteren aber gerade verlaufenden Schale begrenzt - indirekt und blickweise ist eine Ausstülpung am südöstlichen Rand des PN's zu erkennen - am nordwestlichen Rand ist indirekt ein schwacher Auswurf wahrnehmbar, der weit in den Raum verläuft und immer nur kurz gehalten werden kann - am westlichen Ende der Südschale ist indirekt noch ein kurzer Fortsatz zu erkennen, der Halo zeigt sich an dieser Stelle ausgestülpt - das Zentrum des PN's wirkt dunkler, kein Zentralstern sichtbar

NGC 6210
NGC 6210 Zeichnung

NGC 6309

Oph

 17h14m04s

   -12°54'36"

Größe 0,3' x 0,3'

Gesamthelligkeit 11m5

Helligkeit ZS 16m6

der noch recht junge PN wurde 1878 von dem Oberlausitzer Ernst W. Leberecht Tempel entdeckt, der heute mehr für seine Kometenentdeckungen bekannt ist (unwichtige Anmerkung des Red.: einer von uns hat auch Verwandschaft mit dem Namen Leberecht, deren Familienstamm in die Oberlausitz zurückführt ;-)) - im Amerikanischen hat der PN den etwas irreführenden Beinamen Box Nebula, der visuelle Anblick entspricht aber eher einem Tropfen - der ovale Kern wird von einem 1,5' großen schwachen Halo umgeben - insgesamt gesehen wirkt der PN unregelmäßig - zudem hat er zwei Zentralsterne, die so einen kleinen Abstand haben, dass sie erst durch das Hubble Space Telescope sauber getrennt werden konnten

12" Spiegel - bei 70-fach wirkt der PN fast wie ein Stern, ist aber schon ein wenig in die Länge gezogen - unmittelbar nördlich blinkt ein Stern - bei 110-fach bekommt der PN in Verbindung mit dem Stern nördlich ein kometenhaftes Aussehen - bei 200-fach zeigen sich zwei Knubbel, im Norden klein und rund und im Süden länglich (das Ganze sieht aus wie ein Taschentuch mit einem Knoten drin) - bei 360-fach sehe ich zwei Nebelteile, der nördliche wirkt gut definiert, während der südliche diffus ausläuft - hin und wieder blitzt das Zentrum stellar auf

NGC 6309

NGC 6537

 Sgr

 18h05m13s

   -19°50'35"

Größe 0,1' x 0,1'

Gesamthelligkeit 11m6

Helligkeit ZS 19m0

Red Spider Nebula - das Aussehen dieses bipolaren PN erinnert auf hochauflösenden Fotos an eine Spinne oder an die O-Beine von Pierre Littbarski (die älteren Semester unter uns erinnern sich sicher) - die schwachen Filamente der Ausläufer vergrößern den PN auf 3', sind aber visuell nicht zugänglich - der Zentralstern strahlt überwiegend im nicht sichtbaren UV- und Röntgenstrahlenlicht und wurde deshalb erst 2005 durch das Hubble-Teleskop entdeckt - dieser Zentralstern ist der mit Abstand heißeste bislang gefundene weiße Zwerg

5" Refraktor - bei 80-fach und OIII zeigt sich der PN als ziemlich schwache stellare Aufhellung - indirekt gerade noch dauerhaft sichtbar

12" Spiegel - bei 70-fach läßt der PN sich mit UHC sowie mit OIII herausblinken - der Nebel wirkt klein und kompakt - bei 240-fach ohne Filter ist der PN schwach und leicht flächig erkennbar - bei 290-fach und OIII ist der Nebel noch gerade so erkennbar - ohne weitere Details

NGC 6537

NGC 6543

Dra

 17h58m33s

  +66°38'00"

Größe 0,8' x 0,4'

Gesamthelligkeit 8m1

Helligkeit ZS 10m9

Katzenaugen-Nebel - ein PN mittleren Alters mit bipolarer Hülle und zugleich einer der komplexesten PN - die äußeren kleinen Wolken könnten polare Jets sein - die auffällig hellen Hüllenränder sind heiße Schockfronten - der Zentralstern ist ein O-Typ Stern und er strahlt mit 10.000-facher Sonnenleuchtkraft, besitzt aber nur den 0,65-fachen Radius

