1. Dezember 2022

Wir freuen uns, unter der Rubrik „Filterexperimente“ zwei neue Unter-Rubriken vorzustellen.

In der Unter-Rubrik „Sonstige“ wird es zum ersten Mal bei den Freunden der Nacht vor allem um die Beobachtung der Planeten gehen. Den Auftakt macht ein Bericht über die erfolgreiche Nutzung eines UV Filters bei der visuellen Beobachtung von Saturn und Jupiter. Weitere Berichte mit teils exotischer Filterwahl werden in lockerer Reihe folgen.

In der Unter-Rubrik „Nomenklatur“ entwirren wir die Begrifflichkeit der weiten, wilden Filterwelt. Dort erfährt Ihr, was Wratten eigentlich bedeutet, wo die Unterschiede zwischen Farbkonversion und Farbkorrektur liegen und vieles mehr.

Beobachtungen:  Sternmuster - Allys Zopf,  Harrington 16

Zeichnungen: Rene - NGC 6991-2, Arp 166, HM 5, Flying Minnow, Melotte 25


10'' f/5 Reise-Dobson

 

Dieser 10'' große und leichtgewichtige Reise-Dobson ist ein durchdachter Eigenbau eines guten Sternfreundes und durfte nun in mein Zuhause umziehen.

 

Als hätte er nicht schon ausreichend persönliche Note, wurde er mit einer feinen, tagsüber im Sonnenlicht schillernden Planetenparade verziert. 

 

Mit seinen sehr kompakten Transportmaßen, der klaren Abbildungsleistung und der geschmeidigen Nachführbarkeit ist er die perfekte Ergänzung für mich und lässt mich noch mehr Detailreichtum und schwächere Objekte am Nachthimmel erkunden.

 


+++ Muster +++

 

Beobachtungen:  

Zeichnungen: 
Mathias - 
Sarah - 

Rubrik: Ausflug in die deutsche und neugriechische Astrosprache

 

Zum Mond gibt es in der Alltagssprache noch wesentlich mehr Begriffe und Wendungen, was vielleicht daran liegt, dass seine Erscheinung die Menschen schon seit jeder faszinierte und ihnen Rätsel aufgab:

Den Erdmond nennt man sowohl Σελήνη (selíni) als auch φεγγάρι (fengári, vom altgriechischen Wort φέγγω (féngo), das "scheinen" bedeutet). Die Monde von anderen Planeten nennt man nur selíni. 

Man sagt zu jemanden, der verträumt ist, dass er "vom Mond ergriffen" ist: φεγγαροπαρμένος (fengaroparménos). Auch das "Mondgesicht" gibt es exakt so im Griechischen (positive oder negative Bedeutung noch ermitteln): φεγγαροπρόσωπος (fengaroprósopos). Da auch die Griechen vor langer Zeit daran glaubten, dass die Menschen bei Vollmond einen gewissen Wahnsinn an den Tag legten, sagt man zu jemandem, der einen schlechten Tag hat, dass er "seine Monde hat": έχει τα φεγγάρια του (échi ta fengária tu).

 

Sonne:

Nicht nur im Altgriechischen, auch heute noch heißt die Sonne ο ήλιος (o ílios), das man als Wortbestandteil "helio-" kennt. Wie auch dem Deutschen sind dem Griechen manche Dinge sonnenklar: είναι ηλίου φαεινότερον (íne ilíu fenóteron). Im Deutschen lebt jemand hinter dem Mond, wenn er vom aktuellen Geschehen wenig weiß; im Griechischen lebt jemand hinter der Sonne, wenn er einsam und zurückgezogen ist: ζεί πίσω απ'τον ήλιο (zí píso ap'ton ílio). 

 

Sterne, Wolken und Planeten:

Jemand, der sich so richtig gemausert hat, ist ein Stern geworden: βγήκε αστέρι (wjíke astéri). Auch aus allen Wolken fällt der Grieche, wenn er unerwartet überrascht ist: έπεσε από τα σύννεφα (épese apó ta sínefa).

