Planetarische Nebel

Abell

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Abell 2

 Cas

00h45m35s

+57°57'35"

Größe 0,6' x 0,6'

Gesamthelligkeit 14m5

Helligkeit ZS --

einer der hellsten Vertreter des Abell-Katalogs - der PN ist ein kleines perfekt rundes Scheibchen, aber ohne weitere Strukturen

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 340-facher Vergrößerung + OIII

8" Spiegel - bei 150-fach und UHC zeigt sich der PN ziemlich schwach, klein, rund und gleichmäßig hell

12" Spiegel - bei 110-fach und UHC wird der PN indirekt als kleine Aufhellung sichtbar und kann länger gehalten werden - der Südwesten scheint etwas heller zu leuchten - OIII hat bei keiner Vergrößerung geholfen

18" Spiegel - der PN ist schon ohne Filter indirekt gut als runder Nebel zu erkennen - bei 320-fach und OIII wirkt das Zentrum dunkler, was aber nur indirekt und nur kurzzeitig haltbar ist - ohne Filter ist am südwestlichen Rand ein schwacher Stern zu erkennen, ein weiterer blitzte gelegentlich auf, den konnte ich aber nicht genau festmachen

Abell 2
Abell 2 Zeichnung

Abell 4

Per

 02h45m24s

+42°33'05"

Größe 0,3' x 0,3'

Gesamthelligkeit 14m6

Helligkeit ZS 19m3

der PN steht nur 40' östlich von M 34 und gehört unter den anspruchsvollen PN des Abell-Kataloges sicherlich zu den vermeintlich einfacheren Objekten - der PN bildet eine schöne Konstellation mit der 1' nordwestlich stehenden Spindel-Galaxie PGC 2201333, die Sichtung der Galaxie selbst ist allerdings nur größten Öffnungen vorbehalten ist

8" Spiegel - bei 80-fach und OIII indirekt sichtbar - ein kleiner runder gleichmäßig heller Nebel

12" Spiegel - bei 100-fach und OIII indirekt auffällig als kleine runde gleichmäßig helle Aufhellung - direkt auch schwach sichtbar

Abell 4

Abell 10

Ori

05h31m45s

+06°56'02"

Größe 0,6' x 0,6'

Gesamthelligkeit 13m9

Helligkeit ZS 19m7

der PN stellt zusammen mit Abell 12 und einem Durchmesser von nur 0,6' eine Ausnahme unter den Abell-PN dar - man sollte sich keinesfalls von der angegebenen Gesamthelligkeit abschrecken lassen - seine kompakte Größe ergibt eine relativ hohe Flächenhelligkeit

14" Spiegel - bei 80-fach sowie OIII wird indirekt ein kleiner schwacher Schimmer sichtbar - bei 130-fach ist der PN aber weiterhin ohne definierbare Form - ich habe auch ohne Filter beobachtet und eine stellare Aufhellung im Nebel wahrgenommen, das scheint aber unmöglich, da der ZS nicht hell genug ist

Abell 10

Abell 12

Ori

 06h02m20s

+09°39'14"

Größe 0,6' x 0,6'

Gesamthelligkeit 12m2

Helligkeit ZS 19m7

ein PN mit extrem geringem Abstand zum 4m1-Stern μ Ori - er gehört zu den hellsten PN des Abell-Kataloges - der Nebel leuchtet sowohl im Hα- als auch OIII-Licht - dagegen scheint die Hß-Linie völlig zu fehlen - da die Wasserstoffschale etwas größer ist, erscheint der Rand dieses Nebels auf Fotografien rot - OIII ist Pflicht - mittlere bis hohe Vergrößerungen sind elementar, um die Scheibe vom Stern trennen zu können

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 320-facher Vergrößerung + OIII

5" Refraktor - bei 80-fach und OIII keineswegs auffällig, relativ schwach und rund - Helligkeit am Rand leicht abfallend, sonst gleichmäßig hell

8" Spiegel - bei 100-fach und OIII ist der PN indirekt gut als runder, gleichmäßiger Nebel erkennbar

