Planetarische Nebel

NGC 6781 bis NGC 7662

NGC 6781

Aql

19h18m28s

+06°32'19"

Größe 1,9' x 1,9'

Gesamthelligkeit 11m0

Helligkeit ZS 16m2

Snowglobe Nebula - seine räumliche Struktur gleicht einer Sanduhr, die wir von oben sehen - der PN ist für Detailbeobachtungen mit mittleren Teleskopen zugänglich - er ist etwas größer als der Ringnebel - wegen verschieden starker Anregungszustände erscheint der Rand heller

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 210-facher Vergrößerung

5" Refraktor - bei 40-fach und [OIII] ist der PN direkt auffällig, rundlich und gleichmäßig hell - relativ groß - ohne Filter bleibt der PN ziemlich blass

8" Spiegel - bei 40-fach ist bereits eine leichte Aufhellung sichtbar - bei 60-fach und UHC wird der PN dann sehr deutlich und scheint gleichmäßig hell und groß - bei längerer Betrachtung wirkt der Südrand definierter - bei 130-fach und UHC ist der Nebel noch immer hell genug, wirkt aber weniger definiert und zur Mitte hin dunkler werdend

12" Spiegel - bereits bei Aufsuchvergrößerung 40-fach wird ein kleiner feiner gut begrenzter Nebelball erkennbar - im Süden wirkt er leicht heller - bei 70-fach wirkt der nördliche Rand weniger definiert - UHC hebt den Kontrast deutlich - bei 160-fach ist in dem schönen runden PN indirekt ein Helligkeitsabfall im Inneren der PN wahrnehmbar - bei 200-fach wird am Ostrand ein schwacher Stern knapp außerhalb sichtbar - bei 240-fach kommt ein schwacher Stern über dem Nordrand hinzu - bis 360-fach vergrößert, aber ohne weitere Details zu entdecken

NGC 6781
NGC 6781 Zeichnung

NGC 6790

Aql

19h22m57s

+01°30'46"

Größe 0,2' x 0,2'

Gesamthelligkeit 10m5

Helligkeit ZS 13m0

ein sehr junger kompakter PN mit Doppelschalenstruktur und einer der Klassiker unter den stellaren PN - besser gesagt, nicht stellar, nur sehr klein - durch seine Lage nahe dem Himmelsäquator wird er um knapp 2 mag abgeschwächt - wegen seiner Helligkeit ist es verwunderlich, dass er trotzdem erst 1882 von dem US-amerikanischen Astronomen Edward Charles Pickering entdeckt wurde

4" Refraktor - bei 30-fach ist der PN stellar direkt knapp sichtbar, indirekt wirkt er richtig hell - bei 70-fach wird westlich neben dem PN indirekt ein schwacher Stern (13m1 lt. DSS) sichtbar

5" Refraktor - bei 20-fach ohne Filter ist NGC 6790 nur sehr schwach erkennbar - mit [OIII] dann ist er direkt noch erkennbar und auffällig - bei 40-fach wird er auch ohne Filter noch direkt sichtbar - bei 170-fach bleibt der PN weiterhin stellar und westlich des Nebels wird noch ein ca. 12 mag heller Feldstern sichtbar

12" Spiegel - bei 70-fach ist der PN direkt sichtbar und er zeigt ein klein wenig Farbe bzw. er fällt dadurch auf, dass er anders aussieht als andere Sterne in der Umgebung - direkt westlich neben dem PN zeigt sich ein schwächerer Stern - UHC-Filterblink reicht für die Identifikation - 160-fach und [OIII]machen die Sichtung dann noch eindeutiger, der westliche Stern ist nur noch schwach sichtbar

NGC 6790

NGC 6803

Aql

19h31m16s

+10°03'22"

Größe 0,2' x 0,2'

Gesamthelligkeit 11m4

Helligkeit ZS 15m0

der extrem kleine aber flächenhelle PN befindet sich nur 1° nördlich vom PN NGC 6804 - auf hochauflösenden Fotografien erkennt man eine innere helle und eine schwächere äußere Hülle

4" Refraktor - bei 90-fach ist der PN direkt einfach stellar sichtbar - er bildet eine Achse mit einem helleren Stern im Norden und einem schwächeren Stern im Süden, wobei er näher am südlichen Stern steht

8" Spiegel - bei 40-fach und mit [OIII] hell und direkt einfach sichtbar - bei 150-fach ist der PN auch ohne Filter direkt auffällig, bleibt aber weiterhin stellar 

12" Spiegel - der PN ist in der Übersicht bereits gut stellar erkennbar - bei 110-fach und [OIII] leuchtet der PN heller als ein sonst gleich heller Nachbarstern - bei 360-fach wird der PN leicht flächig, bleibt aber ohne Details

NGC 6803

NGC 6804

Aql

19h31m35s

+09°13'31"

Größe 1,1' x 1,1'

Gesamthelligkeit 12m0

Helligkeit ZS 14m0

der PN ist eine Größenklasse schwächer, als sein 1° nördlich stehender Nachbar NGC 6803, aber viel größer - er wurde bereits 1791 von Wilhelm Herschel entdeckt, doch erst 1917 wurde er von Francis Pease als PN identifiziert

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Zeichnung Mathias mit 18" und 340-facher Vergrößerung

4" Refraktor - bei 50-fach ist der PN indirekt als kleines gut abgegrenztes homogen helles Nebelchen erkennbar - 70-fach und UHC zeigen ein wenig mehr Kontrast - ohne Filter ist der PN direkt knapp sichtbar - OIII hilft auch und zeigt schöne Konturen - der PN wirkt rundlich, aber nicht ganz rund - bei 90-fach wird der PN direkt noch leichter sichtbar, entfaltet seine volle Kraft aber indirekt

5" Refraktor - bei 20-fach ist er nur als sehr kompakte Aufhellung erkennbar - ohne Filter indirekt gerade noch erkennbar, mit [OIII] direkt noch wahrnehmbar - bei 40-fach immer noch recht kompakt, rund und leicht kondensiert - mit [OIII] wirkt er teils leicht oval - bei 80-fach blitzt indirekt eine stellare Aufhellung auf
8" Spiegel - bei 40-fach relativ klein, flächig und direkt gerade noch wahrnehmbar - bei 200-fach kann  nahe am Rand ein hellerer Stern ausgemacht werden, zur Mitte hin noch ein schwächerer Stern (Zentralstern?)