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

Zeichnung rechts: Zeichnung Mathias Sawo mit 14" und 460-facher Vergrößerung

FG 8x40 - einfach zu finden, hell, stellar - direkt sichtbar
8" Spiegel - bei 20-fach leuchtet bereits ein grünlicher nicht mehr stellarer Fleck - ab 130-fach wird der PN interessant, ein sehr helles Oval mit nicht ganz klar abgegrenzten Rändern - das ändert sich bis 270-fach nicht - der PN ist homogen hell und Strukturen sind nicht auszumachen

10" Spiegel - bei 210-fach wird zunächst ein sehr heller leicht ovaler Nebel sichtbar - das Zentrum ist heller und in der Mitte ist der ZS als stellar wirkende Aufhellung sichtbar- bei 360-fach ist die Grundform des PN's deutlich oval - darin zeigt sich recht deutlich ein heller und gut abgegrenzter ovaler Ring, dessen Inneres dunkler ist und aus dem dem der Zentralstern hervor blitzt - an der Ostseite des Ringes geht ein länglicher Arm hervor, der weit nach SW verläuft und indirekt gut vom Rest zu trennen ist - an der nördlichen Seite des Ringes ist blickweise ein kurzer Fortsatz zu erkennen, nur schwer vom Ring zu trennen, er wirkt mehr wie eine Ausstülpung - bei 500-fach ist der Zentralstern knapp direkt zu erkennen

12" Spiegel - bei 70-fach ist der ZS recht einfach und nadelfein sichtbar - der PN zeigt eine intensive kaltgrüne Farbe - bei 160-fach zeigt sich ein 3:2 elongiertes Oval

NGC 6543 Zeichnung

NGC 6563

Sgr

18h25m42s

   -33°52'07"

Größe 0,9' x 0,7'

Gesamthelligkeit 11m0

Helligkeit ZS --

Southern Ring Nebula - dieser PN wurde 1826 von James Dunlopp von Australien aus entdeckt - dieser PN steigt im Süden von Deutschland zwar nur auf ca. 8°, er ist aber recht hell und ist bei entsprechenden Bedingungen auch von hier aus sichtbar

14" Spiegel - Namibia - bei 70-fach ist der PN als gut begrenzte helle Scheibe deutlich zu erkennen - bei 140-fach deuten sich die Außenschalen und ein dunkleres Zentrum an - bei 280-fach zeigt der ovale Nebel zwei gegenüberliegende Schalen, die indirekt gut zu halten sind - UHC und OIII verbessern die Sichtbarkeit der Schalen etwas und der Nebel wirkt insgesamt etwas heller - bei 450-fach lassen sich keine weiteren Details mehr aus dem PN herauslocken

NGC 6565

NGC 6565

Sgr

18h11m53s

   -28°10'42"

Größe 0,2' x 0,2'

Gesamthelligkeit 11m9

Helligkeit ZS 19m0

von diesem PN gibt es eine wunderschöne Hubble-Aufnahme, die eine schöne Ringstruktur zeigt - visuell bleibt er jedoch in kleinen und mittleren Teleskopen stellar 

12" Spiegel - bei 70-fach ist der PN mit Filterblink stellar erkennbar - er bildet ein flaches Dreieck mit zwei Sternen im Norden und im Osten, wobei der PN den flachen Winkel darstellt - bei 200-fach und UHC ist NGC 6565 weiterhin sehr kompakt und hell - auch bei 290-fach ohne Filter ist der PN erkennbar, aber recht unscheinbar 

NGC 6565

NGC 6572

 Oph

18h12m16s

  +06°51'13"

Größe 0,6' x 0,4'

Gesamthelligkeit 8m1

Helligkeit ZS 13m6

Emerald Nebula - einer der besten PN aufgrund seiner tiefgrünen Farbe - er ist bipolar und rund 1.300 Jahre alt - aufgrund eines äquatorialem Staubringes kann sich die Sternmaterie nur in Richtung der Pole ausbreiten, deshalb ergibt sich die von Fotos bekannte sanduhrartige Form - er ist zwar der vierthellste PN, hat aber eine relativ geringe Größe

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Zeichnung Mathias Sawo mit 10" und 500-facher Vergrößerung

FG 8x40 - der PN ist direkt gerade noch als stellare Aufhellung zu sehen, indirekt auffällig

3" Refraktor - bei 40-fach sehr hell, leicht türkisfarben, extrem klein - auch bei 60-fach stellar

