Messier 41 - 80

 M 41

OS

CMa

06h46m01s

-20°45'25" 

Größe 38' x 38'

Gesamt-Helligk. 4m5

80 Mitglieder

der OS gehört zu den hellsten Messierobjekten und wurde schon rund 300 Jahre v.u.Z. von Aristoteles erwähnt - ihn dominieren mehrere rote Riesen 7. und 8. Größenklasse - das Objekt befindet sich im kompakten Orion-Arm, doch die Extinktion ist wegen der Lage von 10° zum galaktischen Äquator sehr gering

FG 8x20 - auf Stativ - aufgehellter Horizont - eine deutliche körnige Verdichtung von Sternen - Form unregelmäßig - indirekt blinken ein halbes Dutzend Lichtpunkte heraus

FG 8x30 - hell, auffällig - bei niedrigem Stand sind 5-6 Sterne aus einem noch nebligen Hintergrund aufzulösen

FG 10x50 - auf Stativ - ein großer lockerer Haufen mit ersten farbigen Ansätzen an einigen Sternen - auffällig ist ein elliptischer Sternkranz, innerhalb dessen ein paar helle und viele schwächere Sterne erkennbar sind

Messier 41

 M 42

GN

Ori

05h35m17s

-05°23'28" 

Größe 90' x 60'

Gesamt-Helligk. 3m7

Entfernung 1.300 Lj.

der berühmte Orionnebel ist der helle Teil an der uns zugewandten Front der 10° großen Staub- und Gaswolke OMC-1 - im Nebel bildet sich ein Sternhaufen, dessen Mitglieder maximal 100.000 Jahre alt sind - der Trapezsternhaufen hat eine Dichte von 6.000 Sternen pro Kubiklichtjahr - die prägnanten Trapezsterne sind nur 0,3 Lichtjahre voneinander entfernt - Hβ und OIII probieren

Bild rechts: CCD-Guide - Christoph Kaltseis

FG 8x30 - sehr hell, die Schwingen um das nicht aufzulösende Trapez sind bereits angedeutet

FG 10x50 - auf Stativ - ein heller nach Süden gekrümmter Nebelbogen um 4 Sterne - das Trapez ist als ein heller Stern erkennbar und nach Osten führt eine Kette von 3 Sternen weg, die immer schwächer werden - der westliche Teil des Nebelbogens ist weiter aufgefächert und etwas heller - nach Süden läuft der Nebel diffus aus

FG 15x50 - auf Stativ, Vorstadthimmel - Proboscis Major (die große östliche Schwinge des Nebels) kann über 2/5 der Strecke bis Iota Ori verfolgt werden, der Nebelband läuft spitz zu - Proboscis Minor (die westliche Schwinge) hat die selbe Länge, fächert aber breit auf - Sinus Magnus (die dunkle Bucht, die von Osten in M 42 hineinragt) ist deutlich

Theta 1 (das Trapez) wirkt wie ein Dreifachstern: D (die östliche Komponente des Trapezes) ist schon deutlich von C getrennt - die westliche Komponente A ist ahnungsweise von C getrennt- von der nördlichen Komponente B keine Spur 

mit UHC  vor beiden Objektiven wird Proboscis Minor (die westliche Schwinge) voller, Proboscis Major (die östliche Schwinge) jedoch nicht -Theta 1 wirkt mit diesem Filter nur noch wie ein Einzelstern


 M 43

GN

Ori

05h35m31s

-05°16'12" 

Größe 6' x 3'

Gesamt-Helligk. 6m8

Entfernung 1.300 Lj.

der Galaktische Nebel wird heute als Teil von M 42 angesehen, frühe Beobachter katalogisierten es jedoch als eigenes Objekt - M 43 ist durch dunkle Nebelpartien von M 42 getrennt - der Nebel erhält sein Licht vom 6m5 bis 7m6 hellen NU Orionis, einem jungen Veränderlichen, der die Hauptreihe noch nicht erreicht hat

Bild rechts: CCD-Guide - Cedic-Team - Christoph Kaltseis

FG 8x30 - um den 7 mag hellen Stern ist ein schwaches, kleines und rundes Glimmen zu erkennen

FG 10x50auf Stativ - mit viel Konzentration und Abschirmung sämtlicher Streulichtquellen ist indirekt eine kleine kompakte Aufhellung westlich am Stern erkennbar - kometenhaft, der Stern bildet die Stoßfront des Kometen - Sichtbarkeit eigentlich schon dunkelorange

FG 15x50 - auf Stativ, Vorstadthimmel - von M 43 keine Spur, wobei NU Ori, der zentrale Stern von M 43, eine hübsche orange Färbung zeigt

Messier 43

 M 44

OS

Cnc

08h40m24s

+19°40'01" 

Größe 95' x 95'

Gesamt-Helligk. 3m1

1.000 Mitglieder

auch Praesepe (lateinisch für Krippe) - diese Futterkrippe wird flankiert vom Nördlichen und Südlichen Esel (Asellus Borealis und Australis, γ und δ Cnc) - die mit freiem Auge wie ein Nebel erscheinende Krippe diente im Altertum zur kurzfristigen Wetterprognose, weil sie bei Cirrus-Bewölkung unsichtbar wird

der Haufen scheint auch den alten Chinesen als "Tseih She Keh" bekannt gewesen zu sein, was soviel heißt wie Dunst aufgetürmter Leichen - im Gegensatz zu jenem grausligen Bild

heißt der Sternhaufen im englischsprachigen Raum the beehive, der Bienenkorb, wegen seiner Erscheinung im Fernrohr

M 44 ist der viertnächste OS - sein Alter wird auf 600 Mio. Jahre geschätzt

Bild rechts: CCD-Guide -Tommy Nawratil

bloßes Auge - der Sternhaufen ist sehr auffällig sichtbar als große, leicht ovale, diffus, direkt sichtbare Aufhellung

FG 4x12 - Vorstadthimmel - knapp ein Dutzend Sterne können im Haufen gut gehalten werden, von einem diffusen weiteren Leuchten umgeben

FG 6x20 - Vorstadthimmel - zwei Dutzend Sterne können gut gehalten werden

FG 8x20 - auf Stativ - der OS wird schön eingerahmt von 4 helleren Sternen - der Haufen selbst zeigt sich unregelmäßig und leicht länglich

FG 8x30 - eine lose Sterngruppe von gut drei Dutzend Sternen - 4 Doppelstern-Paare, zentrales Paar sehr eng, insgesamt zwei Helligkeitsstufen

FG 8x40 - Wunderbarer Sternhaufen für das kleine Fernglas - vollständig aufgelöst