12" Spiegel - bei 40-fach ist ein zarter Nebelhauch an der Wahrnehmungsgrenze erkennbar - bei 70-fach und [OIII] wird der PN direkt recht hell und groß sichtbar - die Ränder sind etwas diffus - bei 110-fach zeigt sich der hellste Stern im Nordosten des PN

NGC 6804
NGC 6804 Zeichnung

NGC 6807

Aql

19h34m34s

+05°41'03"

Größe stellar

Gesamthelligkeit 12m0

Helligk. ZS 14m0

der PN liegt nur 17' nordöstlich des Veränderlichen V450 Aql und ist wegen seiner geringen Größe eine kleine Herausforderung - der Nebel wurde 1882 von Edward Charles Pickering entdeckt

5" Refraktor - bei 40-fach und mit [OIII] ist der PN stellar und direkt gerade noch sichtbar

12" Spiegel - bei 70-fach ist der PN schon südwestlich eines helleren Sterns erkennbar - er zeigt eine PN-typische leicht grünliche Färbung bzw. er strahlt irgendwie matter als ein vergleichbarer Stern - bei 160-fach und UHC-Filterblink ist er eindeutig identifizierbar - [OIII] wirkt noch besser - bei 480-fach bleibt der PN stellar

NGC 6807

NGC 6818

Sgr

19h43m58s

-14°09'13"

Größe 0,8' x 0,8'

Gesamthelligkeit 9m3

Helligkeit ZS 15m0

Little Gem Nebula - ein relativ junger und kompakter PN mit scheinbar fast sphärischer fleckiger Hülle und Doppelstruktur, dessen Achse auf uns zeigt - in NGC 6818 dominiert das türkise Licht des angeregten Sauerstoffs [OIII], man findet auf Fotografien aber auch kleinere Strukturen, die rötlich leuchten - der Zentralstern hat einen Radius von 1/20 der Sonne, aber die Leuchtkraft von 1.000 Sonnen

5" Refraktor - insgesamt sehr hell - bei 20-fach beinahe stellar und indirekt auffällig - ab 40-fach flächig, gleichmäßig hell rund mit bläulicher Färbung

12" Spiegel - in der Übersicht 40-fach leuchtet der PN auffällig, gleicht einem leicht unscharfen farbigen Stern - bei 70-fach ist eine homogen helle runde Scheibe erkennbar - die Farbe ist mehr azur und nicht dieses türkis, das man sonst meist wahrnimmt - bei 160-fach werden drei schwächere Sterne um den PN herum erkennbar - auch mit mehr Vergrößerung waren dem PN in dieser Nacht keine weiteren Details zu entlocken

NGC 6818

NGC 6826

Cyg

19h44m48s

+50°31'30"

Größe 0,6' x 0,6'

Gesamthelligkeit 8m8

Helligkeit ZS 10m8

Blinking Planetary - das Blinken entsteht, wenn man den PN abwechselnd mit direktem und indirektem Sehen fixiert - der PN ist etwas entwickelt mit Triple-Shell-Struktur, aber nur 2 Schalen sind visuell beobachtbar - die Struktur des PN kommt fast nur mit [OIII] zum Vorschein

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 550-facher Vergrößerung

FG 10x50 - der PN ist relativ frei und einsam stehend stellar erkennbar - die Suche erfolgte zwar mit Aufsuchkarte, aber ich konnte mich auch gut an dem markanten Sternbogen nördlich orientieren - der PN bildet eine Linie mit einem 10m4-Stern nordöstlich (7' Abstand) und einem 10m2-Stern südwestlich (9' Abstand)

3" Refraktor - der ZS ist einfach zu sehen - bei 25-fach ist der Nebel indirekt als kompakter Halo um den Zentralstern erkennbar - bei 80-fach indirekt deutlich flächig und rund - der "blinkende Effekt" ist beim Wechsel zwischen direktem und indirektem Sehen deutlich sichtbar

10" Spiegel - bei 200-fach zeigt sich ein sehr heller PN, der sich aus zwei unterschiedlichen Schalen zusammenzusetzen scheint - die innere ovale Schale ist sehr hell und gut abgegrenzt, die äußere runde sehr viel schwäche und eher diffus - der helle Zentralstern ist direkt und ständig sichtbar

12" Spiegel - bei 40-fach ist indirekt schon ein unscharfer Stern erkennbar - bei 70-fach zeigt der PN Farbe und direkt ist der ZS ist schön zu sehen, indirekt der PN homogen hell und gut abgegrenzt, aber auch nicht ganz rund, sondern leicht oval - bei mehrfachen Beobachtungen habe ich festgestellt, dass der Blinkeffekt je nach Bedingungen mal bis 160-fach anhält und hin und wieder auch schon eher aufhört, dann nämlich wird der PN auch direkt gut sichtbar - die äußere schwache Hülle hat sich mir bei keiner Vergrößerung erschlossen

18" Spiegel - bei 550-facher Vergrößerung zeigt sich zunächst eine gleichmäßig ausgeleuchtete ovale Scheibe - sofort auffällig war ein heller diffuser Knoten nordwestlich des Zentralsternes, der etwas abgesetzt wirkte - an der südöstlichen Seite war eine schwache längliche Aufhellung blickweise zu erkennen, die in Richtung des Zentralsternes zeigte - bei genauem Hinsehen wirkt der Rand der Scheibe blickweise etwas heller - der Bereich um den Zentralstern wirkt ebenfalls heller - die ovale Scheibe scheint von einem schwachen Halo eingehüllt zu sein

NGC 6826
NGC 6826 Zeichnung

NGC 6833

Cyg

19h49m47s

+48°57'40"

Größe 0,2' x 0,2'