8" Spiegel - Beobachtung bei 90% Mondschein - bei 20-fach ist bereits ein grünlich leuchtender Stern auszumachen - der PN bleibt bis 70-fach stellar, aber der tief kaltgrüne Schimmer, der diesen Stern mit oder ohne Filter umgibt, ist erstaunlich - bei 130-fach ist der PN weiterhin kompakt und hell, mitunter wird eine leichte Nordsüd-Elongation sichtbar - der PN ist eindeutig höchstvergrößerungsfreudig, er bleibt bis 270-fach sehr hell

10" Spiegel - in Aufsuchvergrößerung extrem hell und zunächst stellar - bei 360-fach ist deutlich eine quadratische bis rechteckige  Grundform erkennbar - leicht hellblauer Farbstich - Helligkeitszunahme zur Mitte hin, die spitz ausläuft - vom Grundkörper aus Richtung Norden ist blickweise ein dünner Ausläufer zu erkennen - in Richtung Süden ist ein weiterer Ausläufer zu sehen, der aber deutlich schwächer ist und ein wenig abgeknickt wirkt - bei 500-fach sind die Ausläufer etwas besser zu erkennen - die Mitte nimmt dann deutlich an Helligkeit ab

12" Spiegel - bei 40-fach ist ein sattgrüner Stern sichtbar - bei 110-fach immernoch ein sehr intensive Färbung und der PN erscheint leicht flächig nicht ganz rund, sondern leicht oval mit NS-Ausrichtung - bei 240-fach zeigt der PN sich mit Helligkeitszunahme zur Mitte hin - bei 360-fach hat der PN ein Aussehen, wie ein längliches Viereck, Außenränder schwächer und nun diffus (sicherlich ein Seeingproblem) - bei 480-fach zeigt sich der PN 2:1 elongiert

NGC 6572
NGC 6572 Zeichnung

NGC 6629

Sgr

 18h25m43s

 -23°12'10"

Größe 0,3' x 0,3'

Gesamthelligkeit 11m3

Helligkeit ZS --

der PN ist ein recht unauffälliger Nebel, über den bis auf wenige Fundamentaldaten wenig bekannt ist - auf hochauflösenden Fotografien zeigt er zwei sehr schöne sphärische Schalen, wobei die innere Blase nur leicht heller zu sein scheint - der PN liegt nur gut 2° westlich von M 22 und ist theoretisch schon für kleine Öffnungen erreichbar, allerdings verhindert die südliche Deklination mitunter die erfolgreiche Beobachtung

5" Refraktor - stets stellar - der PM befindet sich nordwestlich eines mittelhellen Sterns - bei 40-fach ohne Filter nur indirekt sichtbar und ziemlich schwach, mit OIII dann indirekt auffällig - bei 80-fach indirekt auch ohne Filter recht gut sichtbar

12" Spiegel bei 70-fach wird der PN als kleiner Nebelstern sichtbar - die Mitte blinkt indirekt immer heller - bei 160-fach dann ein kompakter kleiner Nebel - Ränder leicht diffus und der PN wird zur Mitte hin leicht heller - UHC verbessert die Sichtbarkeit - bei 240-fach ist der PN noch recht hell und zeigt weiterhin Zunahme der Helligkeit zur Mitte hin - bei 480-fach wirkt der PN im Osten ein wenig heller und der ZS blitzt indirekt immer wieder durch

NGC 6629

NGC 6741

Aql

19h02m37s

 -00°26'57"

Größe stellar

Gesamthelligkeit 11m0

Helligkeit ZS --

Phantom Streak Nebula - obwohl der PN recht hell ist, blieb er vor den Teleskopen der Entdecker des 17. und 18. Jahrhunderts verborgen und wurde erst 1882 durch Edward Charles Pickering entdeckt - auf hochauflösenden Fotos hat der PN eine Form ähnlich einem länglichen Parallelogramm

5" Refraktor - stellare Aufhellung bei jeder verwendeten Vergrößerung - bei 20-fach mit OIII bzw. bei 40-fach ohne Filter indirekt gut sichtbar - bei 40-fach mit OIII direkt einfach zu sehen

12" Spiegel - bei 70-fach sind 6 gleichhelle Sterne prägnant, die eine Würfel 6 bilden, wobei die westliche Reihe stark gebogen ist - in der östlichen Kette der südlichste Lichtpunkt ist der PN - Filterblink mit UHC reicht zur Identifizierung - ab 360-fach beginnt der PN leicht fluffig zu wirken und knapp nordwestlich des PN´s ist ein schwächerer Stern erkennbar

NGC 6741

NGC 6751

Aql

19h05m56s

 -05°59'33"

Größe 0,4' x 0,4'