12" Spiegel - in einer für Flachlandverhältnisse ungewöhnlich trockenen Nacht ist bei 110-fach sowie OIII eine deutlich abgegrenzte Aufhellung innerhalb der Stern-Strahlkranzes Richtung Nordwest zu sehen, wobei der vom Stern abgewandte Rand des PN deutlicher zu sehen ist - bei 200-fach wird die gesamte Scheibe gut abgegrenzt sichtbar - nach vielen Fehlversuchen und vielen feuchten Nächten ein echtes Highlight für mich

Abell 12
Abell 12 Zeichnung

Abell 21

Gem

07h29m03s

+13°14'48"

Größe 10' x 10'

Gesamthelligkeit 11m5

Helligkeit ZS 16m0

der Medusa-Nebel - ein 6.800 Jahre alter ausgedehnter PN - wegen seines merkwürdigen filamentartigen Aussehens hat man Abell 21 früher für einen SNR gehalten - bei ihm dominiert das rote Licht der Wasserstofflinie Hα - hier ist auch der größte Strukturreichtum zu sehen - er leuchtet auch in OIII, jedoch weit schwächer und nicht so strukturreich

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 110-facher Vergrößerung sowie OIII

4" Refraktor - bei 40-fach sowie UHC und etwas Geduld blitzt eine relativ große Fläche über einem schwachen Stern durch, die nicht rund ist, sondern nach Südosten verbogen

8" Spiegel - bei 40-fach + OIII zeigt sich der PN sichelförmig (ähnlich dem zu etwa ein Drittel beleuchteten Mond) - er ist noch direkt wahrnehmbar, gleichmäßig hell und diffus - mit UHC ist er indirekt auffällig

12" Spiegel - bei 70-fach sowie OIII ist die breite Sichel deutlich direkt sichtbar - die Innenseite der Sichel läuft nach Nordwesten diffus aus - UHC geht auch, aber OIII ist besser (in einer anderen Nacht war UHC besser)

Abell 21
Abell 21 Zeichnung

Abell 31

 Cnc

08h54m13s

+08°53'53"

Größe 16' x 16'

Gesamthelligkeit 12m2

Helligkeit ZS 18m0

der Nebel ist einer der scheinbar größten PN - aufgrund seiner Winkelausdehnung besitzt er eine geringe Flächenhelligkeit - der südliche Teil des Nebels ist durch eine bogenförmige Schockzone umgeben, während die Grenzen des nördlichen Teils sehr verschwommen sind - der PN liegt an der Südostkante eines auffälligen Parallelogramms aus vier 10 mag hellen Sternen, die das Aufsucher sehr einfach machen sollten

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 100-facher Vergrößerung + OIII

8" Spiegel - bei 80-fach und OIII nicht gesehen - aufgehender Mond und aufkommende hohe Bewölkung vereitelten diese Beobachtung

12" Spiegel bei 40-fach und OIII ist der südöstliche Stern des Parallelogramms von einem schwachen diffusem Leuchten umgeben - die größte Helligkeit ist südlich und südwestlich von diesem Stern auszumachen - bei 70-fach und OIII bleibt der Glow diffus aber deutlich sichtbar - echte Begrenzungen sind an keiner Stelle auszumachen - kein typischer Abel-PN-Anblick

Abell 31
Abell 31 Zeichnung

Abell 33

 Hya

09h39m09s

 -02°48'32"

Größe 4,5 x 4,5'

Gesamthelligkeit 13m4

Helligkeit ZS 15m0

ein entwickelter kreisrunder und extrem lichtschwacher PN, der überwiegend in den Spektrallinien des angeregten Sauerstoffs OIII leuchtet und uns daher auf Fotografien türkis erscheint - interessant ist der Zentralstern, der trotz der kreisrunden Erscheinung des PN leicht in nordwestliche Richtung verschoben ist - ein 7m2 heller Vordergrundstern steht am Südwestrand des PN (Diamantringeindruck auf Fotos)

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 90-facher Vergrößerung + OIII

8" Spiegel - bei 80-fach und OIII zeigt sich der PN extrem schwach - er ist rund und gleichmäßig hell - er wirkte zum Teil ringförmig

