Sternmuster A - K

7SotP

Cep

00h00m00s

+86°45'40"

Größe 240' x 120'

Hellster Stern --

Mitglieder --

7 Sisters of the Pole - einige 6 mag helle Sterne gut 1° nordwestlich des OS NGC 188 bilden ein plejadenartiges Muster, das größer ist als die Originalkonstellation - die Beobachtung dieses Musters braucht große Gesichtsfelder ab 5° und etwas Gewöhnung, dann aber wirkt es schön

FG 8x40 - sehr groß, relativ auffällig - nach kurzem Einsehen ist die Ähnlichkeit zu den Plejaden erkennbar - passt noch recht gut in das 7,5° große Gesichtsfeld

FG 10x50 - der oben beschriebene Eindruck bestätigt sich nach ein wenig Eingewöhnung und das Muster hebt sich schön vom Umfeld ab

Al J0022.7+5417

Cas

00h22m40s

+54°17'00"

Größe 20' x 10'

Hellster Stern 8m1

Mitglieder 6

Alessi J0022.7+5417 ist eins der "verlorenen Bode’schen Objekte" - Johann Elert Bode (1747- 1826) beschrieb schon 1777 diesen Haufen, dann geriet er in Vergessenheit bis Bruno Alessi um 2000 herum ihm einen Katalognamen in seiner Sammlung von Haufen-Kandidaten, der „Compilation of Clusterlike Things“ gab - dies ist die dritte Mini-Cassiopeia neben Leiter 8 (ebenfalls im Sternbild Cassiopeia) und dem bekannteren Kemble 2 (in Draco, auch Kemble 2 ist ein verlorenes Bode’sches Objekt!) - der mittlere Stern des Mini-W ist Es 42 aus dem Doppelstern-Katalog von T. Espin

FG 10x50 - man bleibt zwangsläufig an der Verdichtung hängen, die trotz vieler gleich heller Sterne im Umfeld durch ihre Kompaktheit auffällt - alle Sterne des W sind erkennbar, der nordwestliche Stern ist gerade noch knapp zu sehen

FG 15x70 - eine auffallende dichte Gruppierung von einem halben Dutzend Sternen, wirkt wie eine kleine Ausgabe von Stock 23

FG 25x80 - im Zentrum des Haufens dominiert eine hübsche Raute aus 4 Sternen - der „Beta-Stern“ ist von der Raute abgekoppelt, da etwas zu schwach - Alpha-Beta-Gamma haben gute Ähnlichkeit mit der Form in CAS, aber Delta-Epsilon sitzen zu weit westlich - Doppelstern Es 42 nicht getrennt

4" Refraktor - bei 30-fach ist das W aufgrund der ähnlichen Form gut erkennbar - bei 70-fach wird indirekt der kleine Begleiter von Es 42 sichtbar, er bleibt auch bei 90-fach schwach 

5“ Doppelrefraktor - eine hübsche Erscheinung, die zum Verweilen einlädt - die Helligkeitsschwäche des Beta-Sterns ist mit dieser Öffnung kein Thema mehr - der Begleiter von Es 42 leuchtet bei 47-fach als zarter Punkt hervor

12" Spiegel - bei 40-fach erkennbar, aber nicht markant, weil sich viele gleichhelle Sterne im Umfeld tummeln - bei 110-fach wird das Himmels-W deutlicher und der Doppelstern ES 42 zeigt sich bereits mit deutlichem Abstand zwischen den beiden Komponenten

Al J0022.7+5417

Allys Zopf

Tau

03h46m54s

+23°30'15"

Größe 42' x 10'

Hellster Stern 7m0

Mitglieder 7

dieses Sternmuster besteht aus einer Kette von 7 glitzernden Sternen südöstlich von Alcyone - daher Allys Zopf - es ist oft im Gesichtsfeld, wird aber selten beachtet - wer die Plejaden aber schon einmal fotografiert hat, dem springt diese mehrfarbige Kette sehr wohl ins Auge - gut, dass die Kette endlich einen Namen hat

FG 10x42 - die Kette ist deutlich sichtbar

FG 25x80 - nicht unbedingt besser

Allys Zopf

Backwards 5

Her

16h35m57s

+30°46'33"

Größe 20' x 10'

Hellster Stern 7m1

Mitglieder 15

"Die umgedrehte 5" - der Kastenstern ζ Her macht es einfach, dieses Muster zu finden - gut 1° südwestlich von diesem Stern bilden einige 7 bis 10 mag helle Sterne deutlich eine umgedrehte 5 - ein ideales Fernglasobjekt - ein Refraktor mit Zenitspiegel zeigt die 5 seitenrichtig 

