Berkeley Offene Sternhaufen

Der Berkeley-Katalog umfasst 104 Sternansammlungen, die durch verschiedene Astronomen der "University of California at Berkeley" bei der Durchmusterung der POSS-Platten entdeckt wurden. Die Astronomen Gosta Lynga und Jiri Alter fassten deren Ergebnisse 1958 in einem Katalog zusammen, den  "Catalogue of Star Clusters and Associations" (CoSCaA).

Die Liste umfasst viele sehr alte und teilweise auch weit entfernte Sternhaufen. Berkeley 17 gilt mit einem geschätzten Alter von 10,7 Mrd. Jahren als der aktuell älteste bekannte Sternhaufen. Berkeley 29 ist mit einer Entfernung von 48.500 Lichtjahren einer der entferntesten bislang entdeckten Sternhaufen in unserer Galaxis.

Von den hier aufgeführten Sternhaufen sind 21 Objekte auch in anderen Katalogen enthalten, fünf haben eine NGC-Nummer (NGC 1798, 6749, 6791, 6827 und 7423) und ein IC-Objekt (IC 1310) ist auch dabei.

Berkeley 42 (NGC 6749) ist zudem kein Sternhaufen, sondern ein Kugelsternhaufen.

 

Für alle, die sich ebenfalls an Berkeley-Sternhaufen probieren wollen, lohnt sich sicher ein Blick auf den Guide incl. Aufsuchkarten & DSS-Ausschnitten:

Download
Berkeley-Guide.pdf
Adobe Acrobat Dokument 39.8 MB


Nachfolgend geben wir einen Überblick über alle bislang von uns beobachteten Berkeley-Sternhaufen:

 

Allgemeine Beschreibungen haben wir im weißen Text zusammengefasst. 

 

Die eigenen Beobachtungen sind grau unterlegt.

Die Öffnungen sind entsprechend der Schwierigkeit - leicht - mittel - schwer - nicht gesehen - farbig markiert.

 

Bei den Bildquellen handelt es sich, sofern nicht anders vermerkt, um SDSS-/DSS-Bilder (Quellen: Aladin oder WikiSky). Bei abweichenden Bildautoren erfolgt die Nennung der Bildautoren in der allgemeinen Beschreibung.

Bildausrichtung: Norden ist jeweils oben und Osten links, wenn es nicht anders beschrieben wird.


Be 1

Cas

00h49m41s

+60°28'42"

Größe 5' x 5'

hellster Stern --

Entfernung 7.900 Lj.

Mitglieder 10

12" Spiegel - bei 110-fach sind indirekt die helleren Sterne erkennbar, die sich wie ein Kranz um den Haufen ziehen - bei 160-fach sind die Kranzsterne direkt sichtbar - der Haufen/Kranz scheint nach Südwesten schwächer zu sein - im Zentrum werden lediglich 3 schwächere Sterne sichtbar -  auch bei 200-fach ist der Sternenkranz markant und indirekt blitzen innerhalb immer wieder 5-6 stellare Aufhellungen auf, die aber nicht wirklich lokalisiert werden können

Berkeley 1

Be 2

Cas

00h25m15s

+60°23'18"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 15m0

Entfernung 17.100 Lj.

Mitglieder 30

12" Spiegel - bei 110-fach wird ein kleines nebliges Fleckchen sichtbar - der Haufen wirkt leicht dreieckig mit Spitze nach NW (Eindruck wird vermutlich durch angrenzenden hellen Vordergrundstern im NW mit verursacht) - bei 200-fach werden drei Sterne im Haufen direkt sichtbar- er ist nicht mehr so auffallend, wie noch bei 110-fach

Berkeley 2

Be 3

Cas

00h39m46s

+61°57'54"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 11m1

Entfernung 9.200 Lj.

Mitglieder 20

auch Stock 24

4" Refraktor - bei 30-fach ist eine kleine neblige Verdichtung erkennbar - 4 sichtbare Sterne - bei 40-fach wirkt der OS noch immer neblig, jetzt aber dreieckig und die größte Helligkeit ist südlich im Haufen zu erkennen - bei 50-fach werden 7-8 Sterne direkt sichtbar

Berkeley 3

Be 4

Cas

00h45m13s

+64°23'30"

Größe 5' x 5'

hellster Stern 12m6

Entfernung 8.000 Lj.