Gesamthelligkeit 11m9

Helligkeit ZS 15m4

Glowing Eye - auf Hubble-Bildern wirkt dieser junge PN aufgrund seiner kleinskaligen Inhomogenitäten wie ein Auge bzw. die Iris eines Auges - auf tiefen Aufnahmen besitzt er noch eine weitere viel schwächere Außenhülle, die visuell aber nicht beobachtbar ist

5" Refraktor - bei 40-fach und OIII wirkt der PN rundlich, gleichmäßig hell, recht klein - ohne Filter ziemlich blass

8" Spiegel - Beobachtung bei 90% Mondschein - bei 60-fach und UHC ist der PN noch sehr klein, relativ schwach und zur Mitte heller werdend - bei 90-fach und UHC wirkt der PN noch immer sehr kompakt, Details sind nicht auszumachen

12" Spiegel - bei 70-fach zeigt der PN ein kleines bisschen Farbe und wirkt wie ein grob unscharf gestellter Stern - bei 110-fach zeigt sich ein schönes gut definiertes Scheibchen - vorher vermutet … wird dann bei 200-fach am Ostrand ein schwaches Sternchen sichtbar - PN ist schön rund und homogen hell - bei 240-fach wirkt die Mitte indirekt heller, aber nicht so, wie man einen ZS sieht, sondern als Kondensation 

NGC 6751

 NGC 6765

Lyr

 19h11m06s

 +30°32'43"

Größe 0,7' x 0,7'

Gesamthelligkeit 13m1

Helligkeit ZS 16m0

der PN ist bipolar und eigentümlich geformt (irregulär) - nur 1' süd-südwestlich steht das Sternmuster Steine 2, welches 2001 von Mikkel Steine auf DSS-Bildern entdeckt wurde, die beiden hellsten Mitgliedssterne sind 12 mag hell

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 340-facher Vergrößerung

8" Spiegel - bei 80-fach und ohne Filter ist von dem Nebel nichts zu sehen - erst OIII zeigt eine kleine runde diffuse Aufhellung, die indirekt gut wahrnehmbar ist

12" Spiegel - bei 70-fach wird ohne Filter eine kleine Aufhellung sichtbar, unterschiedlich hell - südlich grenzen zwei Sterne an den PN - bei 110-fach und UHC wird der PN dann deutlicher und eine leicht längliche Kondensation wird sichtbar - zwei weniger helle Ausläufer nach O und W - der PN liegt genau in der Mitte eines gleichseitigen Dreiecks (eine Kante rund 0,2°) - bei 160-fach wirkt der PN nördlich etwas heller, UHC verbessert die Wirkung

NGC 6765
NGC 6765 Zeichnung

 NGC 6772

Aql

19h14m36s

-02°42'25"

Größe 1,3' x 1'

Gesamthelligkeit 12m7

Helligkeit ZS 18m4

der PN ist fast genauso groß wie der berühmtere und hellere Kollege M 57 - er ist oval, leicht asymmetrisch und weist im Osten und Westen helle Ränder auf 

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

5" Refraktor - ziemlich schwach, rundlich und gleichmäßig hell - keineswegs auffällig

12" Spiegel - der PN ist schon in Aufsuchvergrößerung auszumachen - bei 110-fach und UHC ist der PN überraschend hell und auffällig groß - er ist homogen hell und hat leicht diffuse Ränder - bei 160-fach ohne Filter ist der PN nur schwach sichtbar - eine Elongation habe ich nicht wahrgenommen - ein sehr interessanter PN, für mich eine der stärksten Verwandlungen bei Filternutzung - UHC wirkt leicht besser als OIII

NGC 6772

NGC 6778

Aql

19h18m25s

-01°35'47"

Größe 0,6' x 0,6'

Gesamthelligkeit 12m3

Helligkeit ZS 15m0

der PN ist auch als NGC 6785 katalogisiert/ bekannt - ein sehr schöner PN mit kleiner Ausdehnung und hoher Flächenhelligkeit und visuell recht einfach - er befindet sich nur knapp 7' neben einem 9 mag hellen Stern, der einen schönen Kontrast bietet

5" Refraktor - bei 40-fach ohne Filter erscheint der Nebel als stellare Aufhellung - mit OIII ist er indirekt auffällig, beinahe stellar - gute Filterwirkung

12" Spiegel - bei 110-fach sowie UHC wirkt der PN indirekt recht hell und rund - bei 160-fach ist der PN auch gut sichtbar, wirkt aber deutlich diffuser

NGC 6778