1. November

 

Beobachtungen:  Sternmuster & musterwürdige Sternhaufen - Lorenzin 3 (neu) / Dunkelnebel - Barnard 92, Barnard 93 (neu) / 

Zeichnungen: 
Mathias - 
Sarah - 


+++ Muster +++

 

Beobachtungen:  Sternmuster & musterwürdige Sternhaufen - Lorenzin 3 (neu) / Dunkelnebel - Barnard 92, Barnard 93 (neu) / 

Zeichnungen: 
Mathias - 
Sarah - 


Idee für Winter/Frühjahr:

 

Ausflug in die deutsche und neugriechische Astrosprache

 

Die meisten kennen die Herkunft mancher Wörter wie "Galaxie", das vom griechischen Wort für Milch (γάλα, sprich: gála) kommt, oder weiß vielleicht auch, was im Wort "Asterismus" steckt: αστέρι (astéri), was "der Stern" bedeutet. Auch zu anderen Himmelsgebilden lassen sich einige Redewendungen und Wörter finden, die davon zeugen, dass sich das, was die Menschen am Firmament sehen konnten und können, in der Alltagssprache niederschlägt.

 

Himmel:
Wenn es aus Kübeln gießt, dann öffnen sich für den Griechen wörtlich betrachtet die Himmel: άνοιξαν οι ουρανοί (ánixan i uraní). Wer ein reines Gewissen und nichts zu befürchten hat, der ist im Griechischen ein klarer Himmel, der keine Angst vor Blitzen haben muss: καθαρός ουρανός αστραπές δεν φοβάται - katharós uranós astrapés den fowáte). So, wie wir Deutschen jemandem das Blaue vom Himmel versprechen können, verspricht man im Griechischen (meist ein Mann einer Frau) den Himmel mit seinen Sternen: τάζει τον ουρανό με τ'άστρα (tázi ton uranó me t'ástra).

 

Zum Mond gibt es in der Alltagssprache noch wesentlich mehr Begriffe und Wendungen, was vielleicht daran liegt, dass seine Erscheinung die Menschen schon seit jeder faszinierte und ihnen Rätsel aufgab:

Den Erdmond nennt man sowohl Σελήνη (selíni) als auch φεγγάρι (fengári, vom altgriechischen Wort φέγγω (féngo), das "scheinen" bedeutet). Die Monde von anderen Planeten nennt man nur selíni. 

Man sagt zu jemanden, der verträumt ist, dass er "vom Mond ergriffen" ist: φεγγαροπαρμένος (fengaroparménos). Auch das "Mondgesicht" gibt es exakt so im Griechischen (positive oder negative Bedeutung noch ermitteln): φεγγαροπρόσωπος (fengaroprósopos). Da auch die Griechen vor langer Zeit daran glaubten, dass die Menschen bei Vollmond einen gewissen Wahnsinn an den Tag legten, sagt man zu jemandem, der einen schlechten Tag hat, dass er "seine Monde hat": έχει τα φεγγάρια του (échi ta fengária tu).

 

Sonne:

Nicht nur im Altgriechischen, auch heute noch heißt die Sonne ο ήλιος (o ílios), das man als Wortbestandteil "helio-" kennt. Wie auch dem Deutschen sind dem Griechen manche Dinge sonnenklar: είναι ηλίου φαεινότερον (íne ilíu fainóteron). Im Deutschen lebt jemand hinter dem Mond, wenn er vom aktuellen Geschehen wenig weiß; im Griechischen lebt jemand hinter der Sonne, wenn er einsam und zurückgezogen ist: ζεί πίσω απ'τον ήλιο (zí píso ap'ton ílio). 

 

Sterne, Wolken und Planeten:

Jemand, der sich so richtig gemausert hat, ist ein Stern geworden: βγήκε αστέρι (wjíke astéri). Auch aus allen Wolken fällt der Grieche, wenn er unerwartet überrascht ist: έπεσε από τα σύννεφα (épese apó ta sínefa).

Zuguterletzt: Auf einem anderen Planeten kann auch ein Grieche leben: ζεί σε άλλον πλανήτη (zí se állon planíti).

 


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Hintergrundbild © Endriko (Speedy) Siegismund