Mitglieder 25

18" Spiegel - bei 160-fach zeigen sich um zwei sehr helle Sterne, vier schwächere Sterne - der Haufencharakter ist nur schwach und unscheinbar - südöstlich von Berkeley 4 befindet sich eine auffällige Sterngruppe aus sieben Sternen, die eine rechten Winkel bilden

Berkeley 7

Be 6

Cas

01h51m12s

+61°03'36"

Größe 5' x 5'

hellster Stern 14m0

Entfernung 7.500 Lj.

Mitglieder 20

der Haufen befindet sich nur ein halbes Grad östlich vom berühmteren Letter-S-Cluster NGC 663

12" Spiegel - bei 70-fach zieht sich südlich eines hellen Sterns von NO nach SW ein Schimmer, in dem drei schwache Sterne direkt erkennbar sind - bei 110-fach kommen ein paar schwächere Sterne hinzu und der Schimmer wirkt insgesamt leicht granuliert - bei 160-fach fällt vor allem das Zentrum vor dem Hintergrund-Glimmen auf, in dem sich einige hellere Vertreter zu verdichten scheinen - der Haufen ist als solcher erkennbar und wirkt leicht länglich, falls die Ausläufer nach NO und SW dazu gehören sollten

Berkeley 6

Be 7

Cas

01h54m13s

+62°22'17"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 14m0

Entfernung 8.400 Lj.

Mitglieder 18

ein sehenswerter dichter Sternhaufen nur 1° südlich von ε Cas

FG 10x50 - mit Aufsuchkarte - indirekt ist eine kompakte Aufhellung erkennbar - Helligkeitszunahme zur Mitte hin erkennbar - hin und wieder blitzt etwas stellar auf innerhalb des Haufens (vielleicht mehrere Sterne gemeinsam ... oder ein Vordergrundstern, das hellste Mitglied soll ja nur 14 mag hell sein - lt. Simbad hat der hellste Stern im Haufen eine Helligkeit von 10m9)

12" Spiegel - bei 50-fach ist der Haufen als solcher deutlich sichtbar - der OS wirkt etwas neblig wie eine schwache Galaxie - ein hellerer Stern steht innerhalb des Haufens - bei 90-fach treten erste Sterne hervor, drei hellere bilden einen Bogen - indirekt wirkt der Haufen größer

Berkeley 7

Be 8

Cas

02h01m05s

+75°29'36"

Größe 7' x 7'

hellster Stern 14m8

Entfernung 10.300 Lj.

Mitglieder 40

Berkeley 8 liegt unmittelbar westlich eines 6m8 hellen Sterns - alle helleren Sterne im Areal von 30' bilden ein markantes Sternmuster, das in bildumkehrenden Teleskopen wie ein Indinaerzelt ausschaut - Be 8 liegt am Fuße des Eingangs zum Zelt

12" Spiegel - bei 70-fach wird westlich des hellen Sterns indirekt eine Sternkette aus drei Sternen erkennbar, südlich blitzen auch einige Mitglieder des Haufens durch - der helle Stern stört erheblich - erst bei 290-fach und wenn der helle Stern aus dem Blickfeld genommen wird, werden indirekt um die besagte Sternkette einige schwache Lichtpünktchen mehr sichtbar

Berkeley 8

Be 11

Per

04h20m27s

+44°55'12"

Größe 6' x 6'

hellster Stern 11m8

Entfernung 9.400 Lj.

Mitglieder 35

18" Spiegel - bei 70-fach wird ein körniger runder Bereich sichtbar, der sich gut vom Rest des Sternumfeldes absetzt - bei 160-fach wird eine Verdichtung um einen helleren Stern zu erkennbar, die isch aus gut 17 bis 20 direkt sichtbaren Einzelsternen zusammensetzt - der Haufen wirkt eher locker


Be 15

Aur

05h02m04s

+44°30'53"

Größe 8' x 8'

hellster Stern 15m0

Entfernung 10.800 Lj.