12" Spiegel - die Stelle ist schnell ausgemacht und das schwächere Zweifach-Sternchen im Norden des Nebels dient recht gut zur Bestimmung der Größe des PN - bei 40-fach und OIII ist indirekt eine Aufhellung nord-nordöstlich eines helleren Sterns erkennbar - der Rand ist nicht mehr diffus, aber der Nebel ist so schwach, dass man nicht mehr von einer Begrenzung sprechen kann, zum Norden hin ist Abell 33 am besten begrenzt - 70-fach und OIII verbessern die Sichtbarkeit und Helligkeit ein wenig - blickweise wirken seine Grenzen nach Norden hin wieder definierter - im Süden verhindert die Helligkeit des angrenzenden Sterns eine bessere Beobachtung - UHC bringt nichts

18" Spiegel - im Übersichtsokular und OIII zeigt sich eine recht auffällige große und gut begrenzte runde Scheibe, die direkt an einem sehr hellen Stern klebt - bei 90-fach ist der innere Bereich des Nebels deutlich dunkler wahrnehmbar, was ihn ringförmig erscheinen lässt - der dunkle innere Bereich liegt nicht zentral, wodurch der westliche Rand des Ringes dicker wirkt - im Nebel zeigt sich nordwestlich fast am Rand ein Stern - ohne Filter ist vom Nebel fast nichts mehr zu sehen, höchstens ein sehr schwaches Glimmen des Randbereichs, der vom sehr hellen Stern nach Richtung Norden verläuft - sehr starke Filterwirkung

Abell 33
Abell 33 Zeichnung

Abell 35

Hya

12h53m33s

-22°52'23"

Größe 12' x 12'

Gesamthelligkeit 13m3

Helligkeit ZS --

ein sehr alter und extrem lichtschwacher PN, der auf den ersten Blick auf Fotos eher wie eine kleine HII-Region wirkt - im Zentrum vom Abell 35 befindet sich ein Binärsystem, dessen hellere Komponente aufgrund seiner Temperatur nicht in der Lage ist, die ihn umgebenen Gaswolken zu ionisieren - dies besorgt sein gut 18 AE entfernte Begleiter, ein Weißer Zwerg - die abgestoßene Gashülle scheint sich beim Expandieren gegen das interstellare Medium zu bewegen, so dass es zu der sichtbaren Stoßfront kommt

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 14" und 70-facher Vergrößerung + OIII

14" Spiegel - bei 70-fach und OIII wird eine schwache aber deutlich sichtbare längliche Aufhellung zwischen drei helleren Sternen sichtbar, die knapp direkt wahrnehmbar ist - diese Aufhellung wirkt nach Süden härter begrenzt - an dem helleren Teil und Richtung Norden ist ein sehr schwacher runder Schimmer erkennbar, der nur durch field sweeping sicher zu halten ist - bei 100-fach kaum Verbesserung der Sichtbarkeit

 

Abell 36

Abell 36

Vir

13h40m41s

   -19°52'55"

Größe 7,5' x 5,5'

Gesamthelligkeit --

Helligkeit ZS 11m5

ein äußerst schwacher PN mit ungewöhnlich hellem Zentralstern - seine Gaswolken leuchten in den Spektrallinien Hα und OIII etwa gleich hell, so dass sich prinzipiell die Mischfarbe Weiß ergibt - die etwas unterschiedliche Strukturierung bewirkt aber, dass der Nebel auf Fotografien recht bunt wirkt - der nur etwa erdgroße Zwergstern leuchtet visuell ungefähr so hell wie unsere Sonne, gibt aber den weitaus größten Teil seiner Strahlung im harten ultravioletten Lichtbereich und Röntgenbereich ab

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 100-facher Vergrößerung + OIII

12" Spiegel - bei 40-fach ist der Zentralstern schon als verwaschenes Sternchen zu erkennen - bei 70-fach sowie OIII wirkt der PN wie ein Reflexionsnebel - bei 110-fach sowie OIII wird der Nebel indirekt deutlicher und anders als auf Fotos sichtbar als ost-west-elongierte Aufhellung erkennbar (vermutlich habe ich nur die hellsten Nebelteile wahrgenommen) - der nördliche Teil wirkt leicht  heller - das klingt leichter als es war