FG 10x50 - auf Stativ - das Gesichtsfeld von 6,7° ist genau richtig, um den Haufen schön in Szene zu setzen - ein lockerer unregelmäßiger Haufen mit vielen Sternpaaren, die hellsten davon im Zentrum - im Norden fällt eine nach Süden gebogene Sternlinie auf, die den Haufen zu begrenzen scheint

Messier 44

 M 45

OS

Tau

03h47m00s

+24°07'01" 

Größe 109' x 109'

Gesamt-Helligk. 1m5

200 Mitglieder

die Plejaden wurden bereits im 3. Jahrtausend vor Christus von den Sumerern als Sternbild erwähnt und als "Siebengottheit der großen Götter" bezeichnet - in der griechischen Mythologie wurden die hellsten Mitglieder des Haufens als Atlas, seine Frau Pleione sowie ihre sieben Töchter Alkyone, Asterope, Celaeno, Elektra, Maja, Merope und Taygete gesehen, woraus sich die heutige Bezeichnung "Sieben Schwestern" ableitet - um einige Sterne gibt es Reflexionsnebel mit eigenen NGC-Nummern - der Sternhaufen ist rund 120 Mio. Jahre alt und durchwandert gerade den Rand des Taurus-Auriga-Nebelkomplexes

Bild rechts: CCD-Guide - Manfred Wasshuber

bloßes Auge - sehr auffällig als kleine Sterngruppe - ohne Fernglas konnte ich 6 Sterne ausmachen, die beiden nördlichen enger stehenden Sterne kann ich nicht trennen - der OS ist bereits aus der Stadt heraus oder bei aufgehelltem Himmel am Horizont problemlos mit bloßem Auge sichtbar

FG 8x20 - auf Stativ - auffällig und in die Breite gezogen - die feine Sternlinie von Allys Zopf scheint nicht zum übrigen Haufen mit seinen bullig leuchtenden Mitgliedern zu passen - nördlich der hellen Sterne bilden einige schwächere Vertreter zwei Zickzacklinien

FG 8x30 - ein wunderbare Objekt - auffällig, bereits mehr als 40 Sterne sichtbar - der Meropenebel ist indirekt einfach zu sehen, am südlichen Rand fällt eine schöne 0,5° lange Sternkette auf (Allys Zopf)

FG 10x50auf Stativ - grandioser Anblick - ein wenig wirken die hellsten Sterne wie das Sternbild Großer Wagen, nur dass die Deichsel recht kurz ist und das Reiterlein hier deutlich auffälliger strahlt

Messier 45

 M 46

OS

Pup

07h41m46s

-14°48'36" 

Größe 20' x 20'

Gesamt-Helligk. 6m1

500 Mitglieder

M 46 bildet ein reizvolles Sternhaufenpärchen zusammen mit M 47 - der Haufen ist gut 500 Mio. Jahre alt - sehr schön ist die Kombination mit dem eingebetteten planetarischen Nebel NGC 2438, welcher sich nördlich des Zentrums befindet, aber gut 1.600 Lichtjahre im Vordergrund steht

Bild rechts: CCD-Guide - Manfred Wasshuber

FG 4x10 - 1.740 m Höhe - mit einem 40% beleuchteten abnehmenden Mond recht nahe im Krebs, erscheint M 46 als ganz zarter Nebel  

FG 8x20 - auf Stativ - eine relativ große schwache diffuse Aufhellung - eine Form ist nicht erkennbar - ein schwacher Lichtpunkt ziert den Nebel im Westen

FG 8x30 - eine helle, diffuse, runde Wolke, aus der lediglich Andeutungen von Einzelsternen zu erahnen sind

FG 10x42 - Vorstadthimmel - absolut nebelhafter Eindruck - zwei Einzelsterne leuchten heraus

FG 10x50 - auf Stativ - ein zarter großflächiger homogen heller Nebel - im Westen sind zwei Lichtpünktchen erkennbar


 M 47

OS

Pup

07h36m35s

-14°28'59" 

Größe 29' x 29'

Gesamt-Helligk. 4m4

50 Mitglieder

M 47 ist im Vergleich zu seinem Nachbarn M 46 deutlich heller, was sicherlich auch daran liegt, dass der Haufen 3 mal näher zu uns liegt - der OS hat viele schwächere Mitglieder, die von einigen hellen Sternen dominiert werden, er ist also M 45 nicht unähnlich, wo die hellsten Sterne blaue Riesen sind - im Zentrum befindet sich ein schönes gelb-oranges Sternpaar

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

bloßes Auge - auffällig als unaufgelösten Sternknoten - eine Kontrolle mit Fernglas zeigt, dass keine Verwechslung mit dem 0,5° westlich stehenden helleren orangen Stern sowie seinen Umgebungssternen vorliegt 

FG 4x10 - 1.740m Höhe - mit einem 40% beleuchteten abnehmenden Mond recht nahe im Krebs - M 47 zeigt nur eine Gruppe von 3 Sternen - obwohl M 47 auf derselben Horizonthöhe steht wie M 41, ist der Haufen viel weniger auffallend 

FG 8x20 - auf Stativ - direkt erkennbar, aber weniger spektakulär als erwartet - auffällig im Haufen ist eine Sternkette, da nach SW führt und dann einen Bogen nach NW beschreibt

FG 8x30 - auffällig - ein lose verteilter Sternhaufen aus etwa 10 Sternen

FG 10x50 - auf Stativ - auffällig, gut ein Dutzend Sterne sind direkt sichtbar - M 47 spitzt sich nach NO zu, die hellsten Sterne stehen westlich im Haufen

Messier 47

 M 48

OS

Hya

08h13m43s

-05°45'00" 

Größe 54' x 54'

Gesamt-Helligk. 5m8

80 Mitglieder

M 48 ist ein mäßig reicher und lockerer Sternhaufen - er zählte zu den 6 vermissten Messierobjekten, weil Messier bei der Positionsberechnung Fehler machte - erst 1934 brachte O. Thomas NGC 2548 mit M 48 in Verbindung - sein Alter wird auf 400 Mio. Jahre geschätzt 

Bild rechts: CCD-Guide - Günter Kerschhuber

FG 4x10 - 1.740 m Höhe - weniger als 20° entfernt vom 40% beleuchteten abnehmenden Mond erscheint der Sternhaufen in diesem Mini-Fernglas als auffallender Nebelfleck -  selbst bei deutlich beginnender Morgendämmerung bleibt der Eindruck eines Nebels - eine überraschend stabile, sehr kometenhafte Erscheinung

FG 8x30 - hell, etwa 15 Sterne sind vor einen noch nebligen Hintergrund aufzulösen