Mitglieder 35

Bild rechts: Bernhard Hubl

12" Spiegel - bei 110-fach zeigt sich ein matter Schimmer - der Haufen selbst ist nicht auffällig, zwei drei Sterne blitzen ab und zu hervor - interessant hingegen ist die Sternkette direkt nördlich an diesem Haufen auf 5 gleichhellen Sternen, die ost-westwärts in einem leichten Bogen an diesem Haufen vorbeizieht - das sieht schick aus

Berkeley 15

Be 21

Ori

05h51m46s

+21°48'36"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 14m8

Entfern. 16.300 Lj.

Mitglieder 40

8" Spiegel - bei 80-fach zeigt sich der Haufen ziemlich schwach, rundlich und leicht kondensiert - Beobachtung wird wiederholt, um die Sichtung zu sichern

Berkeley 21

Be 22

Ori

05h58m27s

+07°45'24"

Größe 2' x 2'

hellster Stern 15m0

Entfern. 25.000 Lj.

Mitglieder 20

8" Spiegel - bei 150-fach ist der Haufen schwierig zu halten - sehr schwache eher kompakte Aufhellung - Beobachtung wird wiederholt

Berkeley 22

Be 37

Mon

07h20m18s

+-00°59'48"

Größe 7' x 7'

hellster Stern 15m0

Entfern. 14.900 Lj.

Mitglieder 25

8" Spiegel - bei 150-fach ist der Haufen östlich eines 9m5 hellen Sterns indirekt erkennbar - er zeigt sich rund mit vielen schwachen, recht gleichmäßig verteilten Sternen

Berkeley 37

Be 42

Aql

19h05m14s

+34°38'30"

Größe 6' x 6'

hellster Stern --

Entfernung 26.000 Lj.

Mitglieder --

auch NGC 6749, ein Kugelsternhaufen! - zudem ist das einer der am schwersten zu beobachtenden KS des NGC-Kataloges - die einzige historisch bekannte Beobachtung stammt von John Herschel, die das Objekt als eine Gruppe von lose angeordneten schwachen Sternen beschrieb - er machte diese Beobachtung etwa 8' entfernt von der eigentlichen Position, aber es wurde angenommen, dass er KS gemeint war - dass Herschel Sterne auflösen konnte, ist mit Blick auf die Helligkeit der Mitglieder eher unwahrscheinlich

12" Spiegel - erst bei 200-fach blitzt indirekt ab und zu eine ganz schwache matte Aufhellung auf, die viel kleiner wirkt als die angegebene Größe von 6' - ein W aus 5 Sternen südlich von Be 42 hilft ein wenig bei der Orientierung, denn bei kleineren Vergrößerungen können ein paar Sterne im Umfeld schnell für Be 42 gehalten werden

der hellste Stern kann auch nicht 12m4 hell sein, sondern es muss sich um einen Vordergrundstern handeln

Berkeley 42

Be 43

Aql

19h15m30s

+11°16'30"

Größe 5' x 5'

hellster Stern 15m0

Entfernung 4.400 Lj.

Mitglieder 40

12" Spiegel - der Stern, der lt. DSS nordöstlich vom Haufen steht, ist gerade so erkennbar, und dient gut zur Orientierung - bei 160-fach blitzt ab und an ein kleiner kompakter Schimmer auf, der wie eine Fahne an diesem Stern hängt - Grenzbeobachtung 

Berkeley 43

Be 46

Lyr

19h20m53s

+37°46'19"

Größe 10'x 10'

hellster Stern 13m0

Entfernung 13.000 Lj.

Mitglieder 300

auch NGC 6791 - ein ausgedehnter Haufen vieler schwacher Sterne in einem reichen Milchstraßenfeld - bei etwas aufgehelltem Himmel ist er faktisch nicht mehr zu sehen - einer der ältesten bekannten Sternhaufen mit einem geschätzten Alter von 7,1 Mrd. Jahren, was sehr ungewöhnlich ist für einen OS - nur 10ˈ nordwestlich des Haufens befindet sich der Kohlenstoffstern U Lyr