12" Spiegel - bei 40-fach fällt das Muster sofort auf und setzt sich schön vom Umfeld ab - die hellsten Sterne bilden die Endpunkte - zwei Sterne zeigen sich besser bei indirektem Sehen - bei höheren Vergrößerungen zeigen sich bis zu 15 Sterne

Backwards 5

Birds´ Nest

Cyg

20h56m20s

+54°32'00"

Größe 23' x 18'

Hellster Stern --

Mitglieder --

es scheint nicht unpassend zu sein, dass im Schwan ein Vogelnest liegt - Bird´s Nest wurde 1927 in der amerikanischen Zeitschrift „Popular Astronomy“ beschrieben und liegt im nördlichen Teil des Nordamerikanebels NGC 7000 in der Hudson-Bay-Region - das Muster besteht aus einer kleinen Sternwolke, die von Dunknebeln umwallt ist - die hellste Verdichtung im südlichen Teil der Sternwolke ist als NGC 6996 katalogisiert - Barnard 353 bildet südöstlich den dunkelsten Teil des Nestrandes

Bild rechts: CCD-Guide - Christoph Kaltseis

4" Refraktor - bei 30-fach auszumachen, aber nur, weil ich es direkt zuvor in 10“ deutlich sah

10" Spiegel bei 50-fach überraschend deutlich, sehr hübsch – warum habe ich es nur nie zuvor in dieser immer wieder besuchten Gegend gesehen


Brosch 1

Vir

12h33m19s

-00°38'53"

Größe 1' x 1'

Hellster Stern 10m9

Mitglieder 5

dieses Sternmuster wird in der amerikanischen Literatur als "Diamant" bezeichnet - vier Sterne 11. bis 14. Größenklasse sind wie ein perfektes Quadrat angeordnet - der westliche Stern entpuppt sich bei hohen Vergrößerungen als Sternpaar

12" Spiegel - bei 70-fach wird die Gruppe erkennbar und der nördlichste Stern ist dabei der hellste, für die übrigen drei Sterne sind mit etwas Geduld indirekt auszumachen - bei 160-fach sind die Sterne gut getrennt voneinander zu sehen und der westliche Stern entpuppt sich indirekt als Sternpaar - ein Sternmuster für Puristen

Brosch 1

Calvet 1

 Cyg

21h05m40s

+46°33'00"

Größe 30' x 30'

Hellster Stern --

Mitglieder --

dieses Sternmuster wurde von Cyril Calvet beschrieben, ein moderner Amateur-Astronom - es zeigt eine lange gewundene Sternkette, die sehr dem griechischen Buchstaben υ (Ypsilon) ähnelt - das Muster ist leicht aufzufinden nur knapp 1° südlich des markanten orangenen Sterns 63 Cyg

FG 10x42 - nicht wirklich da

FG 25x80 - deutlich und schön

12" Spiegel - bei 40-fach zeigt sich das Muster zusammen mit Webbs Hufeisen im GF, aber es ist doppelt so groß und erstaunlich gut sichtbar in diesem Meer aus Sternen - es sieht aus wie ein leicht verbogenes U, die Enden sind nach Süden verbogen - wäre das U zu einem Kreis geschlossen, würde es aussehen wie einer dieser Stapelchips - im südlichen Teil ist ein hellerer farbiger Stern auffällig

Calvet 1

Canali 1

 Crv

12h35m53s

-12°01'36"

Größe 7' x 7'

Hellster Stern 6m6

Mitglieder 6

Star Gate - der Name wurde in den 80er Jahren von John Wagner bei der TSP geprägt - der Katalogname ist vom Amerikaner Eric G. Canali - das auffällige Muster steht nur gut 1° südwestlich von M 104 der Sombrero Galaxie - 6 überwiegend gelblich leuchtende Sterne bilden ein kompaktes auffallend geometrisches Doppel-Muster - ein größeres gleichseitiges Dreieck wird von zwei 6m6 und einem 9m7 hellen Stern gebildet, ein weiteres viel kleineres Dreieck vom zwei 7m8 Sternen und einem 12m0 Stern - diese schmiegen sich etwas nach Westen versetzt innerhalb des großen Dreiecks aneinander

5" Refraktor - Himmel diesig und 1/3 Mond - bei 20-fach halbwegs auffallend - bei 40-fach ist dann auch der schwächste Stern zu sehen und das Stargate als solches gut erkennbar

12" Spiegel - bei 70-fach ist das Muster auffällig, jedes Dreieck besitzt einen schwächeren Stern - das innere Dreieck wirkt nicht wirklich gleichseitig, aber das Muster ist trotzdem lohnenswert

Canali 1

Cheshire Cat

 Aur

05h29m07s

+35°20'00"

Größe 80' x 40'