Gesamthelligkeit 12m1

Helligkeit ZS 14m0

dieser PN ist zwar nur 5 Bogensekunden groß, dafür aber schon mit mittleren Teleskopen erreichbar - er steht nur 1° östlich des Veränderlichen Sterns RT Cyg und 1,5° südlich des bekannteren Blinking Planetary NGC 6826

8" Spiegel - in allen verwendeten Vergrößerungen (40-fach bis 150-fach) stets stellar - bei 40-fach und [OIII] direkt sichtbar, ab 80-fach auch ohne Filter - bei 150-fach sind süd-südöstlich des Nebels noch zwei schwache Sterne erkennbar

12" Spiegel - schon bei Aufsuchvergrößerung ist der PN stellar erkennbar, er bildet mit drei leicht helleren Sternen eine sehr flache Raute - bei 110-fach und UHC ist er genauso hell, wie der in der Raute dicht gegenüber liegende Stern - 160-fach und [OIII] zeigen am offensichtlichsten, dass es ein PN ist, da er hier am deutlichsten an Helligkeit gegenüber den Sternen aufholt - auch bei 240-fach bleibt der PN sternförmig

NGC 6833

NGC 6842

Vul

19h55m02s

+29°17'22"

Größe 1' x 1'

Gesamthelligkeit 13m5

Helligkeit ZS 16m0

ein fortgeschrittener PN an der Grenze zum Sternbild Cygnus nur 30' vom offenen Sternhaufen NGC 6834 entfernt, der gut als Ausgangspunkt zur Suche des PN geeignet ist - die markante nach außen geschwungene und am OS vorbeilaufende Kette aus 4 Sternen ist hilfreich für die Orientierung - [OIII] ist Pflicht

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

4" Refraktor Vergrößerungen bis 90-fach probiert und verschiedene Filter - die Stelle ist leicht auszumachen, der Nebel leider nicht mit dieser Öffnung

5" Refraktor - bei 40-fach und [OIII] zeigt sich ein kleines rundes gleichmäßiges Scheibchen - bei 80-fach ohne Filter ist der PN indirekt gerade noch wahrnehmbar

12" Spiegel - der PN ist ohne [OIII] so gut wie nicht zu sehen - bei 40-fach und [OIII] wird er erkennbar, fast stellar - bei 80-fach und [OIII] zeigt sich ein nebliges Scheibchen ohne Strukturen - der PN bildet dabei ein Parallelogramm mit drei gleichhellen Sternen 

NGC 6842

NGC 6852

Aql

20h00m39s

+01°43'40"

Größe 0,5' x 0,5'

Gesamthelligkeit 12m6

Helligkeit ZS 18m0

dies ist ein recht heller aber auch kompakter PN, der überwiegend im Licht der Spektrallinien [OIII] leuchtet - der anregende Zentralstern ist nur Fotografen vorbehalten

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 21" und 580-facher Vergrößerung

4" Spiegel - bei 110-fach und UHC blitzt 2-3 mal ein ganz zarter glow auf, aber die meiste Zeit ist nichts auszumachen - sehr unsicher, nicht gesehen

5" Refraktor - bei 40-fach mit [OIII] ist NGC 6852 nur schwierig als kompakte rundliche Aufhellung zu halten - bei 80-fach mit UHC ist er noch immer ziemlich schwach, rundlich

12" Spiegel - der PN wird ab 70-fach sichtbar als leichte Aufhellung - bei 110-fach und UHC ist er dann indirekt deutlich erkennbar - er wirkt flächig und rund mit gut definierten Rändern - die Mitte wirkt leicht heller - bei 240-fach ohne Filter meinte ich, eine stellare Aufhellung im Nebel zu erkennen, das kann laut DSS eigentlich nicht sein, der Zentralstern ist ohnehin zu schwach, vielleicht ist es die Kondensation auf der Ostseite gewesen, die auf Fotos schön zu erkennen ist - insgesamt wirkte UHC leicht besser als [OIII]

21" Spiegel - bei 80-fach und [OIII] ist der PN als Nebel neben einem hellen Stern sichtbar - bei 130-fach erscheint ein runder Nebel zwischen zwei Sternen, mit [OIII] ist dieser deutlicher - bei 180-fach zeigt sich die Ringform angedeutet - bei 580-fach ist NGC 6852 deutlich als Ring zu erkennen, dominiert von drei helleren Knoten die am Rand vom Ring zu sehen sind - zwei Knoten auf NW und SO sind knapp direkt zu erkennen - der südöstliche Knoten ist am hellsten - ein weiterer schwächerer Knoten auf NO ist indirekt immer wieder kurzzeitig wahrnehmbar

NGC 6852
NGC 6852 Zeichnung

NGC 6879

Sge

20h10m27s

+16°55'21"

Größe stellar

Gesamthelligkeit 12m5

Helligkeit ZS 15m0

ein sehr kompakter rundlicher leicht diffus wirkender PN, der visuell stellar bleibt 

8" Spiegel - bei 40-fach und [OIII] eine stellare Erscheinung - auch ohne Filter indirekt gut zu sehen

NGC 6879

NGC 6884

Cyg

20h10m24s

+46°27'40"

Größe 0,2' x 0,2'

Gesamthelligkeit 10m9

Helligkeit ZS 13m0

auch NGC 6766 - der PN zählt zu den kleineren Vertretern - er wurde 1883 von Edward Charles Pickering mit 15" entdeckt

3" Refraktor - Beobachtung bei Vollmond - schon bei 25-fach wir der PN indirekt sichtbar, aber sehr schwach - bei 60-fach ist er weiterhin stellar

12" Spiegel - bei 70-fach bildet der PN ein spitzes Dreieck mit zwei helleren Sternen im Südwesten - er wirkt leicht unscharf - UHC- und [OIII]-Filterblink sind eindeutig - bei 160-fach zeigt der PN eine leichte PN-typische Färbung - bei 480-fach ist ein helles Bällchen erkennbar, keine weiteren Details

NGC 6884

NGC 6886

Sge

 20h12m43s

+19°59'23"

Größe stellar

Gesamthelligkeit 11m4

Helligkeit ZS 15m0

ein sehr kompakter rundlicher leicht diffus wirkender PN, der visuell stellar bleibt