FG 10x50 - die Dreierkette von 10 bis 11 mag hellen Sternen südlich des Haufens ist als zarter nebliger Strich erkennbar, aus dem die Sterne indirekt immer wieder herausblitzen - nördlich begrenzt diesen Haufen ein 10m6 Stern - zwischen diesen Markierungen wird der Haufen mit etwas Geduld indirekt als diffuser schwacher Schimmer sichtbar 

12" Spiegel - bei 70-fach ist der Haufen schon relativ groß und gut ein Dutzend locker verteilte Sterne sind sichtbar vor einem leichten Hintergrundschimmern - der Süden wirkt leicht heller - der Kontrast zum unmittelbar nordwestlich stehenden Veränderlichen U Lyr gibt dieser Szenerie besonderen Reiz - bei 160-fach zeigt sich der OS unregelmäßig und hebt sich nur noch wenig vom Umfeld ab - gut drei Dutzend Sterne sind erkennbar

Berkeley 46

Be 53

Cyg

20h55m59s

+51°04'36"

Größe 12'x 12'

hellster Stern 16m0

Entfernung 10.100 Lj.

Mitglieder 40

der Sternhaufen steht unmittelbar westlich des 6m6 hellen Stern HD 199578 - seine Mitglieder erscheinen auf dem DSS-Ausschnitt stark gerötet und sehr schwach

12" Spiegel - bei 70-fach sind schwache Sterne westlich des hellen Sterns sichtbar, das können aber nicht die Haufensterne sein, sollte das hellste Mitglied tatsächlich nur 16 mag hell sein - bei 160-fach ist eine deutlich höhere Sterndichte erkennbar, aber die vielen sichtbaren Sterne lenken weiter vom eigentlichen Haufen ab, der sich weiterhin im Glanz des hellen Sterns versteckt - laut isDSA soll der Haufen ab 4" sichtbar sein - ich habe da meine Zweifel bzw. sind hier vermutlich besonders gute (trockene, transparente) Bedingungen erforderlich, damit sich der OS überhaupt aus dem Halo des hellen Sterns hervortreten kann

Berkeley 53

Be 58

Cas

00h00m12s

+60°56'30"

Größe 8'x 8'

hellster Stern 15m0

Entfernung 12.100 Lj.

Mitglieder 30

FG 10x50 - leider nichts zu machen - bei einer Gesamthelligkeit von 9m7 sollte ggf. aber ein 4"-Teleskop ausreichend sein


Be 59

Cep

00h02m10s

+67°25'00"

Größe 10'x 10'

hellster Stern 11m0

Entfernung 3.250 Lj.

Mitglieder 40

der wenige Mio. Jahre junge OS Berkeley 59 und in ihm eingeschlossen ein mit 45.000 Kelvin extrem heißer O-Stern sind primär für den Emissionsnebelkomplex Sharpless 171 verantwortlich, dessen hellster Teil Cederblad 214 ist, der zweithellste und ebenfalls visuell gerade noch zugängliche Nebelteil ist unter der Bezeichnung NGC 7822 bekannt - die wahre Ausdehnung dieses nördlichsten am Himmel liegenden Emissionsnebelkomplexes beträgt 2,5° bzw. 150 Lichtjahre und zeigt auf tief belichteten Fotografien faszinierende Strukturen

12" Spiegel - bei Aufsuchvergrößerung 40-fach sind indirekt bereits kleine feine Lichtpünktchen zwischen zwei helleren Nordsüd ausgerichteten Sternen erkennbar - bei 70-fach sind indirekt gut ein Dutzend Sterne auszumachen - nach Westen ziehen sich drei Sterne in einer gebogenen Kette hin - nach Osten hin bilden einige Sternchen eine kleine Spitze - bei 160-fach kommen ein paar schwächere Sterne hinzu und der Haufen wirkt ein wenig in die Länge gezogen bzw. eingequetscht zwischen den beiden helleren Sternen

Berkeley 59

Be 60

Cas

00h17m42s

+60°55'16"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 14m0

Entfernung 14.200 Lj.