Messier 48

 M 49

Gx

Vir

12h29m47s

+08°00'01" 

Größe 10' x 8'

Gesamt-Helligk. 8m4

Flächenhelligk. 12m7

M 49 ist die zweithellste Galaxie des Virgohaufens - der helle Kern kommt auf eine Größe von 85.000 Lichtjahren - M 49 ist gelber als die meisten Galaxien, was auf ein hohes Alter der Sterne und fehlenden Staub bzw. fehlendes Gas schließen lässt - im Zentrum ist ein schwarzes Loch mit 500 Mio. SM, die Galaxie selbst hat trotz ihrer Größe nur 200 Mrd. SM (die Milchstraße zum Vergleich hat 400 Mrd. SM)

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries 

FG 8x30 - hell, direkt zu sehen - relativ groß und diffus, leicht konzentriert

FG 10x50 - auf Stativ - direkt knapp erkennbar - indirekt ein deutlich sichtbarer Nebelfleck, der zur Mitte hin leicht heller wird

M 49

 M 50

OS

Mon

07h02m47s

-08°20'16" 

Größe 16' x 16'

Gesamt-Helligk. 5m9

2.000 Mitglieder

der OS liegt 70 Lichtjahre unterhalb der galaktischen Ebene - er ist mit einem Alter von rund 100 Mio. Jahren schon ausentwickelt, aber noch vergleichsweise kompakt - es gibt viele unterschiedliche Angaben zur Mitgliederzahl, wahrscheinlich sind rund 2.000 Mitglieder in einem Radius von 15' 

Bild rechts: CCD-Guide - Günter Kerschhuber

FG 8x20 - auf Stativ - direkter Eindruck neblig - indirekt körnig, dabei hebt sich der Haufen gut vom Umfeld ab, leichte NS-Elongation - südlich von M 50 ist ein heller Stern sichtbar - nordöstlich einige schwächere Lichtpünktchen

FG 8x30 - hell, es tauchen etwa 5-6 Sterne aus einem nebligen Hintergrund auf

FG 10x50 - auf Stativ - indirekt sehr auffällig als leicht grieselige Verdichtung erkennbar, direkt sind einzelne Sterne erkennbar - der Haufen wirkt leicht länglich NO-SW verzogen

Messier 50

M 51

KS

CVn

13h29m53s

+47°11'43"

Größe 11,2' x 6,9'

Gesamt-Helligk. 8m4

Flächenhelligk. 13m1

M 51 und NGC 5195 bilden eine Doppel-Galaxie - William Parsons beobachte erstmals an M 51 eine Spiralstruktur, welcher er den heute noch gültigen Namen Whirlpool-Galaxy gab - vor der engen Begegnung mit NGC 5195 war M 51 vermutlich eine normale blasse Spirale - M 51 hat eine hohe Flächenhelligkeit und verträgt höhere Vergrößerungen sowie aufgehellten Himmel

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x20auf Stativ - indirekt als schwacher diffuser Schimmer erkennbar - die drei Sterne nördlich und nordöstlich haben gut geholfen bei der Orientierung

FG 8x30 - M 51 wirkt zunächst wie ein Kugelsternhaufen, bei konzentrierter Beobachtung ist eine Birnenform zu erkennen, die sich in Richtung Begleiter NGC 5195 verjüngt - der Begleiter ist aber nicht als eigenständiges Objekt oder Peak wahrnehmbar - bei einer anderen Beobachtung fiel mir die 3:2 Elongation erstaunlicherweise sofort auf

FG 8x40 - direkt gerade noch erkennbar, indirekt auffällig - runder, gleichmäßiger Nebel

FG 10x50 auf Stativ - das Paar um M 51 zeigt sich als auffälliger zusammenhängender Nebel mit Helligkeitszunahme zum Süden hin 

Messier 51

M 52

OS

Cas

23h24m48s

+61°35'35"

Größe 13' x 13'

Gesamt-Helligk. 6m9

Flächenhelligk. 8m2

Charles Messier gelang die Entdeckungen dieses schönen Sternhaufens 1774 bei der Verfolgung eines Kometen - M 52 ist ähnlich wie M 11 einer der sternreichsten Messierhaufen - die Dichte im Kern des rund 6.000 Mitglieder umfassenden Haufens beträgt 1,5 Sterne pro Kubiklichtjahr - bei der Altersangabe gehen die Quellen weit auseinander zwischen 25 und 165 Mio. Jahren, am wahrscheinlichsten ist, dass M 52 in zwei zeitlich getrennten Sternentstehungsschüben entstanden ist

Bild rechts: CCD-Guide - Christoph Kaltseis

FG 6x20 - Vorstadthimmel - etwas schwer zu halten, ein sehr diffuser Nebel - musste das 10x42 herausholen um die Sichtung abzusichern - NGC 663 unweit in Cassiopeia ist wesentlich auffälliger

FG 8x20 auf Stativ - direkt als schwacher nebliger Fleck unterhalb an einem Stern klebend erkennbar - indirekt besehen sehr auffällig im Umfeld erkennbar

FG 8x30 - ein auffällig heller Fleck trotz reichem Sternumfeld - der gleichmäßig gefüllte OS wirkt leicht körnig - am westlichen Rand steht ein auffälliger 8 mag heller Stern

FG 8x40 - runder, diffuser, gleichmäßiger Nebel - am westlichen Rand ein hellerer Stern

FG 10x50 auf Stativ - sofort sichtbar als leichte diffuse kleine Aufhellung im südlichen Teil des Trapezes, diese Aufhellung läuft diffus nach SO aus, der Anblick erinnert entfernt an Hubbles Veränderlichen Nebel

Messier 52

M 53

KS

Com

13h12m55s

+18°10'05"

Größe 12' x 12'

Gesamt-Helligk. 7m5

750.000 SM

ein kompakter und gut konzentrierter KS des äußeren Halos der Milchstraße - der Haufen ist relativ weit entfernt, in Wirklichkeit ist er ein recht großer und heller KS, er ist sogar größer und massereicher als M 13 - der Haufen benötigt rund 1 Mrd. Jahre für einen Umlauf um das Zentrum und kommt aktuell mit 70 km/s auf uns zu 

Bild rechts: CCD-Guide - Markus Blauensteiner

FG 8x30 - ein auffälliger Nebelfleck - direkt zu sehen und etwas konzentriert

FG 8x40 - Vorstadthimmel - relativ kleine Aufhellung, zur Mitte leicht heller werdend

FG 10x50 auf Stativ - der KS ist direkt gut sichtbar schwache flächige Aufhellung - indirekt besehen wird er zur Mitte leicht heller