Abell 36
Abell 36 Zeichnung

Abell 37

Vir

14h04m26s

   -17°13'41"

Größe 0,7' x 0,7'

Gesamthelligkeit 13m9

Helligkeit ZS --

auch IC 972 - das ist der letzte der vier visuell entdeckten Abell-PN - er wurde von Stephane Javelle am großen 30" Refraktor in Nizza gefunden, der ihn als schwaches sehr kleines rundes aufgelöstes Objekt beschrieb - die übrigen PN des 86 Objekte umfassenden Abell-Kataloges wurden alle erst im 20. Jahrhundert fotografisch auf den 936 Plattenpaaren des Mount Palomar installierten Schmidt-Spiegelteleskops entdeckt 

12" Spiegel - bei 70-fach wird eine rundliche Aufhellung sichtbar, die mit zwei Sternen nördlich ein rechtwinkliges Dreieck bildet - mit UHC wird der PN besser greifbar und er wirkt rund, gut begrenzt und homogen hell - OIII wirkt auch und gibt minimal mehr Kontrast, aber UHC hat mir besser gefallen - bei 110-fach ohne Filter blitzt das Scheibchen immer wieder schwach auf

Abell 39

Abell 39

Cep

16h27m34s

  +27°54'34"

Größe 2,9' x 2,9'

Gesamthelligkeit 13m7

Helligkeit ZS 15m5

ein großer und bemerkenswert einfacher sphärischer PN mit sehr geringer Flächenhelligkeit

5" Refraktor - bei 80-fach sowie UHC äußerst grenzwertige Beobachtung - zwar blitzte eine runde gleichmäßige Aufhellung auf, aber rückblickend zu unsicher

8" Spiegel - bei 40-fach eher schwach und weniger auffällig - er wirkt recht groß, rund und gleichmäßig hell - bei 80-fach mit UHC ähnlich, mit OIII fast noch ein wenig schwächer

12" Spiegel - bei 50-fach und OIII zeigt sich der PN schwach und zeigt keine echten Konturen - bei 70-fach und OIII wird der PN indirekt rund abgegrenzt sichtbar, er bleibt strukturlos - gefühlt ist das ein PN, der herausgearbeitet werden muss, denn je länger man das Objekt betrachtet, desto besser wird die Ansicht

Abell 39

Abell 46

Lyr

18h31m19s

  +26°56'12"

Größe 1,1' x 1,1'

Gesamthelligkeit 13m7

Helligkeit ZS 15m0

dieser PN befindet sich ein wenig im Niemandsland zwischen der Leier und Herkules - der ZS ist ein Binärsystem mit Helligkeitsschwankungen von mehr als 1m0

8" Spiegel - bei 80-fach und UHC zeigt sich eine ziemlich schwache, rundliche und gleichmäßig helle Aufhellung - mit OIII ist es nicht viel besser

12" Spiegel - bei 70-fach und OIII blitzt der PN indirekt als schwacher homogen heller diffuser Nebel hervor - um ihn herum sind keine Sterne erkennbar - bei 110-fach und UHC kann der PN indirekt länger gehalten werden - bei 160-fach und OIII habe ich nichts gesehen, dafür wird ohne Filter im nun sehr schwach sichtbaren Nebel der Zentralstern sichtbar - man sieht nie beide zusammen, sondern nur im Wechsel zwischen indirektem und direktem Sehen

Abell 39

Abell 50

Dra

18h59m20s

  +48°27'55"

Größe 0,6' x 0,6'

Gesamthelligkeit 13m4

Helligkeit ZS 19m0

auch NGC 6742 - Wilhelm Herschel entdeckte den PN im Jahr 1788 noch ohne Karten und Filter - er berichtete über ein sehr schwaches stellares Objekt am südöstlichen Ende der Sternbildes Drachen - Herschel gelang damit die erste der insgesamt vier visuellen Entdeckungen von PN des Abell-Kataloges - der PN ist klein und schwach mit Ringstruktur, der Ring ist tatsächlich aber kaum heller als sein Inneres