Mitglieder 20

der Sternhaufen steht an der Südseite eines kleinen Sterndreicks

12" Spiegel - bei 110-fach ist der Haufen indirekt als leichte Aufhellung erkennbar - bei 160-fach zeigt der Haufen in guten Momenten leichte Granulation - bei 200-fach bester Anblick - der Haufen zeigt zwar immernoch keine Einzelsterne, ist jetzt aber eindeutig ranuliert erkennbar - er wirkt nun größer und ragt bis an die beiden helleren Sterne des Dreiecks heran

Berkeley 60

Be 61

Cas

00h48m10s

+67°12'06"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 14m0

Entfernung 4.100 Lj.

Mitglieder 15

12" Spiegel - bei 70-fach zeigt sich ein schwaches mattes Leuchten - bei 11-fach ist eine leichte Granulation erkennbar - bei 200-fach bleibt der Haufen schwach - indirekt lösen sich drei Sterne aus dem Nebel

Berkeley 61

Be 62

Cas

01h01m12s

+63°56'30"

Größe 10'x 10'

hellster Stern 10m9

Entfernung 2.050 Lj.

Mitglieder 50

einer der sehenswerteren Haufen dieses Kataloges - die hellsten Mitglieder bilden eine verzerrte Würfel-Sechs und sorgen dafür, dass der Haufen schon in kleinen Optiken sichtbar wird 

FG 10x50 - der Haufen steht zentral über einer auffällig nach Süden 1,5° langen gebogenen Sternkette - er wird indirekt als kompakter runder gut begrenzter matter Fleck erkennbar, der auch länger zu halten ist - er wirkt ähnlich einem dieser typischen Abell-PN

12" Spiegel - bei 70-fach wird eine nach Westen geöffnete verzerrte Würfel-6 sichtbar - im Westen ist ein kleiner Schweif erkennbar - bei 160-fach zeigt sich das nördliche Stern-Trio als schöner Bogen und in der Peripherie des Haufens kommen noch einige wenige schwächere Vertreter hinzu - der Großteil des Haufens bleibt aber unsichtbar - trotzdem sehenswert -die ganze Szenerie erinnert entfern auch an Leiter 15 oder Teutsch 8 (Kasten mit Schweif schwächerer Sterne)

Berkeley 62

Be 72

Ori

05h50m12s

+22°15'00"

Größe 5' x 5'

hellster Stern 15m0

Entfernung 12.400 Lj.

Mitglieder 15

8" Spiegel - bei 150-fach habe ich indirekt nur 3 Sterne sehen können - ob diese zum Sternhaufen gehören, kann ich nicht mit Sicherheit sagen

Berkeley 72

Be 80

Aql

18h54m22s

-01°13'09"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 15m0

Entfernung 10.750 Lj.

Mitglieder 20

8" Spiegel - bei 80-fach ist indirekt eine schwache, leicht körnig wirkende ovale Aufhellung zu sehen - bei 150-fach werden 5 Einzelsterne sichtbar

Berkeley 80

Be 81

Aql

19h01m41s

-00°27'38"

Größe 7' x 7'

hellster Stern 15m0

Entfernung 9.800 Lj.

Mitglieder 80

8" Spiegel - bei 80-fach wird der Haufen als schwache gleichmäßige Aufhellung sichtbar, die indirekt leicht granular wirkt - wenige Einzelsterne blitzten indirekt auf - bei 150-fach nur wenige Sterne sichtbar - indirekt sind noch etliche schwache Sterne angedeutet erahnbar

Berkeley 80

Be 82

Aql

19h11m21s

+13°06'37"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 10m2

Entfernung 2.800 Lj.

Mitglieder 20

dieser von der Form her sehr interessante Haufen ist recht leicht zu finden, er liegt nur gut 1,3° östlich von dem Trapezstern ζ Aql - laut unseren Recherchen soll der hellste Einzelstern 14 mag hell sein, laut Simbad sind aber haben drei die hellsten Sterne Helligkeiten 10. und 11. Größenklasse, es sei denn, es handelt sich nur um Vordergrundsterne

FG 10x50 - mit Aufsuchkarte gesucht - der Haufen ist als stellare Aufhellung erkennbar - er steht leicht oberhalb einer Linie von vier Sternen 10. und 11. Größenklasse

8" Spiegel - bei 40-fach wird eine kleine unscheinbare Aufhellung sichtbar - die hellsten Mitglieder bilden eine krumme Linie, die mit etwas Phantasie einem gebogenen Messer ähnelt - bei 60-fach sind die besagten helleren Sterne wie an einer Kette gezogen sichtbar, während die anderen Mitglieder eher unscheinbar bleiben

Berkeley 82

Be 85

Cyg

20h18m47s

+37°45'18"

Größe 7' x 7'

hellster Stern 15m0

Entfernung 5.700 Lj.