Messier 53

M 54

KS

Sgr

18h55m03s

-30°28'47"

Größe 12' x 12'

Gesamt-Helligk. 7m2

1,5 Mio. SM

der KS ist eine große Ausnahme im Messier-Katalog, denn er gehört nicht zur Milchstraße, sondern zur Zwerg-Galaxie SagDEG - diese 8° x 3° große Galaxie wurde erst 1994 durch Sterndichte-Untersuchungen gefunden und steht noch näher zu uns als die Magellanschen Wolken - außer M 54 gehören noch Arp 2, Terzan 7 und 8 sowie Palomar 12 zu SagDEG - M 54 gilt trotz seiner Größe wegen seiner Entfernung als schwächster KS im Messier-Katalog

Bild rechts: Capella Observatory - Bildautoren R. Sparenberg, S. Binnewies, V. Robering

FG 8x30 - Voralpenhimmel - knapp direkt zu sehen, sehr klein und nur mit Mühe von Stern zu unterscheiden

FG 8x40 - Vorstadthimmel - relativ kleine Aufhellung, zur Mitte leicht heller werdend

FG 10x50 auf Stativ - der KS ist direkt gut sichtbar schwache flächige Aufhellung - indirekt besehen wird er zur Mitte leicht heller

Messier 54

M 55

KS

Sgr

19h40m00s

-30°57'53"

Größe 19' x 19'

Gesamt-Helligk. 6m3

250.000 SM

ein KS der galaktischen Aufwölbung, der sich nie weiter als 20.000 Lichtjahre vom galaktischen Zentrum entfernt - der Haufen ist der am wenigsten konzentrierte im Messierkatalog, was mit den vielen engen Passagen zum Kern der Milchstraße erklärt wird, bei denen M 55 viele Sterne verloren hat

Bild rechts: CCD-Guide - Herbert Walter

FG 8x30 - Voralpenhimmel - trotz sehr niedrigem Stand hell und auffällig - direkt zu sehen als große, diffuse Fläche, kaum konzentriert

FG 10x50 auf Stativ - der KS zeigt sich trotz nur noch ca. 8° über dem Horizont und starker Aufhellung als matter großer Fleck - direkt gut sichtbar, auch wenn er sich von der Helligkeit nur wenig vom Himmelshintergrund unterscheidet

Messier 55

M 56

KS

Lyr

19h16m36s

+30°11'00"

Größe 8,8' x 8,8'

Gesamt-Helligk. 8m3

200.000 SM

ein wenig konzentrierter KS mit einem Drittel der Masse von M 13 - nur M 55 und M 71 sind weniger konzentriert - der KS hat eine exzentrische Bahn um das galaktische Zentrum und durchdringt aktuell die galaktische Scheibe

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 6x20 - der Nebel blinkt herein mit indirektem Sehen, ein ähnlicher Seheindruck wie bei der Beobachtung von Galaxien die mit dem jeweiligen Gerät an der Wahrnehmungsgrenze sind - mit 10x42 die Lage überprüft und bestätigt - die Sichtung dieses Kugelsternhaufens im Mini-Fernglas war unerwartet und das Highlight der Nacht

FG 8x20 auf Stativ - direkt knapp sichtbar, indirekt ein schöner kleiner Nebelhauch, der Anblick ähnelt dem einer schwachen Galaxie - nordwestlich von M 56 ist eine Sternkette auffällig, die sich über ein Gebiet von 60' x 30' erstreckt und wie eine 7 ausschaut

FG 8x30 - der OS kann zwar knapp direkt gesehen werden, wirkt aber sehr klein - aufgelegt erscheint direkt westlich von M 56 ein schwacher 10 mag heller Stern

FG 8x40 - indirekt recht gut als runder, kondensierter Nebel erkennbar

FG 10x50 auf Stativ - der KS ist direkt auffällig und zur Mitte hin heller werdend mit einem fast stellarem Zentrum - Sterne oder Granulation sind nicht erkennbar

Messier 56

M 57

PN

Lyr

18h50m02s

+35°14'35"

Größe 0,3' x 0,3'

Gesamt-Helligk. 8m8

Zentralstern 14m7

einer der populärsten PN mit hoher Flächenhelligkeit, der sich schon bei aufgehelltem Himmel beobachten lässt - er ist etwa 10.000 Jahre alt und hat eine relativ hohe Expansionsgeschwindigkeit von 50 km/s - der Zentralstern soll variabel sein und schwer beobachtbar - der PN besitzt noch einen nur fotografisch sichtbaren sehr schwachen äußeren Halo, der rund 2,5 Lichtjahre groß ist

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 6x20 - Vorstadthimmel - ungefiltert ist der Nebel nicht wirklich identifizierbar im Sternumfeld, mit UHC-S vor den Objektiven ebenfalls nicht - aber mit [OIII] vor den Objektiven sticht M 57 stellar heraus und kann mit indirektem Sehen gehalten werden - dies trotz relativ schlechter Himmelstransparenz, mit einer Milchstraße, die im Zenit nur im Hals des Schwans erahnbar ist

FG 8x20 auf Stativ - direkt knapp stellar sichtbar, indirekt eindeutiger - der PN bildet ein flaches Dreieck mit zwei Sternen nördlich

FG 8x30 - freihändig ist ein heller, direkt sichtbarer Stern zu sehen - aufgelegt wirkt der Stern bei konzentrierter Beobachtung weniger stellar als umgebene Sterne ähnlicher Helligkeit - eine Fläche kann aber nicht ausgemacht werden

FG 8x40 - stellar, indirekt recht gut sichtbar - genaue Aufsuchkarte wird dringend empfohlen, da sich ähnlich helle Sterne in unmittelbarer Umgebung befinden

FG 10x50 auf Stativ - der PN ist direkt deutlich zu erkennen, er wirkt leicht flächig bzw. die Helligkeit wirkt auf eine größere Fläche verteilt, als bei einem Stern üblich

Messier 57

M 58

Gx

Vir

12h37m44s

+11°49'05"

Größe 6' x 5'

Gesamt-Helligk. 9m6

Flächen-Helligk. 13m0

eine von 4 Balkenspiral-Galaxien des Messier-Kataloges - eine Liner-Galaxie mit aktivem Kern und rund 300 Mrd. Sonnenmassen

Bild rechts: CCD-Guide, Harald Strauß

FG 8x30 - relativ schwach, aber sicher indirekt zu sehen, direkt östlich eines 8 mag Sterns

FG 10x50 - auf Stativ - indirekt als matter diffuser Schimmer erkennbar, aber nicht so hell wie  M 60

Messier 58

M 59

Gx

Vir

12h42m02s

+11°38'49"