4" Refraktor - bei 20-fach ist der PN indirekt stellar erkennbar - er bildet ein spitzes Dreieck mit einem Stern östlich und einem südlich - bei 70-fach wird der PN direkt knapp sichtbar - UHC-Filterblink reicht zur Identifikation

8" Spiegel -bei 40-fach bildet der PN mit zwei Sternen ein rechtwinkliges Dreieck - der PN ist der hellste der drei Lichtpunkte und liegt nordwestlich - selbst bei 270-fach bleibt der PN sternförmig 

NGC 6886

NGC 6891

Del

20h15m09s

+12°42'16"

Größe 0,3' x 0,3'

Gesamthelligkeit 10m5

Helligkeit ZS 12m4

dieser PN ist zwar klein, aber ein relativ einfaches Objekt - er hat einen helleren inneren Ring ähnlich wie der Blue Snowball NGC 7662 oder Jupiters Geist NGC 3242 - visuell sind diese zwei Schalen aber nur schwer zu erkennen - NGC 6891 ist höchstvergrößerungsfähig

FG 16x70 - der PN steht in einer leicht gebogenen Linie zusammen mit zwei 10 mag Sternen in 7' und 13' Entfernung nördlich, er ist ungefähr gleich hell und ein wenig unscharf - mit UHC + [OIII] hinter den Okularen verschwinden die beiden Sterne fast vollständig, der PN strahlt weiter fröhlich 

4" Refraktor - bei 30-fach zeigt sich der PN direkt stellar, indirekt ist er deutlich heller - er bildet mit sechs Sternen in einem Feld von 20' weiter nördlich eine schöne 7, der hellste Stern markiert die Ecke in der 7 - bei 70--fach wird westlich vom PN ein schwächerer Stern sichtbar - bis 210-fach vergrößert, der PN bleibt gut sichtbar und erscheint leicht flächig

8" Spiegel - bei 30-fach ist der PN schon als kleines unscharfes Sternchen erkennbar - bei 90-fach und UHC ist der PN eindeutig von den umgebenden Sternen unterscheidbar, er beginnt flächig zu wirken mit diffusen Rändern ohne echte Begrenzung

NGC 6891

NGC 6894

Cyg

20h16m24s

+30°33'53"

Größe 0,9' x 0,9

Gesamthelligkeit 12m3

Helligkeit ZS 15m0

Kleiner Ringnebel - der PN hat eine diffuse sphärische Außenschale mit einer gewundenen inneren Struktur - man vermutet, dass der Nebel mit latenten galaktischen Gaswolken interagiert, dies ist aber nur auf sehr tiefen Aufnahmen zu sehen

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 14" und 240-facher Vergrößerung

4" Refraktor -  bei 50-fach und mit UHC ist indirekt ein kleiner kompakter diffuser Nebelfleck erkennbar (schwer) - [OIII] ist besser, hier zeigt sich ein kleiner runder besser begrenzter Fleck (mittelschwer)

8" Spiegel - bei 40-fach und mit [OIII] ist der PN nur sehr schwach und recht klein - bei 80-fach mit [OIII] ist er noch direkt sichtbar, rund und gleichmäßig hell - auch mit UHC indirekt auffällig - bei 150-fach ist NGC 6894 ohne Filter indirekt gerade noch als sehr schwache Aufhellung erkennbar

10" Spiegel - bei 40-fach zeigt sich der PN als unscharfer Stern - bei 70-fach, ist eine runde flächige Scheibe zu sehen - bei 130-fach wird der PN zur Mitte hin dunkler und ist indirekt schon als Ring zu erfassen -  die gut begrenzte Ringform ist mit 210-fach indirekt meist gut zu halten - der Ring wirkt er ungleichmäßig ausgeleuchtet - mit UHC ist der PN etwas heller, ohne aber die Erkennbarkeit der Ringstruktur zu verbessern

12" Spiegel - bei 70-fach sowie UHC zeigt sich ein schöner runder abgegrenzter Nebel mit Helligkeitsabnahme zur Mitte hin - bei 110-fach und [OIII] wirkt der PN wie ein schöner heller Ring - ganz rund wirkt er nicht - ein sehr schöner PN!

NGC 6894
NGC 6894 Zeichnung

NGC 6905

Del 

20h22m23s

+20°06'16"

Größe 1,3' x 0,7'

Gesamthelligkeit 11m1

Helligkeit ZS 14m3

Blue Flash Nebula - der Name stammt mal wieder aus dem Amerikanischen und geht auf John Malles zurück, der mit seinem vier Zoll Refraktor und nierdriger Vergrößerung ein Sterndreieck beobachtete, zwischen dem der PN bläulich schimmerte und blitzte - NGC 6905 ist die kleine masseärmere Version von Messier 76, dessen zentralen Torus wir aber fast von der Seite betrachten, die Achse ist gut 60% gegen die Sichtlinie geneigt - der PN gilt als einer mit der höchsten Anregungsstufe seiner Ionen - Grund dafür ist der recht heiße Zentralstern, ein Wolf-Rayet-Stern - die äußeren hantelartigen Strukturen sind nur gering und hauptsächlich im H-alpha-Licht angeregt

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 10" und 360-500-facher Vergrößerung

FG 10x50 - der PN wird indirekt als kleines nebliges Sternchen sichtbar und blitzt nur ab und zu auf - er steht am Südostende eines unregelmäßigen Vierecks mit drei weiteren 8 mag hellen Sternen

4" Refraktor - bei 25-fach ist indirekt bereits ein diffuser länglicher Schimmer erkennbar und nördlich wird schwach ein Stern sichtbar - bei 40-fach gesellt sich südöstlich ein weiterer Stern hinzu - bei 50-fach leichte Helligkeitszunahme zum Zentrum hin wahrnehmbar - bei 90-fach wird das am Südende des PN stehende Sternchen sichtbar - die Ostkante von NGC 6905 wirkt ein wenig definierter

