Alternativ
Quelle: POSS Deep Sky Survey

In der zweiten Hälfte der Nacht vom 3. auf 4. September 2021 erreichte die Himmelsqualität FST 5m4 – das Beste, was ich an meinem Wohnort erhoffen kann – und der Perseus war um diese Nachtzeit schon recht hoch am Himmel. So richtete ich das 10x70 Fernglas auf den Kaliforniennebel NGC 1499, nacheinander drei verschiedene H-Beta Filtertypen paarweise auf die Okulare platzierend. Die Beobachtungen im Einzelnen:

Ungefiltert: Kein Nebel zu sehen. Eingedenk der wunderbaren Sichtungen, die mit H-Beta Filter an diesem Nebel möglich sind, überrascht mich die Unsichtbarkeit im ungefilterten Bild stets.

Astronomik H-Beta 12nm: Ein breites Nebelband ist eindeutig auszumachen, konkav zu Xi Per gekrümmt. Ca. 1,5° lang und 0,7° dick. Es ist schwer zu erkennen wo das Band genau endet. Die langen Flanken nach Nordosten und Südwesten dagegen klar.

Baader H-Beta 8,5nm CCD: Ein auffälliger, gekrümmter Nebel. Im Vergleich zu H-Beta 12nm ist mit H-Beta 8,5nm der Kontrast zum Himmelshintergrund besser und der Nebel gewinnt an Länge, nun ca. 2° erreichend. Eine auffällige Ausbuchtung in der Mitte der nordöstlichen Flanke sieht aus wie eine sehr flache, lange Rückenflosse eines Fisches.

Baader H-Beta 5,5nm CMOS: Dramatisch bester Anblick. Der Nebel steht scharf abgegrenzt von der dunklen Umgebung, besonders nach Nordosten. Die Ränder sind noch deutlicher als mit H-Beta 8,5nm. Der Kontrastgewinn geht nicht auf Kosten von Details oder Ausdehnung des Nebels. Ganz im Gegenteil: nach Osten wird erkennbar, dass der Nebel sich über ca. 2° weiter zieht, somit eine Gesamtlänge von 4° hat! Dieser Fortsatz des Nebels ist sehr zart, die Krümmung des hellsten Teils (bei Xi Per) fortführend, sich zuerst nach Osten und dann nach Süden krümmend, beinahe bis zum Stern HD 26311 reichend.

 

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In der zweiten Hälfte der Nacht vom 3. auf 4. September 2021 erreichte die Himmelsqualität FST 5m4 – das Beste, was ich an meinem Wohnort erhoffen kann – und der Perseus war um diese Nachtzeit schon recht hoch am Himmel. So richtete ich das 10x70 Fernglas auf den Kaliforniennebel NGC 1499, nacheinander drei verschiedene H-Beta Filtertypen paarweise auf die Okulare platzierend. Die Beobachtungen im Einzelnen:

Ungefiltert: Kein Nebel zu sehen. Eingedenk der wunderbaren Sichtungen, die mit H-Beta Filter an diesem Nebel möglich sind, überrascht mich die Unsichtbarkeit im ungefilterten Bild stets.

Astronomik H-Beta 12nm: Ein breites Nebelband ist eindeutig auszumachen, konkav zu Xi Per gekrümmt. Ca. 1,5° lang und 0,7° dick. Es ist schwer zu erkennen wo das Band genau endet. Die langen Flanken nach Nordosten und Südwesten dagegen klar.

Baader H-Beta 8,5nm CCD: Ein auffälliger, gekrümmter Nebel. Im Vergleich zu H-Beta 12nm ist mit H-Beta 8,5nm der Kontrast zum Himmelshintergrund besser und der Nebel gewinnt an Länge, nun ca. 2° erreichend. Eine auffällige Ausbuchtung in der Mitte der nordöstlichen Flanke sieht aus wie eine sehr flache, lange Rückenflosse eines Fisches.

Baader H-Beta 5,5nm CMOS: Dramatisch bester Anblick. Der Nebel steht scharf abgegrenzt von der dunklen Umgebung, besonders nach Nordosten. Die Ränder sind noch deutlicher als mit H-Beta 8,5nm. Der Kontrastgewinn geht nicht auf Kosten von Details oder Ausdehnung des Nebels. Ganz im Gegenteil: nach Osten wird erkennbar, dass der Nebel sich über ca. 2° weiter zieht, somit eine Gesamtlänge von 4° hat! Dieser Fortsatz des Nebels ist sehr zart, die Krümmung des hellsten Teils (bei Xi Per) fortführend, sich zuerst nach Osten und dann nach Süden krümmend, beinahe bis zum Stern HD 26311 reichend.