Mitglieder 40

12" Spiegel - bei Aufsuchvergrößerung blitzen indirekt 3 bis 4 Mitglieder vor einem milchigen Hintergrund hervor - bei 160-fach werden 7-8 Sterne dann direkt sichtbar - der Haufen ist sehr unregelmäßig und wenig konzentriert - er versinkt fast in diesem an Sternen reichen Umfeld

Berkeley 85

Be 86

Cyg

20h20m13s

+38°42'00"

Größe 8' x 8'

hellster Stern --

Entfernung 5.500 Lj.

Mitglieder 30

Mitglied der Cyg OB1 Assoziation

12" Spiegel- bei 50-fach sind gut 15 unterschiedlich helle Sterne zu sehen, recht lose angeordnet - Form recht unregelmäßig, im weitesten Sinn an ein Dreieck erinnernd, am besten ausgeprägt ist die Westflanke - bei 110-fach kommen noch ein paar schwächere Sterne hinzu

Berkeley 86

Be 87

Cyg

20h21m35s

+37°24'00"

Gr. 12' x 12'

hellster Stern 13m1

Entfernung 12.980 Lj.

Mitglieder 80

Berkeley 87 ist Mitglied der Sternassoziation Cyg OB1 im lokalen Orion-Arm der Galaxis - der Haufen ist mit 1 bis 2 Mio. Jahren noch sehr jung - die Sterne in Be 87 sind erheblich gerötet durch eine Molekülwolke, in der noch Sternbildung stattfindet

8" Spiegel - bei 30-fach ist der Haufen noch unauffällig - 6 hellere Sterne bilden eine geschwungene Kette (bin mir aber nicht sicher, ob sie zum Haufen gehören) - etwas südlich dieser Kette blitzt es immer wieder mal auf - bei 40-fach kommen nördlich und südlich der Kette ein Dutzend schwächere Sterne hinzu - bei 90-fach ergibt sich ein anderes Bild - rund 20 recht lose verteilte Sterne sind jetzt zu erkennen, alle sind ein wenig in Ketten strukturiert - in Norden wirkt der Haufen breiter

Berkeley 87

Be 88

Cep

22h22m53s

+55°52'30"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 9m6

Entfernung 9.000 Lj.

Mitglieder 10

Berkeley 88 wird laut Simbad/DSS etwas zu weit südöstlich von der eigentlichen Stelle ausgewiesen - er erscheint extrem schwach und stark gerötet

12" Spiegel - kein Rankommen, bei 200-fach habe ich zwar mal eine Aufhellung südwestlich eines den Haufen begrenzenden Sterns gesehen, aber das ist zu unsicher - oder der Stern gehört schon zum Haufen ...

Berkeley 88

Be 89

Cyg

22h24m29s

+46°02'24"

Größe 5' x 5'

hellster Stern 15m0

Entfernung 9.800 Lj.

Mitglieder 15

12“-Spiegel - bei 70-fach sind bereits die unmittelbar den Haufen umgebenden helleren Sterne auszumachen - bei 110-fach werden innerhalb dieser helleren Sterne ein gutes halbes Dutzend schwächere Lichtquellen sichtbar - bei 160-fach sind dann gut 10 Sterne wahrnehmbar - bei 200-fach ist eine sehr schwache Sternkette, die aus 4 Sternen gebildet wird und sich nordsüdwärts durch den Haufen zieht, am markantesten - südöstlich wird eine weitere schwächere Kette aus drei Sternen sichtbar

Berkeley 89

Be 90

Cyg

20h35m16s

+46°50'42"

Größe 5' x 5'

hellster Stern 14m0

Entfernung 7.900 Lj.