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

8" Spiegel - bei 80-fach und OIII zeigt sich ein kleines rundes gleichmäßiges Scheibchen - der PN ist auch ohne Filter sichtbar, aber eher schwach

12" Spiegel - bei 70-fach und OIII sofort als kleiner kompakter Nebel sichtbar - Lage nördlich eines helleren Sterns - bei 160-fach ist der PN auch ohne Filter problemlos sichtbar

Abell 50

Abell 55

Cas

19h10m26s

 -02°20'24"

Größe 0,8' x 0,5'

Gesamthelligkeit 13m1

Helligkeit ZS --

der PN zählt wie viele andere aus dem Abell-Katalog auch zu den verhältnismäßig großen, aber sehr lichtschwachen Gesellen seiner Zunft - der PN ist leicht Südsüdwest-Nordnordost elongiert

5" Refraktor - bei 40- und 80-fach sowie OIII versucht, aber nicht gesehen

8" Spiegel - bei 80-fach und OIII - ziemlich schwach, rundlich und gleichmäßig hell - bei 150-fach und mit UHC leicht besser sichtbar - schwierig, aber keineswegs herausfordernd

12" Spiegel - bei 70-fach und OIII zeigt sich der PN direkt als relativ große schwache Aufhellung - indirekt ist er leicht heller und länger haltbar - er ist homogen hell und hat leicht diffuse Ränder

Abell 55

Abell 57

Vul

19h17m06s

+25°37'30"

Größe 0,7' x 0,6'

Gesamthelligkeit 14m4

Helligkeit ZS 17m6

dieser PN steht etwas abseits der bekannten Pfade an der Grenze zwischen den Sternbildern Füchschen und Leier - eine Aufsuchkarte ist Pflicht - für die Suche hilfreich ist, dass der PN mit drei Sternen ein längliches Rechteck bildet und dabei den nördlichen Eckpunkt markiert

12" Spiegel - bei 110-fach und OIII blitzt der PN immer wieder als leichte kompakte Aufhellung auf - leicht helleres Zentrum - bei 160-fach und OIII wird die Sichtbarkeit schwerer und es ist keine definierte Form mehr erkennbar, sofern der PN mal aufblitzt - schwer

Abell 57

Abell 61

 Cyg

19h19m10s

+46°14'52"

Größe 3,2' x 3,2'

Gesamthelligkeit 14m4

Helligkeit ZS 17m4

ein schwacher planetarischer Nebel - dunkler Himmel ist wichtig - OIII ist Pflicht und eine große AP ist förderlich 

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 100-facher Vergrößerung + OIII

8" Spiegel - bei 80-fach und OIII wird der PN extrem schwach, rundlich und gleichmäßig hell sichtbar

12" Spiegel - lt. isDSA mit 8" sichtbar, DSS allerdings zeigt einen extrem zarten PN - mein erster Versuch nix - zweiter Versuch wieder nicht gesehen - dritter Versuch bei schlechten Bedingungen (jetzt erst recht) natürlich wieder nicht - dem PN würde ich gern zurufen: ... ach hau bloß ab Du Sau ... aber nee, an dem beiße ich mich jetzt fest

18" Spiegel - bei Aufsuchsvergrößerung und OIII ist der PN direkt als runder diffuser Nebelball zu sehen, dessen eine Seiten etwas besser definiert ist - bei 100-fach ist die Nebelscheibe am nordwestlichen Rand heller und nach außen besser begrenzt, dadurch entstand der Eindruck einer Sichel im ansonsten runden Nebel - um die Nebelscheibe nahe am Rand blitzen fünf feine Sterne heraus - ohne Filter war der Nebel unsichtbar
Abell 61
Abell 61 Zeichnung

Abell 62

 Aql

19h33m18s

+10°37'04"

Größe 2,6' x 2,6'

Gesamthelligkeit 14m7

Helligkeit ZS --

ein extrem lichtschwacher PN, dessen Form und Farbe stark an den Snowglobe Nebula NGC 6781 im gleichen Sternbild erinnern - allerdings ist dieser Nebel rund 16-mal lichtschwächer, so dass er sich vom üppigen Sterngewusel der Sommermilchstraße ohne Schmalbandfilter praktisch nicht mehr abhebt