Hellster Stern 4m7

Mitglieder --

oder auch Carol´s Smiley - ein schönes FG-Objekt - rund 30' südlich von M 38 gibt es eine Gruppierung von Sternen, die mit etwas Phantasie das lächelnde Gesicht der Cheshire-Katze von Alice im Wunderland ergeben - Ben Cacace stieß im Jahr 2002 auf dieses Sternmuster mit 8 Sternen 5. bis 7. GK, von denen 2 die Augen und die 6 anderen den gebogenen breiten Mund bilden - der Veränderliche LY Aur ist der östliche Mundwinkel des Grinsens

FG 10x42 - in voller Schönheit mit M38 als glühende rechte Backe des Gesichts und schön zusammen mit dem Flying Minnow 

FG 25x80 - hier wird der gelb-orangene Stern Phi Aur in der Mundlinie markant, ein fauler Zahn?

8" Spiegel - das Gesicht gewinnt noch mehr Details: unter’m rechten Auge glüht der offene Sternhaufen NGC 1907, weint das Auge? - Hängt das mit der glühenden Backe zusammen, oder mit dem faulen Zahn? - dicht an Phi Aur glüht der Emissionsnebel IC 417, ja, der Zahn ist faul!

12" Spiegel - bei 40-fach passen alle Sterne gerade so ins Gesichtsfeld - aufgrund der Dobsonsicht steht das Gesicht auf dem Kopf - mit dem FG oder einem kleinen Refraktor ist das Muster sicher eindrucksvoller

Cheshire Cat

Collinder 21

  Tri

01h50m10s

+27°06'54"

Größe 6' x 6'

Hellster Stern 7m7

Mitglieder 11

auch Putter Cluster - kein Offener Sternhaufen, sondern ein reines Sternmuster, wie einige der Objekte im mittlerweile 100 Jahre alten Collinder-Katalog - dem Schläger fehlt allerdings der Stiel - das Muster enthält Sterne mit Helligkeiten zwischen der 8. und 11. Größenklasse

8" Spiegel - bereits bei 20-fach ist ein schöner von Sternen gebildeter Halbkreis zu erkennen - bei 40-fach zeigen sich 7 Sterne in einem Halbkreis, wobei einer schon als Pärchen erkennbar ist 

 

Collinder 21

Collinder 399

  Tri

01h50m10s

+27°06'54"

Größe 6' x 6'

Hellster Stern 7m7

Mitglieder 11

der Kleiderbügelhaufen ist wohl das berühmteste Sternmuster - im alten Sternbild Vulpecula et Anser (Fuchs und Gans) stellt diese Verdichtung die Gans im Maul des Fuchses dar - beim Stern α Vul gut 4° nördlich des Haufens senkt der Fuchs seine Zähne in den Hals der glücklosen Gans

bloßes Auge - indirekt als diffuses Wölkchen erkennbar

FG 8x40 - wunderschönes Fernglasobjekt! - der Kleiderbügel kommt so richtig zur Geltung

FG 10x50 - 6 gleichhelle Sterne bilden den Bügel und je nach Sicht 5 oder 6 Sterne den Haken

3" Refraktor - bei 30-fach werden schon jede Menge schwächerer Sterne im Umfeld mit sichtbar

8" Spiegel - auffällig - einige hellere Sterne bilden die typische Form eines Kleiderbügels

Collinder 399

Diamond Ring

  UMi

03h12m31s

+89°03'00"

Größe 45' x 45'

Hellster Stern 1m9

Mitglieder 9

auch Verlobungsring - Polaris als Diamant - das Muster ist visuell viel eindrucksvoller, als auf Fotos zu erahnen

Bild rechts: Math Heijen - Zeichnung mit dem FG

FG 8x40 - indirekt recht auffällig - die typische Ringform war gut zu erkennen

FG 10x50 - der Ring ist schön zu erkennen - mit etwas Phantasie kann man sich Polaris und den Stern westlich davon als Augenpaar vorstellen und 5 Sterne unterhalb in Wellenform bilden einen verzogenen Froschmund

3" Refraktor - bei 30-fach recht auffällig - schöner Anblick, wenn man den Diamantring einmal bewusst gesehen hat

8" Spiegel - bester Eindruck bei 40-fach - hier passt dieses Sternmuster schön in das 2° große Gesichtsfeld - sechs Sterne bilden den Ring - drei schwächere Sterne innerhalb stören ein wenig

Diamond Ring

Fish Hook

 Sct

18h43m00s

-07°04'40"

Größe 120' x 60'

Hellster Stern --

Mitglieder --

das Sternmuster beginnt nur 1° westlich von M 11 - es ist im isDSA zwar nicht verzeichnet, aber an der betreffenden Stelle ist eine Sternkette verschieden heller Sterne (aber nicht schwächer als 9m5) zu erkennen, die sehr offensichtlich einem Angelhaken oder einem J ähnelt