8" Spiegel - bei 40-fach ist der PN stellar, wirkt aber schon leicht umhüllt - bei 60-fach und UHC wirkt er recht groß und eigentümlich in die Länge gezogen, sicher auch bewirkt durch den nördlich des PN stehenden Stern - bester Eindruck bei 90-fach und [OIII] - auf jeden Fall ein interessanter PN, der auch höhere Vergrößerungen verträgt

NGC 6905
NGC 6905 Zeichnung

NGC 7008

Cyg

21h00m33s

+54°32'39"

Größe 1,4' x 1,4'

Gesamthelligkeit 10m7

Helligkeit ZS 12m0

Fetus Nebula - ein facettenreicher PN mit interessanter irregulärer Form - die ovale Gesamtform ist im Osten unterbrochen und der Nebel hat helle Kondensationen in der Nebelschale - die Kondensationen an den Rändern sind Bereiche mit geringer Anregung (auf Fotografien rötlich) - das Verhältnis [OIII] zu Hα ist 1,3:1 (typisch für PN ist 3:1)

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung 1 rechts: Mathias Sawo mit 10" und 210-360-facher Vergrößerung

Zeichnung 2 rechts: Mathias Sawo mit 21" und 360-facher Vergrößerung

3" Refraktor - bei 40-fach ohne Filter nur als schwache Aufhellung erkennbar - mit UHC indirekt recht auffällig, eher klein und gleichmäßig hell, direkt neben einem Feldstern - die Form ist eher schwer erkennbar - bei 60-fach mit UHC zeigt sich der Nebel rundlich
5" Refraktor - bei 20-fach ist der Nebel nur sehr schwach erkennbar - ein nahe stehender Stern fällt auf - mit [OIII] zeigt sich der Nebel indirekt auffällig, gleichmäßig hell und wirkt rundlich bis leicht oval - der nahe stehende Stern ist nur noch sehr schwach zu sehen - bei 40-fach wirkt der Nebel noch immer ziemlich schwach, gleichmäßig hell und rundlich bis leicht oval (NS) - südlich des Nebels befindet sich der markante Stern sowie ein weiterer schwacher Stern in südlicher Richtung - mit [OIII] kann die ovale Form gut erkannt werden - bei 80-fach erscheint der Nebel auch ohne Filter oval, die Süd- und Südwestseite des Nebels wirken dabei etwas schärfer begrenzt

8" Spiegel - bei 30-fach ist der PN schon sichtbar - bei 130-fach mit UHC dann gerade noch direkt sichtbar - unregelmäßige Struktur mit helleren und dunkleren Bereichen, leicht gebogen, einem offenen Kreis ähnlich - insgesamt aber recht klein

21" Spiegel - spektakulärer Anblick bei 360-fach ohne einen Filter - das innere des PN hat die Form eines Fragezeichens, wobei die Mitte schlanker wirkt und das südliche Ende breiter und heller - der hellste Bereich vom PN ist im nördlichen Bereich zu sehen, hervorgerufen durch zwei linsenförmige Knoten - die zwei Knoten zeigen sich gut begrenzt und getrennt - der südlichere der zwei Knoten ist heller - am östlichen Ende des Fragezeichens ist indirekt besehen ein abgesetzt wirkender schwacher Nebel zu erkennen - das Fragezeichen ist von einer schwachen ovalen Blase umgeben - innerhalb des PN sind drei Sterne zu sehen, wobei ein westlicher Stern nur schwach glimmt 

NGC 7008
NGC 7008 Zeichnung
NGC 7008 Zeichnung2

NGC 7009

Aqr

21h04m11s

-11°21'48"

Größe 0,6' x 0,6'

Gesamthelligkeit 8m3

Helligkeit ZS 12m8

Saturnnebel - ein besonders kompakter und flächenheller PN - Wilhelm Herschels erste Entdeckung und auch die einzige mit seinem 12" Reflektor - möglichst mit hohen Vergrößerungen beobachten - wichtig ist ruhige Luft und eine gute Optik - Dunst und leichte Aufhellung sind nicht so schlimm

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 14" und 280-460-facher Vergrößerung

FG 8x20 - der PN ist direkt knapp erkennbar und etwa gleich hell, wie die beiden 25' nordwestlich stehenden 8 mag hellen Sterne, mit denen er ein spitzes Dreieck bildet

FG 10x50 - als kleines leicht verwaschenes Sternchen sichtbar - im Vergleich zu gleichhellen Sternen in der Nähe strahlt der PN etwas dumpfer 

FG 16x70 - der PN ist in etwa so hell, wie 38' entfernt stehender 7m0 Stern südwestlich - mit UHC + OIII hinter den Okularen gelingt der Beweis, der PN ist nun heller als die unmittelbarem Gesichtsfeld zu sehenden Sterne südlich und südwestlich

8" Spiegel - bei 80-fach sehr hell, rund, flächig und relativ groß

12" Spiegel - bei 70-fach zeigt sich ein helles grünliches Oval mit homogener Ausleuchtung - bei 160-fach wir das Oval deutlicher - der PN ist höchstvergrößerungsfreudig, allerdings konnte ich keine Strukturen feststellen (wie immer mäßiges Seeing) - der PN wirkt in der Tat wie ein Planet, ein leicht unscharfer :-), aber nicht wie Saturn, die Jets waren noch nicht auszumachen

NGC 7009
NGC 7009 Zeichnung

NGC 7026

Cyg

21h06m18s

+47°51'07"

Größe 0,4' x 0,2'

Gesamthelligkeit 10m7

Helligkeit ZS 14m8

dieser bipolare PN besitzt den populär anmutenden Namen Cheeseburger Nebula - er wirkt zusammen mit nahem 9m6 hellen Stern wie ein Doppelstern

Bild rechts: PanSTARRS (einige Sterne überbelichtet)

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 10" und 360-500-facher Vergrößerung

FG 10x50 - indirekt knapp stellar erkennbar, aber nicht vom 9m6 hellen Stern trennbar - keine hellen Sterne in unmittelbarer Umgebung, die nächsten sichtbaren Sterne sind ein 10m2 Stern gut 3' nördlich und ein 9m8 Stern ca. 6' östlich