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 70-facher Vergrößerung + OIII

8" Spiegel - bei 80-fach und OIII sehr schwach, Form schwierig zu fassen - der PN erschien teils als Bogen (vermutlich der hellere, südliche Teil)

18" Spiegel - bei 70-fach und OIII zeigt sich indirekt ein rund-ovaler Nebel, der zwischen einer feinen Sterngruppe gut auszumachen ist - der südwestliche Teil ist dabei deutlich heller, besser definiert und knapp direkt erkennbar - im Nebel sind drei schwache Sterne zu erkennen - ohne Filter ist der Nebel kaum sichtbar, höchstens sehr schwach angedeutet - sehr gute Filterwirkung

Abell 62
Abell 62 Zeichnung

Abell 67

Aql

19h58m27s

+03°03'00"

Größe 1,1' x 1,1'

Gesamthelligkeit 13m5

Helligkeit ZS --

ein lichtschwacher PN, der überwiegend im Licht der beiden Spektrallinien des angeregten Sauerstoffs und Hα emittiert, wenn auch um den Faktor 2,6 schwächer - deswegen zeigt er auf Fotografien eine türkisblaue Farbe

12" Spiegel - bei 70-fach und OIII sowie einiger Geduld wird der PN sehr schwach südwestlich einer Dreierkette schwacher Sterne sichtbar - er blitzt nur gelegentlich auf

Abell 67

Abell 70

Aql

20h31m33s

-07°05'18"

Größe 0,7' x 0,7'

Gesamthelligkeit 14m3

Helligkeit ZS 18m4

Diamond Ring - Hα und OIII-Emissionen sind gleichermaßen stark vertreten, die Wasserstoffwolke ragt aber etwas weiter in den Raum hinaus, so dass der blass-türkise Nebel auf Fotografien außen einen roten Rand besitzt - interessant ist der Nordteil von Abell 70, denn dort leuchtet die 10.000 mal weiter entfernte 13m3 helle Spindel-Galaxie PGC 187663 

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 14" und 280-facher Vergrößerung

8" Spiegel - bei 80-fach und OIII wird eine kleine, runde, schwache, gleichmäßige Aufhellung sichtbar - ohne Filter ist nichts zu sehen

12" Spiegel - bei 70-fach und OIII wird indirekt eine schöne gleichmäßig helle Aufhellung sichtbar - die Ränder sind nicht sehr definiert - bei 160-fach und OIII ist indirekt weiterhin eine relativ runde homogen helle Scheibe erkennbar - auf die Galaxie habe ich leider nicht geachtet

Abell 70
Abell 70 Zeichnung

Abell 72

Del

20h50m02s

+13°33'30"

Größe 2,1' x 2,1'

Gesamthelligkeit 13m8

Helligkeit ZS 16m1

einer der vermeintlich helleren und leichteren Abell-PN - er ist sehr hoch angeregt, das heißt, die Intensität der Sauerstoff-Emissionslinien zu der von Helium ist besonders klein - das spricht dafür, dass der PN schon sehr weit entwickelt ist - er steht rund 2° südlich von δ Del und liegt nur 2' westlich eines 8m2 hellen Sterns

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

5" Refraktor - bei 40-fach und OIII sehr schwache, diffuse Aufhellung, die indirekt aber noch halbwegs gut erkennbar ist

8" Spiegel - bei 80-fach und OIII ziemlich schwach, rundlich wirkend, sehr diffus, gleichmäßig hell

12" Spiegel - bei 70-fach und OIII indirekt recht auffällig, dicht an einem 8m8 mag hellen Stern, rundlich, sehr diffus und gleichmäßig hell erscheinend

Abell 72

Abell 75

Cep

 21h26m24s

+62°53'32"

Größe 0,9' x 0,9'