12" Spiegel -  bei 40-fach ist das GF zu klein, aber man kann den Haken schön abfahren - die Mitglieder des Hakens heben sich deutlich vom Sternumfeld ab, der Bogen passt wieder schön in das GF

Flying Minnow

 Del

05h19m00s

+33°40'00"

Größe 60' x 45'

Hellster Stern 4m5

Mitglieder --

Fliegendes Fischchen - das Sternmuster ist ein Teil des als Melotte 31 bekannten Offenen Sternhaufens, der sich über mehr als 2° erstreckt - das Muster wird gebildet von einer Gruppe von fünf hellen Sternen (einschließlich 18 Aur und 19 Aur) und einigen schwächeren Mitgliedern, die ein knappes Grad in Auriga überspannen - es liegt zwischen dem Flaming Star Nebula IC 410 und Tadpole Nebula IC 405

bloßes Auge - eine strichförmige Verdichtung ist auszumachen - der Stern 16 Aur am Flossenende des Fischchens ist der hellste Stern innerhalb des Auriga-Fünfecks - merkwürdig, dass er keinen Bayer-Buchstaben erhielt, er ist heller als die zwei Bayer-Sterne Phi und Chi Aur innerhalb des Fünfecks!

FG 10x42 - alle wesentlichen Sterne sind da, sehr schön zusammen mit dem Cheshire Cat - 16 Aur prachtvoll farbig - der offene Haufen NGC 1893 fängt an unter’m Bauch des Fischchens zu glitzern, das ist wohl das Wasser, aus dem er sprang

Flying Minnow

French 1

Del

21h07m22s

+16°20'00"

Größe 13' x 13'

Hellster Stern 8m0

Mitglieder 12

das Sternmuster wurde 1997 von der bekannten Autorin Sue French entdeckt und beschrieben - der Status ist aber nicht genau bekannt, denn die hellsten Mitglieder haben eine gemeinsame Bewegungsrichtung - eine weitere Bezeichnung ist Toadstool (dt. Krötenstuhl, Bezeichnung für größere meist giftige Blätterpilze) - am Stamm des Pilzes befindet sich noch die Galaxie NGC 7025 - wir haben sie liebevoll "Fußpilzgalaxie" getauft ;-)

Zeichnung rechts: Mathias Sawo mit 18"und 210-facher Vergrößerung 

FG 10x50 - zunächst sieht man einen nebligen Knoten - mit etwas Geduld sind die beiden Fußsterne und drei Hutsterne sichtbar und man kann das SM bereits erahnen

4" Refraktor - bei 30-fach sind im Stil 3 und im Hut 6 Sterne erkennbar - bei 50-fach wird das Muster deutlicher und mehr Sterne treten hervor - während der Beobachtung flog ein Satellit durch das GF und trennte Hut und Stil sauber voneinander

8" Spiegel - bei 90-fach ist die Sternansammlung eindrucksvoller - 7 Sterne bilden den Pilzkopf, der nach Westen zeigt und 5 Sterne bilden den Fuß

12" Spiegel - bei 70-fach eine sehr schöne, auffällige Sterngruppe, die in der Tat einem Pilz sehr ähnlich sieht - ein klare Empfehlung, da relativ einfach zu finden, auffällig und auch gut für kleine Teleskope geeignet

French 1
Rench 1 Zeichnung NGC 7025

French 3

Vul

19h43m15s

+21°12'57"

Größe 2,2' x 1'

Hellster Stern 13m0

Mitglieder 7

bei der Suche nach dem Sternhaufen Czernik 40 (King 27) stößt man unweigerlich auf diese Sternverdichtung - die Mitglieder bilden ein verzerrtes Kreuz, das genau auf den unmittelbar südwestlich liegenden Sternhaufen zeigt - ob Sue French etwas mit diesem Muster assoziiert hat oder nur auf der Suche nach Sternansammlungen darauf gestoßen ist, ist nicht bekannt - solange die Mitgliedssterne aber nicht richtig aufgelöst werden können, wirkt das Ganze wie eine Rakete

12" Spiegel bei 70-fach ist ein länglicher OW verlaufender Schimmer erkennbar, indirekt werden 3 Sterne sichtbar - im Osten wirkt der Schimmer breiter - bei 110-fach sind alle 7 beteiligten Sterne aufgelöst

French 3

Geist der Hyaden

Tau

04h23m00s

+21°25'00"

Größe 210' x 150'

Hellster Stern 4m0

Mitglieder --

... oder Die Wilden 13 - das Muster enthält die 5 mag hellen Sterne 50, 51, 53, 65, 67, 69, 72 Tauri und liegt zwischen den Plejaden und den Hyaden - von den Plejaden kommend stolpert man oft darüber und denkt mitunter, man sei schon bei den Hyaden angekommen - die hellsten Sterne sind schon mit bloßem Auge vage auszumachen -

