René

Brandenburg


Meine Astronomie-Vita ist ganz untypisch und ich habe nicht schon in der Schule sondern erst in meinen Dreißigern zu diesem Hobby gefunden. Im Jahr 2006 sind wir so ziemlich an den Ar... der Welt hier in Deutschland gezogen. Dort ist es so dunkel, dass selbst Fuchs und Hase nachts mit Stirnlampe durch die Gegend schleichen.

 

Aufgrund des beeindruckenden Nachthimmels in meinem Garten wollte ich unbedingt einmal mit einem optischen Hilfsmittel die Tiefen des Alls durchforsten. Auch der mangels besserem Wissen im Affekt gekaufte Aldi-Refraktor Optus 60/700 konnte meine Euphorie nicht mehr bremsen. So habe ich seitdem viel probiert und habe einige Jahre sogar fotografiert, seit einiger Zeit aber wieder zu den Wurzeln zurück gefunden und bin nun wieder ein rein Visueller. 

Seit 2014 widme ich mich dem BAfK, einer Objektsammlung, die die Vorbereitung auf eine Beobachtungsnacht erleichtern soll. Inzwischen geht es mir meist so, dass den vielen Objekt-Ideen, die mir durch den Kopf schwirren, viel zu kurze Beobachtungsnächte gegenüberstehen.

 

Meine astronomischer Beobachtungsstandort ist meist der eigene Garten - Flachland - lumpige 61 Meter über NHN nahe dem 52. Breitengrad. Die Himmelsqualität erreicht in Neumondnächten Grenzgrößen bis 6m5. Für Beobachtungen nahe am Horizont fahre ich auch gern in die Lieberoser Heide. Das klingt weiter, als es ist. Es sind nur 5 km durch den Wald. Das Gebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes unserer damaligen sowjetischen Waffenbrüder ist so abgelegen, dass der Himmel kaum durch Aufhellungen beeinträchtigt wird und zu den dunkelsten Flecken in Brandenburg zählt ... bzw. wenn er nicht sogar der dunkelste Ort in Brandenburg schlechthin ist.



Equipment

Ninja 12,5" f/4.5 Dobson
Ninja 12,5" f/4.5 Dobson

Der Ninja ist seit 2015 mein Hauptbeobachtungsinstrument.

Er wurde in Japan von zwei Hobbyastronomen entwickelt und dort mit Teilen aus Japan, England und den USA zusammen gebaut, in die Schweiz verschickt und von dort nach Deutschland auf den Weg gebracht. Verrückt!

Borg 4" ED Refraktor f/6.4
Borg 4" ED f/6.4

Der Refraktor steht so aufgebaut in unserer Essecke, er ist also immer einsatzbereit. Der Tubus wiegt nur 2,2 Kg.

Befestigt ist das Teleskop an einer azimutalen Teguul-Montierung von Takahashi.

Das Ganze ruht auf einem Stativ mit Kurbel. 



Leica 10x50 Ultravid HD
Leica 10x50 Ultravid HD

Meine Allzweckwaffe. Mit Kurbel-Stativ und Manfrotto Action-Grip lässt sich das Fernglas intuitiv und präzise verstellen.

Durch die Nutzung eines Stativs ergeben sich einige Vorteile. Neben dem Zugewinn von gut 1,5 Größenklassen ist es schön, während der Beobachtung eine Hand frei zu haben für das Diktiergerät.

Fujinon 16x70 FMT SX1
Fujinon 16x70 FMT SX1

Das Fujinon ist meiner Ansicht nach das ideale Fernglas für den Nachthimmel und eines der besten dieser Vergrößerungs- und Öffnungsklasse.

Die Version SX1 hat den Vorteil, dass die Okulare nicht so klobig gebaut sind, wie bei der SX2-Version. So hat die Nase immer Platz und das Einblickverhalten ist sehr angenehm. 

Leica 8x20 Trinovid BCA
Leica 8x20 Trinovid BCA

Dieses FG habe ich mir eigentlich für die Tagbeobachtung gekauft, es leistet aber auch in der Nacht Erstaunliches.

Nikon 2 x54 Selbstbau
Milchstraßenwanderer

Selbstbau aus zwei Nikon 2x54 Telekonvertern ... randscharf!



interstellarum Deep Sky Atlas Notenständer Astronomie

Ein nicht ganz unwichtiges Detail will ich nicht vergessen. Dieser Notenständer!

 

Beim Wühlen auf dem Dachboden ist er mir in die Hände gefallen. Ich bin von Natur aus bequem. Was habe ich mich über diesen Einfall gefreut. Wenn ich jetzt nachts beobachte, wandert dieser Ständer zusammen mit dem Beobachtungsstuhl und dem Okularkoffer um das Teleskop.

Da der Ständer höhenverstellbar ist, reicht bei einer schwierigen Suche - egal in welcher Position - ein Blick zur zur Seite.


Zusammenfassung meiner Beobachtungsbeschreibungen

visuelle Beobachtungen Beobachtungsbeschreibungen
Beobachtungen

Das war einmal ...

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