Gesamthelligkeit 13m5

Helligkeit ZS 18m0

auch NGC 7076 - nach Abell 50 ist das die zweite Entdeckung eines PN aus dem späteren Abell-Katalog von Wilhelm Herschel mit seinem 18,7"-Spiegel - der PN ist recht lichtschwach, für einen Abell-PN aber mit einer Flächenhelligkeit von 13m1 verhältnismäßig hell - er ist kontrastarm mit einer Kondensation an der nordöstlichen Flanke

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 160-facher Vergrößerung + OIII

8" Spiegel - schon bei 40-fach und OIII indirekt sichtbar - bei 100-fach ohne Filter indirekt gerade noch wahrnehmbar, extrem schwach - mit OIII als recht schwache, rundliche Aufhellung zu sehen, deutlich flächig und gleichmäßig hell

12" Spiegel - bei 70-fach und OIII leuchtet ein rundes gleichmäßig helles Scheibchen auf - der PN wirkt gut begrenzt - UHC ist auch hilfreich - bei 160-fach ist der PN auch ohne Filter indirekt sichtbar und ich sehe nördlich im Nebel zwei Sterne, allerdings ist das wie ein Katz- und Mausspiel, denn direkt sind die Sterne sichtbar, indirekt dann Abell 75 und die Sterne verschwinden

18" Spiegel - schon bei Aufsuchsvergrößerung ist der PN als kleiner Nebel zu erkennen - bei 160-fach und OIII wird zunächst ein deutlich ovaler Nebel erkennbar, der auf der östlichen Seite heller wirkt - blickweise ist eine "Hufeisenform" zu erkennen, die nach Westen geöffnet ist -dieser Eindruck kann immer wieder kurz gehalten werden - im östlichen und nördlichen Bereich des Nebels blitzten feine Sterne auf - bei 320-fach ist die Hufeisenform etwas besser zu erkennen, die ohne Filter noch schwach zu erahnen war - Filterwirkung also spürbar

Abell 75
Abell 75 Zeichnung

Abell 78

 Cyg

 21h35m29s

+31°41'45"

Größe 2,0' x 1,8'

Gesamthelligkeit 13m2

Helligkeit ZS --

Wedding Ring - der PN ist ein schönes Ziel für mittelgroße Teleskope - das Spektrum zeigt, dass die schwache Außenhülle von der üblichen interstellaren Materie (hauptsächlich HII) herrührt, während der eingebettete innere Ring aber aus reinem Helium besteht

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

5" Refraktor - bei 80-fach und OIII war da vermutlich eine extrem schwache Aufhellung, die blickweise zu sehen war - allerdings ist mir diese Beobachtung zu unsicher

8" Spiegel - bei 80-fach und OIII rundlich, ziemlich schwach, gleichmäßig hell

12" Spiegel - bei 70-fach und OIII wird indirekt ein schwacher diffuser Nebel um den vorher ausgemachten Zentralstern sichtbar - er wirkt rund - indirekt ist er mitunter länger haltbar - mit UHC ist er auch sichtbar, aber noch schwächer und an der Wahrnehmungsgrenze

16" Spiegel - bei 60-fach und OIII zeigt sich ein runder, gleichmäßig heller Nebel - bei 100-fach und OIII ist der Nebel direkt noch erkennbar, die Form schwer fassbar - ein Stern (Zentralstern?) war im Nebel eingebettet - auch bei 100-fach und UHC erschien der Nebel, aber ziemlich schwach

Abell 78

Abell 79

Lac

22h26m17s

+54°49'38"

Größe 0,9' x 0,8'

Gesamthelligkeit 15m0

Helligkeit ZS 18m7

der PN zeigt auf den Rotaufnahmen des POSS neben der ungleichmäßig hellen Ellipse auch noch 2 helle Arme und zahlreiche Details, während im Blauen nur die schmale Ellipse sichtbar ist

Bild rechts: Capella Observatory - Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel

8" Spiegel - bei 80-fach und OIII sehr schwach, rundlich und klein - indirekt gerade noch dauerhaft sichtbar

12" Spiegel - in der betreffenden Gegen ist die Orientierung extrem schwer, denn an der betreffenden Stelle gibt es keine vernünftigen Orientierungssterne - bei 70-fach und OIII wird mit etwas Geduld indirekt eine schwache Aufhellung sichtbar - der PN bildet mit drei helleren Sternen im Norden ein rechtwinkliges Dreieck - man muss sich ein wenig Einsehen, dann zeigt der PN leichte Helligkeitsunterschiede bzw. er wirkt unregelmäßig - bei 110-fach und OIII lässt die Sichtbarkeit nach