Größe 75,4' x 3,7'

Gesamt-Helligk. 9m6

Flächen-Helligk. 12m5

eine elliptische Galaxie - der helle Kern mit einem Durchmesser von 200 Lichtjahren rotiert entgegengesetzt zum Rest der Galaxie - im Kern wird ein schwarzes Loch vermutet

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x30 - relativ schwer, für Sekunden zu halten, nordwestlich steht ein schwacher Stern 10. Größenklasse

FG 10x50 - auf Stativ - indirekt ein schwacher diffuser Schimmer 


M 60

Gx

Vir

12h43m40s

+11°33'09"

Größe 7,4' x 6'

Gesamt-Helligk. 8m8

Flächen-Helligk. 12m8

M 60 ist die östlichste Messier-Galaxie des Virgo-Haufens, eine strukturlose elliptische Galaxie - im Zentrum befindet sich vermutlich ein schwarzes Loch mit 4,5 Mrd. SM und damit wäre es 1000 mal so massereich wie das schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße - nur 2,5' nordwestlich steht die Balkenspirale NGC 4647

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x30 - ein einfaches Ziel - als runde Fläche zu sehen

FG 10x50 - auf Stativ - indirekt einfach - ein schwacher diffuser Nebel, der zur Mitte leicht heller wird - Zentrum quasistellar

 

Messier 60

M 61

Gx

Vir

12h21m55s

+04°08'25"

Größe 6,5' x 5,8'

Gesamt-Helligk. 9m6

Flächen-Helligk. 13m4

die M 61-Galaxiengruppe enthält unter anderem NGC 4517, 4527 und 4536 und ist Teil des Virgo-II Galaxien-Komplexes - im Zentrum der Balkenspiral-Galaxie existiert ein junges Sternentstehungsgebiet - in den innersten 10 Lichtjahren um das Zentrum koexistiert ein Supersternhaufen mit 100.000 Sternen - die große Anzahl von Sternentstehungsgebieten und HII-Regionen deutet auf die Wechselwirkung mit einer weiteren Galaxie hin 

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x30 zwar schwer, aber sicher als stellare Aufhellung zu erkennen

FG 10x50 - auf Stativ - indirekt zeigt sich ein homogen heller Nebelfleck, direkt ist kaum etwas wahrnehmbar

Messier 61

M 62

KS

Oph

17h01m13s

-30°06'44"

Größe 15' x 15'

Gesamt-Helligk. 6m7

200.000 SM

der KS steht hinter dem galaktischen Zentrum und gehört zu den Objekten der Aufwölbung - für die unregelmäßige Form werden die gravitativen Wirkungen des galaktischen Zentrums verantwortlich gemacht

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x20 - auf Stativ - leicht aufgehellter Horizont - kläglich gescheitert trotz Vergleichsbeobachtung mit einem FG 16x70

FG 8x30 - der KS ist als kleine, aber helle Aufhellung zu sehen

FG 8x42 - Namibia - direkt und auffällig als runder kleiner Nebel zu sehen - sehr helles Zentrum 

FG 10x50 - auf Stativ - aufgehellter Horizont - M 62 ist trotzdem einfach als kleiner nebliger Fleck erkennbar 

FG 15x45 – bildstabilisiert - Vorstadthimmel - ein kleiner nebliger Fleck, etwas mehr als die Hälfte der Größe des knapp 4° nördlich stehenden M 19 - im randscharfen Gesichtsfeld von 4,5° sind die zwei Kugelsternhaufen zusammen zu sehen - sehr schön

Messier 62

M 63

Gx

CVn

13h15m49s

+42°01'45"

Größe 13' x 8'

Gesamt-Helligk. 8m6

Flächen-Helligk. 13m5

Sunflower-Galaxy - ungewöhnlich und namensgebend sind die vielen knötchenartigen Verdichtungen in den Armen, deren Aussehen an kleine Blättchen einer Sonnenblume erinnern - die Galaxie hat einen sehr aktiven Kern - wir sehen sie im Neigungswinkel von 65° - im Raum bildet die Galaxie eine Gruppe mit M 51, sie hat aber selbst keinen Begleiter - eine lichtschwache Sternspur deutet aber auf eine frühere Einverleibung einer Zwerg-Galaxie hin 

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x20 - auf Stativ - ein zartes schwaches Nebelfähnchen östlich von einem indirekt erkennbaren Stern - homogen hell

FG 8x30 - als schwache Aufhellung direkt östlich neben ein 9.5 mag hellen Stern zu sehen

FG 8x40 - M 63 ist indirekt gut erkennbar, gleichmäßig hell, oval

FG 10x50auf Stativ - die Galaxie ist schön sichtbar und deutlich elongiert - am Westrand ist eine stellare Aufhellung erkennbar

Messier 63

M 64

Gx

Com

12h56m44s

+21°40'58"

Größe 10,3' x 5'

Gesamt-Helligk. 8m5

Flächen-Helligk. 12m4

Black Eye Galaxy - eine Besonderheit ist der nördliche Absorptionsfleck mit 5.000 Lichtjahren Größe, eine Struktur aus Dunkelwolken - der Kern und alle Sterne der Spiralarme bewegen sich entgegengesetzt zur äußeren Gashülle

Bild rechts: CCD-Guide - Thomas Henne

FG 8x30 - direkt sichtbar und auffällige Aufhellung - die Galaxie ist  fast rund mit leichter Konzentration zur Mitte hin

FG 8x40 - M 64 wirkt eher rundlich & gleichmäßig hell, indirekt einfach sichtbar

FG 10x50auf Stativ - die Galaxie ist gut sichtbar innerhalb eines Trapezes, das aus 5 Sternen gebildet wird - sie ist hell und kompakt, im Zentrum sind Helligkeitsunterschiede wahrnehmbar

Messier 64

M 65

Gx

Leo

11h18m56s

+13°05'32"

Größe 9,8' x 2,9'

Gesamt-Helligk. 9m3

Flächen-Helligk. 12m4

eine Spiral-Galaxie mit 74° Neigung - das Zentrum ist umgeben von älteren gelben Sternen und eng geschwungenen Spiralarmen mit markanten Staubstreifen - die 20' östlich stehende Galaxie M 66 ist ein physischer Begleiter und nur 190.000 Lichtjahre entfernt, aber eine gegenseitige Beeinflussung ist nicht erkennbar

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x30 - kleiner und schwächer als M 66, noch knapp direkt und problemlos zu sehen

FG 8x40 - Vorstadthimmel - nicht gesehen

FG 10x50auf Stativ - M 65 ist direkt sichtbar, aber nur leicht NS-elongiert

Messier 65

M 66

Gx

Leo

11h20m15s

+12°59'29"