3" Refraktor - Beobachtung bei Vollmond - bei 40-fach wirkt der Nebel mit seinem Nachbarstern eher wie ein Doppelstern - bei 60-fach zeigt sich NGC 7026 als kleine gleichmäßige diffuse Aufhellung - indirekt gut sichtbar
4" Spiegel - bei 80-fach wird indirekt eine kleine diffuse runde Aufhellung direkt neben dem Stern sichtbar - recht einfach zu sehen
8" Spiegel - Beobachtung bei Vollmond - bei 60-fach sowie UHC wird an einem Stern ein leicht grünlich schimmernder diffuser Fleck ohne Konturen sichtbar - bei 90-fach ist bereits eine Trennung des PN vom Stern möglich - bei 130-fach und UHC wirkt der Nebel heller als der Stern - bei 270-fach und geduldiger Beobachtung ist blickweise die Trennung beider Schalen möglich

10" Spiegel - bei 40-facher Vergrößerung ist indirekt ein schwacher kleiner Nebel, westlich von einem hellen Stern zu erkennen, der sich bei 70-fach dann sehr deutlich und gut trennbar vom Stern zeigt - bei 210-fach wirkt der PN strukturiert und die Schalenstruktur deutet sich an - bei 360-fach sind indirekt gut zwei eng gegenüberliegende Schalen zu erkennen, die aber noch nicht dauerhaft haltbar sind - in der Mitte der Schalen blitzen hellere Knoten hervor - der PN ist von einem schwachen und eng anliegenden Halo umgeben, der nach Norden und Süden etwas ausgedehnter wirkt - Bei 500-fach sind die Schalen ständig haltbar und zeigen nun einen deutlichen Abstand voneinander - zudem wird der Halo deutlicher

18" Spiegel - bei 160-fach zeigt sich ein runder heller Nebelball neben einem hellen Stern - bei 320-fach wird die Zweiteilung bereits gut sichtbar, sowie ein schwacher äußerer Halo - bei 510-fach zeigen sich zwei gegenüberliegende längliche und gut begrenzte Schalen sehr deutlich und mit eine breiten Abstand, der Zwischenraum ist mit einem schwächeren Nebel gefüllt - beide Schalen wirken in der Mitte heller - auf der südlichen und offen wirkenden Seite des PN gehen von den beiden Schalen schwach diffuse Ausläufer in den Raum hinaus - auf der Nordseite ist indirekt blickweise ein leicht spitz zulaufender diffuser Ausläufer zu erkennen - bei weiterer Vergrößerung auf 760-fach werden die Ausläufer etwas deutlicher - an der Südseite ragen sie weiter in den Raum hinein, der Ausläufer auf der Nordseite löst sich bei dieser Vergrößerung zu einer bogenförmigen Struktur auf, die beide Schalen miteinander verbunden hat

NGC 7026
NGC 7026 Zeichnung

NGC 7027

 Cyg

21h07m02s

+42°14'10"

Größe 0,3' x 0,2'

Gesamthelligkeit 8m5

Helligkeit ZS 16m3

Magic Carpet - der PN ist mit einem Alter von 600 Jahren das jüngste Deep Sky Objekt am Himmel - er ist sehr hell und recht einfach zu beobachten, also auch aus der Stadt heraus - die deutlich elliptisch geformte Haupthülle hat scheinbar eine quadrupolare Struktur

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 510-facher Vergrößerung

FG 8x40 - indirekt recht einfach zu sehen, stellar
4" Spiegel - bei 30-fach nahezu stellar und direkt einfach zu sehen - bei 80-fach indirekt leicht flächig, aber noch immer sehr kompakt - sieht einem verschwommenen Stern ähnlich - bei 140-fach leicht oval mit etwas hellerem Zentrum, Rand leicht diffus

8" Spiegel - bei 20-fach ist der PN schon stellar sichtbar - bei 90-fach kleiner kompakter leicht grünlich leuchtender Nebel - bei 200-fach wirkt der PN noch immer hell und leicht rautenförmig NO-SW-elongiert - der Nordwestrand leuchtet etwas heller

10" Spiegel - bei Aufsuchvergrößerung ist der PN sehr hell und stellar - bei 130-fach wirkt er schon leicht länglich-rechteckig - bei 210-fach wird im nordwestlichen Bereich eine hellerer Knoten sichtbar, der gut zu halten ist - bei 360-fach ist der südöstliche Bereich indirekt durch eine Dunkellinie (SW-NO) durchzogen und wirkt dadurch etwas abgetrennt - bei 500-fach wird diese Trennung knapp direkt sichtbar, der hellere Knoten im nordwestlichen Bereich ist  dann auch besser ortsfest zu machen und rückt an der westlichen Bereich vom Rechteck

18" Spiegel - PN sehr hell mit einer rechteckig bzw. leicht trapezförmigen Grundform - bei 320-fach scheint der PN mit feinen Dunkellinien durchzogen zu sein, was ihn in drei längliche Segmente teilt - bei 510-fach sind diese drei Segmente deutlich getrennt voneinander zu erkennen - ein Segment ist deutlich heller und mit einer stellaren Helligkeitsspitze versehen, daran hängt eine Art "Fortsatz" mit einer Biegung nach Nordwest - der PN ist von einem schwachen unförmigen Halo umgeben

NGC 7027
NGC 7027 Zeichnung

NGC 7048

Cyg

21h14m15s

+46°17'16"

Größe 1' x 1'

Gesamthelligkeit 12m0

Helligkeit ZS 18m0

ein PN mit Ringstruktur - der Zentralstern ist visuell nicht erreichbar - zwar taucht mit größeren Öffnungen ein schwacher Stern im Nebel auf, dieser liegt aber deutlich abseits der Mitte und ist ein zufällig in Sichtlinie stehender Feldstern der Milchstraße

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 184" und 320-facher Vergrößerung