FG 10x50 - hier bilden sie einen wertvollen und spannenden Orientierungspunkt im relativ sternleeren Raum, der dafür mit Dunkelnebeln gesegnet ist 

Golf Putter

And

01h51m19s

+37°23'49"

Größe 95' x 18'

Hellster Stern 5m7

Mitglieder 7

ein schönes Sternmuster mit linienförmiger Anordnung von Sternen, wobei der weite Doppelstern 56 And, ein schönes tieforangenes Paar, die Spitze des Schlägerkopfs darstellt und der Offene Sternhaufen NGC 752 der Ball ist

4" Refraktor - bei 30-fach dominieren die hellen Sterne des Schlägers das Gesichtsfeld, der Ball NGC 752 schwebt förmlich im Raum - 7 Sterne bilden den Schläger, der Golfball wirkt ein wenig zerfranst - da war der Schlag wohl zu heftig

Golf Putter

Greg´s 3

 Leo

09h38m20s

+15°17'39"

Größe 16' x 12'

Hellster Stern 7m7

Mitglieder --

eine bemerkenswert deutliche 3, gebildet aus Sternen 8. bis 12. Größenklasse - das Muster wurde erst 2013 von Greg Parker entdeckt und ist deshalb nicht in älteren Atlanten verzeichnet

12" Spiegel - in Aufsuchvergrößerung ist das Muster sofort sehr gut erkennbar und wird aus 2 helleren und 7 schwächeren recht gleichhellen Sternen gebildet - bei 70-fach passt das Muster noch immer schön in das GF und ein Stern im Südosten entpuppt sich als doppeltes Lottchen - da das Muster im Spiegel auf dem Kopf steht, kommt mir eine andere Figur in den Sinn - die Kontur wirkt wie der Schatten von einem "Mensch-ärgere-dich-nicht"-Spielfigur - die Älteren unter uns erinnern sich sicher

Gregs 3

 HM 1

Cas

03h25m56s

+72°08'30"

Größe 8' x 5'

Hellster Stern 7m1

Mitglieder --

Hay-Merting 1 - ein 2015 von Rene Merting entdecktes Muster - eine Herausforderung für mittlere Teleskope, man benötigt aber keine Aufsuchkarte - am nordwestlichen Stern der Winddrachenraute von Kemble 3 zeigt sich ein ovaler Bogen schwacher Sterne, die bis auf drei hellere Sterne zumeist 15. Größenklasse haben - der Bogen wirkt wie ein Ring, ein Ohrring vielleicht

FG 25x80 - die drei helleren Sterne sind auszumachen, sonst aber nichts

5" Doppelrefraktor - bei 70-fach blitzen gegenüber den drei helleren Sternen am entgegengesetzten Ende des Ovals drei weitere auf - das Oval braucht mehr Öffnung/Vergrößerung, um komplett wahrgenommen zu werden

12" Spiegel - bei 110-fach (AP 2,9 mm) hatte ich den besten Eindruck, dann sind 14 Sterne in einem lang gezogenen Ring zu erkennen - indirekt entsteht der Eindruck einer schönen Ellipse

Hay-Merting 1

 HM 2

Sge

19h58m15s

+20°57'14"

Größe 5' x 4'

Hellster Stern 7m8

Mitglieder 7

Entdeckung 2015 - gut 1° nordöstlich vom Sternmuster Leiter 4 (Piratenhaken) wird ein weiteres Muster auffällig in diesem an Sternen reichen Feld - vier hellere Sterne 7. bis 10. Größenklasse bilden eine perfekte Raute und im Inneren bilden drei schwächere 11 mag helle Sterne eine gebogene Kette, die das Ganze dreidimensional betrachtet wie ein Oktaeder wirken lässt - eine andere Deutung wäre ein Winddrachen ohne Schnur, wohl abgerissen durch den Piratenhaken gut 1° südlich, die drei inneren Sterne bilden dabei die Spreize des Drachens

FG 25x80 - nur die zwei hellsten Sterne der Raute können sicher gehalten werden

5" Doppelrefraktor - bei 70-fach ist die Raute mit den drei Sternen, welche die Spreize bilden, eine klare Figur - einmal erkannt, ist sie beim Hin- und Herschwenken immer wieder auffällig - kann gut im Sehfeld von 1° zusammen mit dem Snail Cluster Roslund 3 genossen werden

8" Spiegel - bei 40-fach bilden die 4 helleren Sterne eine schöne Raute und die drei schwächeren Sterne im Inneren bilden eine gespannte Leine oder Spreize

Hay-Merting 2

 HM 3

Ori

06h00m47s

+10°08'14"

Größe 6' x 6'