Größe 9,1' x 4,2'

Gesamt-Helligk. 8m9

Flächen-Helligk. 12m5

die hellste Galaxie der Leo-Triplett-Gruppe mit M 65 und NGC 3628 - sie hat deutliche Störungen - wahrscheinlichster Kandidat für diese Deformation ist NGC 3628 nördlich - aus dem hellem kurzen Balken setzen Spiralarme an

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x30 - hellste Galaxie des Trios - direkt zu sehen, die Elongationsrichtung kann erahnt werden

FG 8x40 - indirekt gut sichtbar, oval, gleichmäßig hell - Messier 66 stand ca. 30° hoch über dem Horizont

FG 10x50auf Stativ - die Galaxie ist direkt sehr auffällig, sehr groß und leicht SO-NW-elongiert

Messier 66

M 67

OS

Cnc

08h51m18s

+11°48'00"

Größe 25' x 25'

Gesamt-Helligk. 6m9

Flächen-Helligk. 9m7

dieser prachtvolle Haufen ist mit 3,7 Mrd. Jahren einer der ältesten - sein Alter verdankt er dem großen Abstand von der galaktischen Ebene - er enthält viele Rote Riesen und auffällig viele Doppelsterne sowie blue straggler - diese "Blauen Vagabunden" passen eigentlich nicht in das Schema so alter Haufen - insofern gilt M 67 als Präzedenzfall, der uns Hinweise darauf gibt, dass die blue straggler wahrscheinlich das Resultat verschmolzener Doppelsterne sein müssen

Bild rechts: CCD-Guide - Bernhard Hubl

FG 4x12 - Vorstadthimmel - kann als zartes Wölkchen gehalten werden

FG 6x20 - Vorstadthimmel - ein ovales Wölkchen, deutlich SW-NO gestreckt etwa im Seitenverhältnis 1:2 – am nordöstlichen Ende kann ein einzelner Stern (Vordergrundstern?) gehalten werden und scheint leicht orange zu sein

FG 8x20 - auf Stativ - ein länglicher NO-SW ausgedehnter Nebel - der fleck wirkt nach SW ein wenig aufgewölbt - ein heller Stern im NO und ein schwächerer im SW sind erkennbar

FG 8x30 - auffällig und direkt zu sehen - eine diffuse leicht Nordsüd elongierte Aufhellung, die auf einem 8 mag hellen Stern SW aufsitzt - aus Nebel blitzen erste Sterne heraus

FG 8x40 - M 67 ist als ovale Aufhellung erkennbar - nicht auflösbar - am Rand ein auffälliger Stern

FG 10x50 - auf Stativ - ein heller länglicher Nebel mit einer etwas helleren Südkante - leichte Granulation im Süden, im Norden etwas diffuser - zwei Sterne im SW können aufgelöst werden - insgesamt schön anzusehen


M 68

KS

Hya

12h39m28s

-26°44'39"

Größe 11' x 11'

Gesamt-Helligk. 7m6

Ausdehnung 120 Lj.

der KS liegt weit außerhalb der Milchstraßenscheibe - ein typischer Vertreter des galaktischen Halos - auf seiner extrem exzentrischen 500 Mio. Jahre für einen Umlauf dauernden Bahn beträgt der größte Abstand zum galaktischen Zentrum rund 100.000 Lichtjahre - der Haufen ist einer der am wenigsten konzentrierten aller Messier-Kugelsternhaufen

Bild rechts: CCD-Guide - Daniel Verschatse

FG 8x30 - sehr klein, aber knapp flächig zu sehen

FG 8x42 - Namibia - auffällig als runder kleiner Nebel zu sehen - zur Mitte deutlich heller 

FG 10x50 - auf Stativ - aufgehellter Horizont - keine Chance (im 16x70 dagegen relativ einfach)

Messier 68

M 69

KS

Sgr

18h31m23s

-32°20'53"

Größe 7' x 7'

Gesamt-Helligk. 7m8

200.000 SM

der Haufen steht 5.000 Lichtjahre hinter dem galaktischen Zentrum und 5.000 Lichtjahre unter der galaktischen Ebene - er ist ein KS der galaktischen Aufwölbung und verlässt diese nie - sein Alter beträgt 14 Mrd. Jahre und er ist relativ metallreich für einen KS

Bild rechts: Capella Observatory - Fotografen R. Sparenberg, S. Binnewies, V. Robering

FG 8x30 - Voralpenhimmel - FG aufgelegt - der KS zeigt sich zusammen mit einem Stern knapp direkt wie ein enger Doppelstern, der nur mit Mühe getrennt werden kann - die südöstliche Komponente als Messier KS erscheint nur leicht diffus gegenüber dem stellaren Nachbarstern

FG 8x42 - Namibia - zunächst unklar, da nur stellar und nicht wie angenommen neblig, evtl. auch erschwert durch das freihändige halten des Fernglases - erst beim Blick in eine genaue Karte und dann im Fernglas einfach zu identifizieren und direkt zu sehen - steht neben einem helleren Stern 

Messier 69

M 70

KS

Sgr

18h43m13s

-32°17'32"

Größe 7,8' x 7,8'

Gesamt-Helligk. 7m8

200.000 SM

M 70 ist uns kaum näher als M 69 und entfernt sich mit 200 km/s von uns - seine Bahn verlässt nie die galaktische Aufwölbung und starke Gezeitenkräfte wirken auf ihn - der Kernbereich ist sehr dicht mit Sternen gepackt und er gehört zu den 20% aller KS, bei denen die Zentralregion unter der eigenen Gravitation zusammengebrochen und auf besonders kleinem Raum verdichtet ist

Bild rechts: Capella Observatory - Fotografen R. Sparenberg, S. Binnewies, V. Robering

FG 8x30 - Voralpenhimmel - relativ schwer sichtbar - die stellare Aufhellung wirkt nur aufgelegt etwas diffus

FG 8x42 - gut als runder Nebel zu erkennen - stellares sehr helles Zentrum - steht bei zwei hellen Sternen

Messier 70

M 71

KS

Sge

19h53m46s

+18°46'45"

Größe 6' x 6'

Gesamt-Helligk. 8m2

40.000 SM

der KS ist kein Objekt des galaktischen Halos und aufgrund der lockeren Struktur ist die Zuordnung zu den KS umstritten, denn sowohl das Farbenhelligkeitsdiagramm als auch das Fehlen von RR Lyra-Sternen und die hohe Metallizität der Sterne unterstützen diese Klassifikation nicht - sein geschätztes Alter von 12 Mrd. Jahren spricht allerdings wieder dafür