3" Refraktor - Beobachtung bei Vollmond - bei 60-fach und UHC ziemlich kompakte Aufhellung - ohne Filter eher schwach
8" Spiegel - bei 80-fach zeigt sich der Nebel direkt neben einem 10m2 hellen Stern und ist ohne Filter indirekt gut erkennbar - durch den recht hellen Nachbarstern kann der Nebel leicht länglich wirken - mit [OIII] ist der Nebel als runde, diffuse Aufhellung neben dem Stern deutlich sichtbar

12" Spiegel - bei 70-fach und im Wissen um die Lage wird der PN indirekt bereits schwach sichtbar - bei 110-fach und UHC zeigt sich eine schöne homogen helle Scheibe - [OIII] wirkt auch sehr gut, aber UHC fand ich schöner - der PN wird im Süden von einem Stern flankiert und im Norden zeigt sich ebenfalls ein noch schwächerer Stern - bei 240-fach zeigt sich der PN auch ohne Filter deutlich, besitzt aber weniger definierte Ränder bei höheren Vergrößerungen und UHC wirkt die Westseite immer leicht heller

18" Spiegel - bei Aufsuchvergrößerung wird der PN bereits deutlich als rund-ovaler Nebel sichtbar, er klebt an einer hellen Sterngruppe klebt - bei 320-fach wird eine Schalenstruktur erkennbar mit zwei gegenüberliegenden Teilen - die östliche Schale ist dünner, während die westlicher Schale deutlich dicker wirkt - die westliche Schale hat am nördlichen Ende eine "Verdickung", die etwas heller wirkte, in dessen Mitte ist ein schwacher Stern zu erkennen - das nördliche und südliche Ende des Nebelovals wirkt offen

NGC 7048
NGC 7048 Zeichnung

NGC 7094

Peg

21h36m53s

+12°47'19"

Größe 1,6' x 1,6'

Gesamthelligkeit 13m4

Helligkeit ZS 13m0

ein großer alter und damit ziemlich lichtschwacher PN, dessen kräftig blau leuchtender Zentralstern um einiges heller ist als der Nebel - insgesamt scheint über NGC 7094 nicht viel bekannt zu sein, selbst die Entfernungsangabe ist ziemlich unsicher und damit auch die Ausdehnung - NGC 7094 zeigt auf Fotos zahlreiche filamentartige Strukturen

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 210-facher Vergrößerung + [OIII]

4" Refraktor - nicht gesehen, keine Chance - die betreffende Stelle ist zwar durch nördlich stehende Sterne leicht zu identifizieren, aber Versuche bis 90-fach mit und ohne Filter haben nicht zum Erfolg geführt

8" Spiegel - bei 40-fach rund, gleichmäßig hell, schwach - bei 80-fach ist dann indirekt der Zentralstern auffällig - mit [OIII] direkt gerade noch wahrnehmbar

12" Spiegel - bei 70-fach und UHC wird eine schwache flächige Aufhellung sichtbar - im PN ist eine kleine stellare Aufhellung erkennbar, der Zentralstern - ohne Filter ist der PN so gut wie nicht sichtbar

NGC 7094
NGC 7094 Zeichnung

NGC 7139

Cep

21h46m09s

+63°47'29"

Größe 1,3' x 1,3'

Gesamthelligkeit 13m3

Helligkeit ZS 18m0

ein oft übersehener recht flächenschwacher PN - der Zentralstern ist visuell nicht erreichbar

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 340-facher Vergrößerung

6" Spiegel  - Vorstadthimmel - bei 80-fach alle Filter von [OIII], UHC bis UHC-S durchprobiert, keine Spur vom PN - das Sternmuster HM 11 ist jedenfalls eine hervorragende Aufsuchhilfe und gab mir die Sicherheit, genau an der richtigen Stelle zu suchen

8" Spiegel - bei 40-fach und [OIII] indirekt sichtbar - bei 100-fach ohne Filter indirekt gerade noch wahrnehmbar und extrem schwach - mit [OIII] als recht schwache, rundliche Aufhellung zu sehen, deutlich flächig und gleichmäßig hell

12" Spiegel - bei 70-fach ist der PN auch schon ohne Filter als diffuse homogen helle Aufhellung erkennbar - mit UHC wird ein deutlich begrenztes Nebelbällchen sichtbar, [OIII] wirkt minimal besser - bei 160-fach und UHC zeigt sich weiterhin ein gut begrenztes Nebelscheibchen, das nun aber nicht mehr ganz rund ist - östlich vom PN ist eine Sterngruppe markant, die einem Pantoffeltierchen gleicht (HM 11 - ein Sternbogen aus 4 Sternen zieht sich von SW nach NO mit zwei Fühlersternen im Norden darüber) - bei 200-fach wirkt der Rand südöstlich blickweise leicht heller

18" Spiegel - bei Aufsuchsvergrößerung ist der PN direkt zu sehen als runde Nebelscheibe - bei 340-fach sind am östlichen und westlichen Rand des runden Nebels dünne und gut abgegrenzte Schalen zu erkennen, an dessen nördlichem Ende jeweils ein Stern zu sehen ist - der nördliche und südliche Rand zeigen sich dagegen eher diffus begrenzt und sie wirken flach und blickweise leicht nach innen gewölbt
24" Spiegel - bei 190-fach ist der PN als gleichmäßig helles Scheibchen mit leicht diffusen Rändern erkennbar - bei 250-fach wirkt der Nebel nicht mehr ganz rund und nach Süden leicht geöffnet - im Inneren ist er leicht gemottelt
NGC 7139
NGC 7139 Zeichnung

NGC 7293

Aqr

22h29m39s

-20°15'14"

Größe 25' x 25'

Gesamthelligkeit 7m3

Helligkeit ZS 13m6

der Helixnebel ist der uns am nächsten gelegene PN - er ist sehr alt und groß, mit einer komplexen Schalenstruktur mit mehreren Ringen unterschiedlicher Ausdehnung - visuell gilt NGC 7293 wegen seiner maximalen Höhe von 20° und geringen Flächenhelligkeit für mitteleuropäische Beobachter als schwierig, tatsächlich ist er jedoch unter gutem Himmel schon im FG ein dankbares Objekt - [OIII] hilft sehr und erlaubt selbst unter Vorstadthimmel schöne Beobachtungen