Hellster Stern 10m0

Mitglieder --

Entdeckung 2014 - gut 40' nordwestlich von Abell 12 befindet sich eine interessante Sterngruppe - eine schmal und eine weit geschwungene Sternkette lassen einen leicht dreidimensionalen Eindruck von den Hörnern eines Steinbocks entstehen - Beobachter mit ganz viel Phantasie sehen zusätzlich den Steinbockschädel

Bild rechts: um 180° gedreht - Norden ist unten

8" Spiegel - die Hörner sind sofort zu erkennen, das gesamte Muster ist schwer zu fassen, maximal der Unterkiefer wird noch deutlich

12" Spiegel - der Steinbockkopf erscheint aufrecht und lang gezogen - der visuelle Eindruck ist komplett anders, als auf dem DSS-Bild, die Hörner wirken viel eindringlicher

Hay-Merting 3

 HM 4

Cas

 00h42m00s

+61°48'00"

Größe 45' x 45'

Hellster Stern --

Mitglieder --

Hay-Merting 4, auch „Hay’s Ring“, ist ein ringförmiges Sternmuster mit einen Durchmesser von etwas über 0,7° - der OS NGC 225 ist am südöstlichen Rand des Rings beteiligt, der OS Stock 24 liegt etwas innerhalb des westlichen Rands - von NGC 225 bis Stock 24 zieht sich ein Sternband durch den Ring, mit einer kurzen Abzweigung nach Norden - der nordöstliche Rand des Rings ist kurz unterbrochen - langbelichtete Fotos zeigen tatsächlich, dass hier ein Dunkelnebelband den Ring kreuzt

Zeichnung rechts: Rene Merting mit 4" und 30-facher Vergrößerung

FG 10x42 - der Ring ist schemenhaft zu erkennen wenn man weiß, wo man hinschauen muss, NGC 225 eine Kondensation am südöstlichen Rand

FG 10x50 - Hay´s Ring fällt sofort ins Auge, die Sternbögen im Osten und Westen sind am auffälligsten - einen Punkt Abzug in der Haltungsnote gibt es trotzdem, denn der Norden wirkt eher unregelmäßig und der Bogen ist hier nur schwer nachvollziehbar - insgesamt gesehen ist der Ring jedoch auffällig im Sternumfeld, NGC 225 ebenfalls, Stock 24 hingegen bleibt nur eine Ahnung

FG 40x100 - das „Entdeckungsinstrument“ - der Ring ist deutlich und klar, NGC 225 umso mehr

4" Refraktor - bei 25-fach bester Anblick und der Ring ist auffällig und mehr wie ein Sternenkranz - zusammen mit NGC 225 und Stock 24 könnte man die Szenerie auch für die Erde bei Nacht halten, die Sternhaufen sind leuchtende Kontinente auf dieser Erde - einige Sternverläufe innerhalb stellen die Kontinentallinien dar - im NO ist der schöne Sternenkranz ein wenig unterbrochen - bei 50-fach passt der Ring noch gerade so in das GF und ist als solcher erkennbar, neben der nördlichen Unterbrechung fehlen nun aber im Südwesten einige Sterne 

5" Doppelrefraktor - bei 70-fach wird die Figur des Rings durch viele hinzutretende Sterne gestört - bei 35-fach sind immernoch etwas zu viele Sterne dabei - bei 25-fach ist der Ring schließlich richtig gut, was auch mit dem grossen Gesichtsfeld von 2,7° zu tun hat

Hay-Merting 4
HM 4 Zeichnung NGC 225 Stock 24

 HM 5

Sge

 20h12m46s

+18°01'00"

Größe 12' x 5'

Hellster Stern --

Mitglieder --

Hay-Merting 5, auch „Hay’s Fragezeichen“, ist ein 2016 von Christopher Hay entdecktes Sternmuster in der klaren Form eines Fragezeichens - die Stelle ist im isDSA komplett leer, das heißt dort sind keine Sterne heller als 9m5 mag, dieser Mangel an optischer Konkurrenz hilft dem Sternmuster, sich zu behaupten

FG 25x80 - das Fragezeichen ist ganz zart zu erkennen, springt aber nicht in's Auge

4" Refraktor - bei 25-fach wirken die beiden nordöstlich stehenden helleren Sterne wie ein Zeiger und in der Tat ist da eine kleine gebogene Sternspur, die entfernt an ein Fragezeichen erinnert (nur seitenverkehrt mit Zenitspiegel) - der Punkt ist auch schwach erkennbar und wird von einigen schwächeren Sternen gebildet - das Fragezeichen ist insgesamt nicht so formschön zu erkennen wie auf dem DSS-Bild, aber dennoch gut erkennbar - bei 50-fach verbindet sich das Zeichen mit dem Punkt und die Sternspur wird südlich noch ein wenig länger, was ausschaut wie  die Schwingen eines Vogels - bei 70-fach sieht man die Lücke zwischen Fragezeichen und Punkt (ein kleiner kurzer Sternbogen) wieder deutlicher 