Bild rechts: CCD-Guide - Bernhard Hubl

FG 8x20 auf Stativ - indirekt als sehr schwacher Schimmer erkennbar, zur Mitte hin leicht heller werdend - direkt verschwindet der KS fast vollständig - eine Dreier-Sternkette westlich hat bei der Orientierung geholfen

FG 8x30 - kaum auffälliger Fleck, der etwas schwächer ist als M 27, aber ähnlich groß wirkt - nicht auflösbar - er steht direkt erstlich neben einer auffälligen Sternkette

FG 8x40 - schwache, rundliche Aufhellung mit leicht hellerem Zentrum

FG 10x50auf Stativ - der KS ist direkt gut erkennbar, indirekt heller und nicht mehr ganz homogen hell, sondern schon leicht gemottelt - die Ränder wirken sehr diffus - westlich von M 71 ist eine schöne Sternkette aus 4 Sternen auffällig 

Messier 71

M 72

KS

Aqr

20h53m28s

-12°32'14"

Größe 6,6' x 6,6'

Gesamt-Helligk. 9m2

200.000 SM

einer der entferntesten Messier-KS - er befindet sich hinter dem galaktischen Zentrum - seine Bahn um den Kern der Galaxis verläuft retrograd, deswegen gibt es Spekulation, dass der KS von einer anderen Galaxie stammt, die von der Milchstraße eingefangen wurde und in mit ihr verschmolzen ist

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x20 - indirekt ist kleine kompakte zarte Aufhellung erkennbar, das Wort Aufhellung ist vielleicht schon etwas zuviel des Guten

FG 8x30 - freihändig ist an der Stelle ein schwacher Doppelstern zu erkennen, dessen westliche Komponente leicht diffus wirkt

FG 8x30 - Voralpenhimmel - relativ schwer zu sehen, freihändig stellar, unter Auflegen erscheint ein schwacher Doppelstern, dessen westliche Komponente diffuser wirkt - sehr klein, indirekt aber eindeutig zu sehen

FG 10x50auf Stativ - nordwestlich eines 9.5 mag hellem Sterns ist der KS indirekt gut zu erkennen - leicht nebliger Eindruck

Messier 72

M 73

SM

Aqr

20h59m00s

-12°37'48"

Größe 1,2' x 1'

Gesamt-Helligk. 9m7

4 Mitglieder

eines der obskuren Messierobjekte - Messier sah einen Haufen von 4 schwachen Sternen, der auf den ersten Blick einem Nebel ähnelt und etwas Nebel enthält - in der weiteren Geschichte gab es viele Konfusionen - selbst Per Collinder verwechselte M 73 und M 72 in gut 1° Abstand - astrophysikalisch scheiden sich die Geister, am wahrscheinlichsten ist, dass es sich lediglich um eine Projektion von unterschiedlich weit entfernten Sternen handelt, also ein Sternmuster

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x20 auf Stativ - drei Sterne gut 13' westlich von M 73 mit Helligkeiten zwischen 7.4 und 9.3 mag, die eine NS-ausgerichtete Kette bilden, helfen bei der Orientierung - der schwächste südliche Stern der Dreierkette ist indirekt gerade so erkennbar, M 73 östlich davon leider nicht

FG 8x30 - Voralpenhimmel - aufgelegt ist ein schwacher Doppelstern in Nordsüd-Ausrichtung zu sehen, der ohne Auflage diffus wirkt, schwer zu trennen

FG 10x50auf Stativ - M 73 zeigt sich indirekt stellar und leicht unscharf … unter leicht aufgehelltem Himmel reicht das gleiche Fernglas allerdings nicht mehr, wie ich bei anderer Gelegenheit erfahren musste

Messier 73

M 74

Gx

Psc

01h36m42s

+15°47'00"

Größe 10,5' x 9,5'

Gesamt-Helligk. 8m5

Flächen-Helligk. 14m4

eine Grand-Design-Spirale mit vielen Sternentstehungsgebieten und HII-Regionen und rund 300 Mrd. Sonnenmassen - die ovale Struktur im Kern deutet auf einen Balken hin - M 74 gilt als schwieriges Messierobjekt für die visuelle Beobachtung - hier ist die Qualität des Himmels entscheidend

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x20 auf Stativ - mit Streulichtabschirmung, field sweeping und etwas Geduld zeigt sich indirekt ein kleines leicht elongiertes schwaches Nebelfleckchen - der Fleck kann, einmal erkannt, auch länger gehalten werden

FG 8x30 - schwer zu sehen - aufgelegt taucht eine indirekt zwar ständig zu haltende mittelgroße Fläche auf, die aber kaum auffällig ist

FG 8x30 - Voralpenhimmel - schwieriges Objekt, freihändig mehrfach jeweils für Sekunden sichtbar, mittelgroße, strukturlose Fläche

Messier 74

M 75

KS

Sgr

20h06m05s

-21°55'20"

Größe 6,8' x 6,8'

Gesamt-Helligk. 8m6

500.000 SM

der zweit entfernteste KS im Messierkatalog - er steht derzeit 40.000 Lichtjahre hinter dem galaktischen Zentrum unterhalb der Ebene

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x20 - auf Stativ - leicht aufgehellter Himmel - indirekt wie ein schwaches Faststernchen - hart an der Grenze zur Sichtbarkeit

FG 8x30 - zwar knapp direkt zu sehen, aber wenig auffällig - der sehr kleine Fleck weist ein helles Zentrum auf

FG 8x30 - Voralpenhimmel - direkt zu sehen - freihändig stellar, aufgelegt wirkt der Kugelsternhaufen leicht diffus, sehr klein aber einfach

FG 10x50auf Stativ - der KS zeigt sich relativ einfach östlich einer markanten und schön geschwungenen Sternkette, aber der KS selbst ist kein Burner - direkt besehen wirkt er wie ein unscharfer Stern, indirekt ist er ein nebliger Fleck mit relativ hellem Zentrum

Messier 75

M 76

PN

Per

01h42m20s

+51°34'31"

Größe 1,4' x 0,7'

Gesamt-Helligk. 10m1

Zentralstern 15m9

kleiner Hantelnebel - der hellere Kernbereich "Korken" misst 1,4' × 0,7' - der etwas schwächere äußere Teil ist doppelt so groß - ganz außen herum befindet sich ein Halo aus Gasmaterial (Ausdehnung 4,8' bzw. 21 Lichtjahre) - M 76 ist Messiers schwächster PN, aber ein Objekt, das viele Details offenbart