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 12" und 100-facher Vergrößerung

FG 6x20 - Vorstadthimmel - mit [OIII] vor beiden Objektiven ist indirekt ein sehr diffuser Nebelfleck auszumachen

FG 8x20 - leicht aufgehellter Himmel - ich meine, den PN flächig aufblitzen gesehen haben zu wollen, aber zu unsicher - unter dunklem Himmel sollte es aber möglich sein, denke ich

FG 10x42  - Alpenhimmel - der Nebel ungefiltert regelrecht auffallend und groß -

FG 10x42 - Vorstadthimmel - ohne Filter noch unsichtbar, mit zweimal [OIII] vor beiden Objektiven dann ist der Nebel klar auszumachen, mit direktem Sehen ist er ein auffallender großer Nebelfleck - er erscheint gut vom Hintergrund abgesetzt, mit einer helleren Stelle am südöstlichen Rand der kreisförmigen Struktur, das Innere des Nebels erscheint dunkler als der Rand - auch mit zweimal UHC vor den Objektiven ist der Nebel direkt gut zu halten

FG 10x50 - leicht aufgehellter Himmel - indirekt ist eine matte Aufhellung erkennbar, die mitunter etwas gehalten werden kann - insgesamt diffus, im Norden entsteht ab und an der Eindruck einer Abgrenzung

FG 16x70 - aufgehellter Horizont - mit UHC + [OIII] hinter den Okularen ist der PN groß, rund und homogen hell zu erkennen - sehr einfach und eindrucksvoll

8" Spiegel - bei 40-fach und [OIII] extrem groß für einen planetarischen Nebel - rund, zur Mitte hin dunkler werdend - durch den leicht aufgehellten Himmel ohne Filter indirekt gerade noch wahrnehmbar

12" Spiegel - aufgehellter Horizont - bei 70-fach ohne Filter unsichtbar - mit [OIII] eine Offenbarung, was für ein Riesen-Nebel, groß und rund und im Inneren wirkt er dunkler  - mit UHC sind mehr Sterne im Nebel erkennbar

NGC 7293
NGC 7293 Zeichnung

NGC 7354

Cep

22h40m20s

+61°17'09"

Größe 0,4' x 0,3

Gesamthelligkeit 12m2

Helligkeit ZS 15m0

ein elliptischer PN mit einem Halo von mittlerem Entwicklungsalter - der PN steht recht einsam in einer relativ sternarmen Gegend, das Suche nach ihm ist dennoch lohnend - der ZS ist umgeben von einer sphärischen Außenhülle und einer elliptischen inneren Hülle - hoch auflösende Fotos zeigen zudem helle Knoten um den ZS und zwei asymmetrische Jets, für die ein zweiter Begleiter ursächlich sein könnte, sein Vorhandensein wurde aber noch nicht bewiesen

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

8" Spiegel - bei 40-fach fällt der PN als kleines Nebelchen zwischen zwei Sternen auf - bei 60-fach und UHC zeigt sich ein kleiner Nebel mit kompaktem Zentrum - bei 130-fach entsteht mitunter der Eindruck, dass der Nebel leicht oval ist - der PN wirkt helligkeitstechnisch eher unregelmäßig mit größter Helligkeit im Norden
10" Spiegel - bei 40-facher Vergrößerung ist der direkt als kleiner runder Nebelball, mit helleren Zentrum zu sehen - bei 70-fach zeigt er zur Mitte hin einen deutlichen Helligkeitsanstieg,  ein naher schwacher Stern südwestlich vom PN wird erkennbar - bei 210-fach zeigt sich indirekt einen strukturierter Rand, der aber nicht greifbar ist - bei 360-fach wirkt das Zentrum blickweise  dunkler - mit etwas Geduld werden blickweise zwei Schalen am östlichen sowie westlichen Rand sichtbar - in guten Momenten wirken beide Schalen zur Mitte hin heller - die Schale auf der östlichen Seite ist meist besser greifbar - der PN hatte eine rund-ovale Grundform und ist nach außen weich abgegrenzt
12" Spiegelschon bei Aufsuchvergrößerung ist der PN als leichter zarter Nebel erkennbar - bei 70-fach ist er recht hell und nicht homogen - UHC zeigt Wirkung und der PN erscheint heller und schön rund - bei 110-fach werden westlich und südwestlich vom PN zwei schwache Sterne sichtbar - bei 200-fach bekommt der PN einen leicht viereckigen Eindruck - bei 360-fach entpuppt sich der westlich stehende Stern als ein Sternpärchen
NGC 7354

NGC 7662

And

23h25m54s

+42°32'06"

Größe 0,9' x 0,7'

Gesamthelligkeit 8m3

Helligkeit ZS 13m0

Blue Snowball - seine namensgebende blau-grüne Farbe stammt vom Leuchten des zweifach ionisierten Sauerstoffs - der PN ist einer der hellsten Planetarischen Nebel, der schon mit kleinen Öffnungen seine schöne Farbe zeigt

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 340-facher Vergrößerung

4" Refraktor - bei 30-fach wird indirekt ein kleines unscharfes Sternchen sichtbar - bei 50-fach dann ein flächiger diffuser heller Nebel - bei 150-fach ist der PN noch immer sehr hell und als klar begrenzte runde Scheibe erkennbar

12" Spiegel - bei 70-fach schön hell, groß und rund mit leicht bläulichen Farbeindruck (Farbe aber nicht sehr auffällig) - ich habe den Eindruck, er strahlt ein wenig "dreckig" und zur Mitte hin heller werdend - bei 160-fach rund mit definierten Grenzen und homogen hell - in allen weiteren Vergrößerungen bleibt der PN rund und zeigt kaum Helligkeitsunterschiede 

18" Spiegel - der PN ist sehr hell und hat eine ovale Grundform - bei 340-facher Vergrößerung zeigt sich innerhalb des Nebels deutlich ein C-förmige Struktur - am Südost- sowie am Nordwest-Rand sind längliche Aufhellungen zu erkennen - die Scheibe und die Strukturen wirken gut abgegrenzt

NGC 7662
NGC 7662 Zeichnung