5" Doppelrefraktor - das „Entdeckungsinstrument“ - bei 70-fach ist das Fragezeichen auffallend - weniger Vergrößerung ist abträglich, da das Muster dann schwächer wird während im größeren Gesichtsfeld andere Sternketten um Aufmerksamkeit buhlen

Hay-Merting 5

 HM 6

Cep

22h54m55s

+59°13'35"

Größe 10' x 5'

Hellster Stern --

Mitglieder --

Hay-Merting 6 - "Der Sprungturm"  ist ein 2016 von Christopher Hay und Rene Merting beschriebenes Sternmuster - 10‘ nördlich des Sternhaufens King 10 steht ein orangener Stern 9. Magnitude, der als Vorderkante des 5m-Bretts an einem Sprungturm aufgefasst wird, zwischen diesem Stern und King 10 bildet eine markante Dreier-Kette von 10 mag hellen Sternen das 3m-Brett, King 10 ist das aufspritzende Wasser direkt nach einem Sprung

Zeichnung rechts: Rene Merting mit 12" und 70-facher Vergrößerung

FG 25x80 - der Sprungturm ist auffallend, doch der Wasserplatscher King 10 ist nicht sichtbar und damit fehlt dem Bild sein Charme

5”-Doppelrefraktor - bei 70-fach blitzen erste Sterne in King 10 auf (eigentlich enge Sterngruppen, wie Fotos zeigen) und eine gebogene Sternkette schwingt von King 10 nach Südosten – charmant! – ein goldener Stern markiert die Vorderkante des zurück federnden 5m-Bretts und das 3m-Brett ist durchgebogen, als würde der nächste Springer es niederdrücken

12" Spiegel - bei 40-fach springt das Muster sofort ins Auge und gibt Orientierung für den OS King 10 - die 7 formgebenden Sterne des Turms haben alle in etwa die gleiche Helligkeit und dominieren das Umfeld - ein schwächerer Stern (südöstlich vom 5m-Absprung) könnte ein Kerlchen sein, das gerade abgesprungen ist

Hay-Merting 6
HM 6 Zeichnung King 10

Harrington 6

LMi

10h13m45s

+31°24'57"

Größe 35' x 35'

Hellster Stern 6m5

Mitglieder --

dieses Sternmuster wurde erstmals 1988 beschrieben - als Entdecker gilt Dan Hudak, der in der Sternanordnung ein Segelboot erkannte - das Muster liegt in der Mitte vom Sternbild - der Rumpf zeigt nach Norden und der Mast nebst Segel liegt im Süden - das Heck wird von 22 LMi dargestellt

12" Spiegel - in Aufsuchvergrößerung ist das Sternmuster auffallend und das Boot steht fast aufrecht - am Mast weht ein langer Wimpel aus drei Sternen - schön an diesem Muster ist, dass alle Sterne fast gleich hell sind 

Harrington 6

Harrington 7

 Her

16h18m51s

+13°03'07"

Größe 60' x 12'

Hellster Stern 8m5

Mitglieder --

oder auch die kleine Eidechse - eine schöne Zickzack-Linie mit Sternen 8. und 9. Größenklasse - das Muster liegt auf dem halben Weg zwischen dem Stern ω Her und dem PN IC 4593

12" Spiegel - bei 40x ist diese Zickzack-Linie von helleren Sternen sehr markant (auffälliger, als die Sterne des Originalsternbildes) - das Ganze wirkt wie so ein paar Toblerone-Berge ;-) - man könnte verschiedene Linien zeichnen, so vielfältig gestalten sich die 15 bis 18 helleren Sterne zu diesen Bergspitzen

Harrington 7

Harrington 12

 Cas

23h22m35s

+61°59'21"

Größe 70' x 70'

Hellster Stern 5m0

Mitglieder --

"Das Flugzeug" - je nach Willen des Betrachters bilden 8 bis 10 Sterne dieses räumlich zu sehende Muster, dabei ist eine Flügelspitze rötlich und eine weiß - das Flugzeug befindet sich unmittelbar im Nordwesten des Offenen Sternhaufens M 52 und es wirkt, als komme es aus der Richtung Nordost und fliegt uns in Richtung Südwest entgegen

Zeichnung rechts: Rene Merting mit 4" und 20-facher Vergrößerung

FG 10x50 - zunächst habe ich versucht, das flügelspannende flache Parallelogramm, das aus den vier hellsten Sternen geformt wird, zu erkennen - das hat wunderbar geholfen - das Muster wirkt wie ein Flugzeug aus der Pionierzeit - die Flugzeugkanzel wird vom farbigsten Stern gebildet - mit etwas gutem Willen ergibt sich ein dreidimensionales Bild

3" Refraktor - das Flugzeug ist noch imposanter, weil sich noch einige Sterne mehr hinzu gesellen - bei 20-fach passt sogar M 52 noch mit in das Gesichtsfeld - schön!