 

Zuguterletzt: Auf einem anderen Planeten kann auch ein Grieche leben: ζεί σε άλλον πλανήτη (zí se állon planíti).

 

Das Zwei-Kugel-Universum

 

(zu überarbeiten, Bild malen, Text kürzen usw.)

 

- zur Zeit der antiken Astronomen [wann war das? Nachforschen] bestand das Weltbild des Universums aus einer kugelförmigen Erde inmitten einer noch größeren, konzentrischen Kugel, die an ihrem Rand die uns sichtbaren Sterne trug. Die Sonne bewegte sich auf einer festen Bahn um die Kugel herum.

Die Erdkugel und die Sternkugel, die sich beide drehen, stellen die beiden Schalen des Zwei-Kugel-Universums dar.

 

- [Abbildung Seite 212] umgestalten, selbst zeichnen, Erklärung aus dem Text übernehmen.

 

 - Durch die Beobachtungen zur Sonnenbewegung über den Tag und das Jahr verteilt, dass zur Sommersonnenwende am 21. Juni die Sonne dem Polarstern am nächsten ist und der Tag am längsten ist, zur Wintersonnenwende am 21. Dezember genau umgekehrt, dass zur Frühjahrs- und Herbst-Tag-und-Nachtgleiche am 21. März und 23. September die Sonne ziemlich genau im Osten auf- und im Westen untergeht, lieferte den antiken Astronomen alle Merkmale eines guten wissenschaftlichen Weltbildes. Es erklärte auch die Zusammenhänge zwischen den Sternbewegungen, dem fixen Polarstern und den sich darum herum drehenden Sternen, die sich ja auf der äußeren Sternkugel im Kreis bewegen, erklärte auch, dass manche Sterne von der Nordhalbkugel aus betrachtet nur knapp über den Horizont kommen und andere einen höheren Bogen beschreiben, ehe sie unter dem Horizont verschwinden.

 

- Mit Kopernikus erfolgte dann die Umdeutung des Zwei-Kugel-Modells, weil er u.a. von der Rotation der Erde um die eigene Achse ausging, sodass die Sterne an der äußeren Kugel sich nicht mehr mitdrehen, sondern die Erdkugelrotation die Bewegung der Sterne von Ost nach West erklärt. Außerdem ging er davon aus, dass die Erde auf einer festen, fast kreisförmigen Bahn um die Sonne herum kreist.

Die Bewegung der Sterne und auch der Planeten einschl. ihrer Schleifen am Himmel ließen sich im antiken Weltbild erklären, im kopernikanischen = heliozentrischen allerdings auch. So können Beobachtungen und Messungen der jeweiligen Zeiten zwei völlig unterschiedliche Weltbilder überzeugend stützen.

Mythologie zum Großen Wagen und Drachen [für wenn der Herkules wieder aufsteigt - Bild von Herkules finden, oder von dem Apfelbaum, oder sowas eben]

 

 

In den Herkules-Sagen heißt es, dass Herkules, Sohn des Jupiter und unehelicherweise der Alkmene, damals zwölf „Arbeiten“ im Auftrag Eurystheus verrichten sollte, die undurchführbar schienen. Eine davon war, die goldenen Äpfel der Hesperiden zu sammeln, die ewige Jugend bringen sollten. Dazu musste er mit dem Drachen kämpfen, der diesen Apfelbaum bewachte und der zu Herkules‘ Zeiten abgesehen von hundert Köpfen auch noch große Flügelschwingen hatte (das heutige Sternbild des kleinen Wagens).

Ob sich Herkules wohl deshalb angesichts dieses vielleicht unbezwingbaren Ungetüms immer wieder im Jahr unter dem Horizont vor dem Drachen versteckt? Dieser jedenfalls sucht selbst dann noch mit seinem feurigen, aufgerissenen Drachenschlund nach Herkules.

Schlussendlich konnte Herkules den Drachen jedoch überwinden und die begehrten Äpfel erlangen.



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Hintergrundbild © Endriko (Speedy) Siegismund