Mitglieder 20

12" Spiegel - bei 70-fach wird eine schöne NO-SW ausgerichtete schmale Drachenraute sichtbar, innerhalb der sich dieser Haufen befindet - bei 110-fach erscheinen dann innerhalb dieser Raute 4 schwächere Sterne, die alle knapp direkt sichtbar sind - bei 160-fach sind die Mitglieder länglich verteilt mit leichter Auffächerung nach Südost - der Hintergrund wirkt leicht aufgehellt

 

Berkeley 90

Be 94

Cep

22h22m53s

+55°52'30"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 9m6

Entfernung 9.000 Lj.

Mitglieder 10

der OS Berkeley 94 ist Mitglied der ersten Generation von Sternen, welche in einem sequentiellen Sternbildungsprozess in Sh 2-132 (westliche Untergruppe der Assoziation Cep OB1) entstanden sind - der direkt nördlich von Be 94 gelegene rote Überriese RW Cep ist ebenfalls ein erstes Produkt der Sternbildung im Nebel

3" Refraktor - Beobachtung bei Vollmond aus der Stadt heraus - bei 60-fach sind 3 Sterne in einer leicht gebogenen Kette zu sehen - der Hintergrund wirkt leicht aufgehellt

5“-Doppelrefraktor - bei 40-fach hebt sich der Haufen als Knoten vom dichten Sternfeld ab - bei 70-fach ist Be 94 dann fast vollständig aufgelöst, mit der kompakten Form einer nach Nordosten weisenden Pfeilspitze – mit RW Cep im Gesichtsfeld zusammen ein echtes Highlight

8" Spiegelbei 40-fach sind 2-3 Sterne zu sehen - bei 100-fach zeigt sich neben zweien dieser Sterne indirekt noch eine kompakte Gruppe schwächerer Sterne

Berkeley 94

Be 95

Cep

22h28m18s

+59°08'00"

Größe 5' x 5'

hellster Stern 15m0

Entfernung 10.600 Lj.

Mitglieder 15

12" Spiegel - bei 70-fach wird indirekt ein leicht so-nw elongierter kompakter Nebel deutlich - bei 110-fach ist ein Helligkeitsknoten nordwestlich im Nebel wahrnehmbar, vermutlich ist nur das der Sternhaufen - Sterne sind nicht auflösbar - 200-fach sind fast schon zuviel, der Haufen ist zwar eindeutig auszumachen, aber auch schon sehr dunkel

 

Berkeley 95

Be 97

Cep

22h39m23s

+59°00'35"

Größe 6' x 6'

hellster Stern 11m0

Entfernung 5.900 Lj.

Mitglieder 12

8" Spiegel - bei 100-fach sind nur die zwei mittelhellen Sterne erkennbar

12" Spiegel - bei 160-fach ist um die beiden helleren Sterne ein leicht aufgehellter Nebelgriesel erkennbar - bei 200-fach konzentriert sich der Griesel nördlich des dominierenden Sternpaares und der Haufen wirkt nun großräumiger - weitere Sterne können aber nicht aufgelöst werden

Berkeley 97

Be 99

Cep

23h21m17s

+71°47'42"

Größe 6' x 6'

hellster Stern 14m0

Entfernung 16.000 Lj.

Mitglieder 60

12" Spiegel - die Orientierung ist relativ leicht, unmittelbar süd-südöstlich vom OS verläuft eine gebogene Kette aus 4 gleichhellen Sternen - bei 70-fach sind die helleren Sterne, die die Südwestflanke das Haufens bilden, als leichte Aufhellung erkennbar, aus der abwechselnd immer ein zwei Sterne herausblitzen - bei 110-fach kommen ein paar schwächere Vertreter hinzu und die hellsten Mitglieder ziehen sich wie ein Sternenkranz, der nur nach NW geöffnet ist - insgesamt sind 10 Sterne sichtbar - das Ganze ist dennoch recht unauffällig im Feld - bei 160-fach wird der Sternenkranz noch deutlicher, er wird gebildet aus relativ gleich hellen Sternen, die auch in verhältnismäßig gleichem Abstand zueinander stehen - bei 200-fach zeigt sich indirekt innerhalb des Sternbogens ein leichtes Glimmen

Berkeley 99