Harrington 12
Hrr 12 Zeichnung M 52

JHZG

 Peg

21h30m50s

+12°10'08"

Größe 60' x 30'

Hellster Stern 6m1

Mitglieder --

Jimi Hendrix zerbrochene Gitarre - direkt östlich von M 15 bilden fünf Sterne mit Helligkeiten zwischen der 6. und 9. Größenklasse den Korpus der Gitarre - eine gebogene Sternenkette vom 8m6 bis 10m1 hellen Sternen, die erst nach Süden und dann Südosten zeigt, bildet Hals und Kopf der Gitarre - einen Tick realer wirkt sie, wenn man sie sich dreidimensional vorstellt, der Hals ist dabei nach hinten zerbrochen - schade eigentlich.

12" Spiegel - bei 50-fach und einem Gesichtsfeld von 1,3° passt die Gitarre gerade so in das Gesichtsfeld und alle beteiligten Sterne sind gut zu erkennen

JHZG

Kemble 1

Cam

03h59m31s

+63°15'37"

Größe 180' x 15'

Hellster Stern 10m0

Mitglieder --

Kembles Kaskade - eines der schönsten Sternmuster - es wurde 1980 von dem kanadischen Mönch Lucian C. Kemble entdeckt - eine lange Kette von etwa 20 Sternen 7. bis 10. Größenklasse, die sich wie ein Wasserfall von Nordwesten her zum Offenen Sternhaufen NGC 1502 hinunter stürzen - in der Mitte sticht ein 5 mag heller Stern hervor

Zeichnung rechts: Rene Merting mit 4" und 20-facher Vergrößerung (Kemble 1 + NGC 1502)

bloßes Auge - die Kette ist schon schemenhaft als länglicher nebliger Fleck auszumachen, NGC 1502 natürlich noch nicht

FG 10x50 - das SM passt wunderbar zusammen mit dem OS NGC 1502 ins Gesichtsfeld - eine sehr schön anzusehende Sternkette, die rd. 3° lang ist und sich gut vom Sternumfeld abhebt

4" Refraktor - bei 25-fach reicht das 2,9° große Gesichtsfeld kaum - die Kaskade ist nach Westen leicht aufgewölbt, währen die Ostseite flacher wirkt

8" Spiegel - ausgehend von einem 5m0 hellen Stern befinden sich auf gegenüberliegenden Seiten 2 Sternketten aus schwächeren Sternen - hellere Sterne bilden dabei noch eine weitere weit ausgedehnte Sternkette, die sich weit über 2° ausdehnt - eher ein Fernglas-Objekt

Kemble 1
Kemble 1 Zeichnung

 Kemble 2

 Dra

18h35m35s

+72°23'56"

Größe 20' x 10'

Hellster Stern 6m1

Mitglieder --

kleine Kassiopeia - einige hellere Sterne 6. bis 9. Größenklasse bilden diese bemerkenswert ähnliche W-Gestalt

FG 8x40 - relativ auffällige Sterngruppe, wobei 3 hellere Sterne in Form eines gleichschenkligen Dreiecks am ehesten auffallen- insgesamt waren 6 Sterne einfach zu sehen - auf die "kleine Kassiopeia" habe ich allerdings nicht geachtet

FG 10x50 - ein kleines feines "w" mit viel Platz ringsum

8" Spiegel - bei 20-fach fällt das Muster sofort ins Auge, selbst der für Kassiopeia typische schwächere sechste Stern ist dabei zu sehen - der mittlere Stern leuchtet leicht gelblich - eine schöne Imitation

12" Spiegel - jetzt zeigen sogar mehrere Mitglieder Farbe

Kemble 2

 Kemble 3

 Cas

03h30m32s

+72°02'06"

Größe 90' x 30'

Hellster Stern 7m1

Mitglieder --

Kemble´s Drachen - ein schöner rautenförmiger Winddrachen mit Schweif - da es keine echte Kemble-Liste gibt, nur Kemble 1 (Kaskade) und 2 (Mini-Kassiopeia), wäre dieses Sternmuster wohl Kemble 3 in einer solchen Liste

FG 10x50 - die Drachenraute enthält einen Doppelstern und zwei weitere Sterne, die auf den Geraden liegen, der leicht geschwungene Schwanz zeigt sich je nach Sichtweise mit 4 oder 6 Sternen - ein sehr schönes Fernglasobjekt 

Kemble 3