Sarah

Baden-Württemberg


Aufgewachsen bin ich in einer Kleinstadt in der schönen Pfalz, in der ich aber nie wirklich eine Acht auf den eher unspektakulären Nachthimmel hatte. Mit Anfang 20 in Karlsruhe entdeckte ich dann, dass es feste Sternformationen am Himmel gibt, die sich im Laufe eines Jahres ändern, und begann, sie mit dem bloßen Auge zu beobachten. Erst mit 31 Jahren fiel mir zufällig bei meiner Nachbarin ein Kosmos-Buch über Astronomie in die Hände, das ich regelrecht inhaliert habe. Wenige Wochen später zog dann ein transportabler und leichter 150/750-Dobson bei mir ein, mit dem ich seither ganz getreu dem Motto „blinded by the lights“ den Stuttgarter Flughafen-Nachthimmel mit allergrößtem Enthusiasmus kennenlerne – aus Bequemlichkeit und mit zwei Kleinkindern meistens vom heimischen Garten aus. Manchmal wandere ich ein paar hundert Meter die Straße vor und setze mich auf die dunklen Streuobstwiesen, von denen ich beinahe 360° rings um mich herum freie Horizontsicht habe. Inzwischen fahre ich auch hin und wieder auf die Schwäbische Alb, die mich jedes Mal absolut sprachlos macht, so funkelnd, überwältigend und zauberhaft ist der Nachthimmel dort!

 

Mich reizt aber nicht nur die visuelle Astronomie, sondern auch die Theorie, die hinter all dem steckt, was das Universum uns zu bieten hat. So verbringe ich auch gerne Stunden über Stunden damit, Fakten über Astrophysik, Elementarteilchen oder die Entstehung und Struktur des Universums zu lernen.

 

Genau ein Jahr nach dem Dobson-Kauf bin ich auch dem Refraktorfieber verfallen und darf ziemlich stolz einen 100/640-Refraktor von Borg mein Eigen nennen – das kleine, rosa Glücksschweinchen am Okularauszug hilft mir dabei, die Objekte zu finden, nach denen ich manchmal noch lange suchen muss ;)

 

Am faszinierendsten finde ich tatsächlich Galaxien und Planetarische Nebel, auch wenn ich aufgrund meiner Himmelsqualität gar nicht so viele davon sehen kann. Wenn dann aber doch mal eine neblige Struktur im Okular auftaucht, begeistert mich das ungemein! Farbige Sterne und Doppelsterne reizen mich aber auch besonders, denn sie sind sehr dankbare und spannende Objekte, auch bei einem aufgehellten Himmel.

 

Schon immer hatte ich einen Hang zum Basteln, Werkeln und Zeichnen, und so dauerte es nicht lange, bis ich das, was ich im Okular sehen konnte, als möglichst authentische Erinnerung zu Papier bringen wollte. Mit ein wenig Starthilfe von Mathias begann ich also, meine Beobachtungen zu zeichnen und in meinem Beobachtungsbuch zu sammeln.


Bresser-Dobson 6'' f/5
Bresser-Dobson 6'' f/5

Mein erstes Teleskop, das den Kompromiss zwischen reizvoller Öffnung und „kann ich noch tragen“ erfüllen musste. Es hat mir seit August 2019 unzählige Nächte voller „Aaahs!“ und „Ooohs!“ beschert.

Borg 4'' ED f/6.4
Borg 4'' ED f/6.4

Dieser schöne Borg-Refraktor ist inzwischen aus Renés Essecke einmal quer durch Deutschland in meine umgezogen und ist auch von dort aus schnell in den Garten getragen. Das Fotostativ ist zurzeit noch eine Übergangslösung, bis ich ein für mich passendes Astrostativ finde.



Das solide 7x50-Fernglas ist ein großzügiges Geschenk eines guten Sternfreundes aus der Stuttgarter Stammtischgruppe, der ein interessantes Astro-Sammelsurium besitzt und mir den Einstieg ins Hobby gerne erleichtern wollte.

Es hilft mir oft dabei, mich am Nachthimmel zurechtzufinden, große Sternmuster im 7° großen Gesichtsfeld zu bewundern oder es zeigt mir einfach einen reichen Blick quer durch die Milchstraße.