Abell 79

Abell 81

Cep

22h42m25s

+80°26'32"

Größe 0,6' x 0,6'

Gesamthelligkeit 14m4

Helligkeit ZS 12m7

auch IC 1454 - dieser PN ist einer der vier visuell entdeckten PN des Abell-Kataloges - er wurde 1891 von William Frederick Denning mit einem 10" Newton gefunden - ein weit expandierter ausgedehnter PN mit geringer Flächenhelligkeit - er steht bemerkenswerterweise 4.200 Lj. oberhalb der Galaktischen Scheibe

5" Refraktor - bei 40-fach und OIII eher schwach & klein, rundlich mit diffus auslaufenden Kanten (?) - bei 80-fach und UHC indirekt ebenfalls recht gut sichtbar - ohne Filter keine Chance

12" Spiegel bei 70-fach und OIII ist der PN direkt sofort erkennbar - der Westen wirkt heller und richtig rund schaut der PN nicht aus - bei 160-fach ist der PN auch ohne Filter sichtbar - mit Filter wirkt der PN nun leicht abgeflacht - nördlich am Nebel kleben zwei schwächere Sterne - am Rande: im Nachgang bei Vergleich mit dem DSS-Bild hatte ich den Eindruck, dass der Nebel visuell ausgedehnter wirkt, als auf dem Bild ... sicher nur ein Eindruck

Abell 81

Abell 82

Cas

23h45m48s

+57°03'58"

Größe 1,6' x 1,6'

Gesamthelligkeit 12m7

Helligkeit ZS 15m0

ein PN mit ungleichmäßiger Ausleuchtung - die Nordwest-Seite ist etwas heller - bei diesem Nebel sind die Hα-Strukturen ziemlich dominant, im OIII-Bereich sind kaum Strukturen zu erkennen

Bild rechts: CCD-Guide - Oliver Schneider

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 210-facher Vergrößerung + OIII

5" Refraktor - oval, sehr schwach mit eingebettetem Stern - der PN befindet sich südöstlich eines mittelhellen Sterns

12" Spiegel - bei 70-fach sowie UHC ist der PN schwach auszumachen - leicht helleres Zentrum - OIII hilft auch - bei 160-fach und UHC ist nach Osten versetzt ein Stern wahrnehmbar

16" Spiegel - bei 60-fach  und OIII erscheint der Nebel südöstlich eines mittelhellen Sterns leicht elongiert - der Eindruck entsteht vermutlich dadurch, da die NO- und SW-Kanten ziemlich schwach sind - bei 100-fach war die NW-Kante des Nebels definierter, die SO-Kante lief diffuser aus - der PN wirkte damit etwas fächerförmig - ein Stern war inmitten des Nebels erkennbar

Abell 82
Abell 82 Zeichnung

Abell 84

Cas

23h47m44s

+51°23'57"

Größe 2' x 2'

Gesamthelligkeit 15m8

Helligkeit ZS 18m5

der PN wird gern zu den eher schwächeren Vertretern des Abell-Kataloges gezählt, er ist aber ohne weiteres mit mittleren Öffnungen erreichbar

Bild rechts: Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18" und 120-facher Vergrößerung + OIII

8" Spiegel - bei 80-fach und OIII rund, relativ groß, gleichmäßig hell - heller Stern im (?) Nebel

18" Spiegel - bei 120-facher Vergrößerung und OIII hat der Nebel eine runde bis ovale Grundform - an der Nord- und Südseite wirkt er abgeflacht - der Nebel war an der Ost- und Westrand indirekt deutlich heller - an der östlichen "Schale", die  heller war als die im Westen, klebte eine heller Stern - ohne Filter war nur noch ein sehr schwaches längliches Glimmen in der Nähe des hellen Sternes zu erkennen - sehr starke Filterwirkung.

 

 

Abell 84
Abell 84 Zeichnung