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

FG 8x20 - mit Aufsuchkarte - auf Stativ - neben dem 6m7 hellen HD10498 ost-südöstlich diente auch der 9' west-südwestlich stehende 9m5 helle HD 10243 als Orientierungshilfe - dreimal habe ich gemeint, den PN an der entsprechenden Stelle aufblitzen zu sehen, die Sichtung war aber nicht beliebig wiederholbar - unsicher

FG 8x30 - zwar sehr schwer, aber selbst freihändig indirekt ständig als stellare Aufhellung zu halten

FG 8x30 - Voralpenhimmel - sehr schwer aber sicher sichtbar, südlich stehender 10,3 mag Stern ist sicher indirekt, der westlich stehende 9.5 mag Stern direkt zu sehen - der PN selbst ist als schwache, flächige Aufhellung, die jeweils für Sekunden gehalten werden kann

FG 8x40 - nicht gesehen

FG 10x50auf Stativ - der kleine Hantelnebel ist direkt gerade so erkennbar, indirekt wird es besser, aber der Lichtfleck bleibt matt und ohne echte Konturen 

Messier 76

M 77

Gx

Cet

02h42m41s

-00°00'48"

Größe 7,1' x 6'

Gesamt-Helligk. 8m9

Flächen-Helligk. 13m2

die hellste und nächst gelegene Seyfert-Galaxie mit einem äußerst aktiven Kern - um diesen Kernbereich herum befindet sich ein 0,7' großer Starburst-Ring, in dem aktuell extrem viele neue Sterne entstehen - M 77 ist von einem geheimnisvollen ultravioletten Glühen umgeben, das durch die Galaxie umgebende Gas- und Staubwolken erzeugt wird, welche das starke UV-Licht aus dem aktiven Kern der Galaxie stärker streuen als das langwelligere Licht - die gesamte Galaxie ist von einem riesigen Außenbereich umgeben, der allerdings nur auf Fotos sichtbar wird

Bild rechts: CCD-Guide - Bernhard Hubl

FG 8x30 - schwach - sitzt am südwestlichen Ende einer schwachen Sternkette, die wiederum in einem auffälligen Sterntrapez steht - zwar ist die Galaxie knapp direkt als Aufhellung zu sehen, sie wirkt aber sehr klein und ist nur schwer von einem Stern zu unterscheiden

FG 8x30 - Voralpenhimmel - trotz niedrigem Stand ist eine kleine, diffuse Fläche indirekt knapp zu halten, relativ schwer zu sehen

FG 10x42 - stabilisiert - Vorstadthimmel, 30° Horizonthöhe - der nahe δ Cet macht das Auffinden leicht - die Galaxie ist durchaus auffallend als nicht-stellares Objekt - mit zwei Sternen 9. Magnitude in nordwestlicher Richtung bildet sie eine gleichmäßige Kette von gleich hellen Objekten 


M 78

GN

Ori

05h46m47s

+00°00'50"

Größe 8' x 6'

Gesamt-Helligk. 8m0

Größe 3 Lj.

M 78 gehört zum großen Orion-Nebelkomplex und ist nur eine kleine beleuchtete Insel der großen Orion-B-Molekülwolke - das ist der einzige Reflexionsnebel im Messierkatalog - neben M 78 gibt es weitere kleine helle Nebel, wobei NGC 2024 südlich der hellste ist

Bild rechts: Marcel Drechsler

FG 8x20 - auf Stativ - indirekt als kleiner matter Fleck erkennbar

FG 8x30 - problemlos als kleiner, diffuser Fleck auszumachen

FG 8x40 - recht kompakte, diffuse Aufhellung - direkt gerade noch erkennbar

FG 10x42 - ein auffälliges kleines Nebelbällchen - nicht ganz rund, es scheint nach Osten hin eingedellt zu sein

FG 10x50auf Stativ - direkt gut erkennbar und größte Helligkeitskonzentration nördlich im Nebel - indirekt nehme ich immer eine stellare Aufhellung im Nebel wahr

Messier 78

M 79

KS

Lep

05h24m11s

-24°31'27"

Größe 9,6' x 9,6'

Gesamt-Helligk. 7m7

400.000 SM

der KS hat etwa 900.000 Sterne, darunter eine große Anzahl von sehr blauen Sternen - das Alter des Haufens wurde ermittelt mit 16 bis 18 Mrd. Jahren, was ein Widerspruch zum Alter des Universums und den Wissenschaftlern natürlich bekannt ist - der KS ist vermutlich der Überrest einer einverleibten Zwerg-Galaxie

Bild rechts: Capella Observatory - Fotograf Dietmar Böcker

FG 8x20 - auf Stativ - aufgehllter Himmel - der KS blitzt indirekt ab und an wie ein kompakter leicht verschwommener Stern auf, der 8m7 helle Stern gut 9' südlich hilft bei der Orientierung

FG 8x30 - als kleiner, diffus wirkender Fleck zu sehen

FG 10x42 - ein auffälliges, homogen helles Nebelbällchen - sehr klein, geschätzt 1' Durchmesser, das ist wohl der flächenhelle innere Kern des eigentlich wesentlich größeren Kugelsternhaufens

FG 10x50 - auf Stativ - aufgehellter Horizont - direkt quasistellar, indirekt kompakter Eindruck - M 79 wirkt genauso hell wie der 8m7 helle Stern knapp südlich 

Messier 79

M 80

KS

Sco

16h17m02s

-22°58'34"

Größe 10' x 10'

Gesamt-Helligk. 7m3

400.000 SM

der KS ist sehr leuchtkräftig mit einer immens großen Sterndichte im Zentrum - 50% des Haufens sind innerhalb von 12 Lichtjahren Durchmesser konzentriert - insgesamt hat er rund 100.000 Sterne - Alter und Metallizität sprechen für einen extragalaktischen Ursprung, der KS entstammt vermutlich einer Zwerggalaxie, die unsere Galaxie sich vor langer Zeit einverleibt hat

Bild rechts: CCD-Guide - Daniel Verschatse

FG 8x20 - auf Stativ - aufgehellter Horizont - nichts zu machen, ich sehe zwar etwas, aber das könnten auch zwei der drei Sterne in der Nähe sein

FG 8x30 - deutlich kleiner als M 4, aber dafür heller

FG 10x42 - ein durchaus auffälliges aber winziges Wattebällchen - das ist wohl nur der Kern des eigentlich 10'x10' großen Kugelsternhaufens - schön zusammen mit M 4 im 6,5° Gesichtsfeld

FG 10x50 - auf Stativ - ein kleines nebliges Faststernchen - indirekt blitzen nordöstlich und südwestlich von diesem Fleckchen zwei Feldsterne auf

Messier 80