Berkeley - Offene Sternhaufen

Berkeley 51 - 104

Be 52

Cyg

20h14m30s

+28°56'36"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 18m0

Entfernung 16.000 Lj.

Mitglieder 40

ein stark geröteter Haufen laut PanSTARRS, das verheißt nie etwas gutes für die Beobachtung 

Bild rechts: PanSTARRS

12" Spiegel - trotz einiger für die Orientierung hilfreicher schwacher Feldsterne (6 Sterne südliche vom OS bilden ein V, das wie ein Hut auf Be 52 sitzt) war nix zu machen - Vergrößerungen bis 200-fach probiert - der Haufen verbleibt im Ferkeley-Status für nicht sichtbare OS bei dieser Öffnung

Berkeley 52

Be 53

Cyg

20h55m59s

+51°04'36"

Größe 12'x 12'

hellster Stern 16m0

Entfernung 10.100 Lj.

Mitglieder 40

der Sternhaufen steht unmittelbar westlich des 6m6 hellen Stern HD 199578 - seine Mitglieder erscheinen auf dem DSS-Ausschnitt stark gerötet und sehr schwach

12" Spiegel - bei 70-fach sind schwache Sterne westlich des hellen Sterns sichtbar, das können aber nicht die Haufensterne sein, sollte das hellste Mitglied tatsächlich nur 16 mag hell sein - bei 160-fach ist eine deutlich höhere Sterndichte erkennbar, aber die vielen sichtbaren Sterne lenken weiter vom eigentlichen Haufen ab, der sich weiterhin im Glanz des hellen Sterns versteckt - laut isDSA soll der Haufen ab 4" sichtbar sein - ich habe da meine Zweifel bzw. sind hier vermutlich besonders gute (trockene, transparente) Bedingungen erforderlich, damit sich der OS überhaupt aus dem Halo des hellen Sterns hervortreten kann

Berkeley 53

Be 58

  Cas

00h00m12s

+60°56'30"

Größe 8'x 8'

hellster Stern 15m0

Entfernung 12.100 Lj.

Mitglieder 30

Berkeley 58 ist der südlichste in der über eine Strecke von 1,5° kerzengerade nach NNW reichenden „Universitäts-Kette“ von fünf offenen Sternhaufen - die anderen Mitglieder der Kette sind NGC 7790, NGC 7788, Harvard 21, King 12 - jene vier sind alle in einer ähnlichen Entfernung zwischen 7.600 und 9.100 Lichtjahren – Be 58  ist mit 12.100 Ichtjahren in deutlich größerer Entfernung, hierzu passt auch, dass er visuell der Schwächste der fünf ist

FG 10x50 - leider nichts zu machen - bei einer Gesamthelligkeit von 9m7 sollte ggf. aber ein 4"-Teleskop ausreichend sein

5" Doppelrefraktor - bei 50-fach und guter Transparenz ist Be 58 als nebelhafte Fläche auszumachen – endlich eine Sichtung nach vielen vergeblichen Versuchen in 4- bis 6-Zöllern!

6" Spiegel - bei 70-fach und mäßiger Himmelstransparenz sind NGC 7790 und 7788 deutlich, Harvard 21 und King 12 treten gerade so in Erscheinung – Be 58 ist hingegen nicht auszumachen


Be 59

Cep

00h02m10s

+67°25'00"

Größe 10'x 10'

hellster Stern 11m0

Entfernung 3.250 Lj.

Mitglieder 40

der wenige Mio. Jahre junge OS Berkeley 59 und in ihm eingeschlossen ein mit 45.000 Kelvin extrem heißer O-Stern sind primär für den Emissionsnebelkomplex Sharpless 171 verantwortlich, dessen hellster Teil Cederblad 214 ist, der zweithellste und ebenfalls visuell gerade noch zugängliche Nebelteil ist unter der Bezeichnung NGC 7822 bekannt - die wahre Ausdehnung dieses nördlichsten am Himmel liegenden Emissionsnebelkomplexes beträgt 2,5° bzw. 150 Lichtjahre und zeigt auf tief belichteten Fotografien faszinierende Strukturen

12" Spiegel - bei Aufsuchvergrößerung 40-fach sind indirekt bereits kleine feine Lichtpünktchen zwischen zwei helleren Nordsüd ausgerichteten Sternen erkennbar - bei 70-fach sind indirekt gut ein Dutzend Sterne auszumachen - nach Westen ziehen sich drei Sterne in einer gebogenen Kette hin - nach Osten hin bilden einige Sternchen eine kleine Spitze - bei 160-fach kommen ein paar schwächere Sterne hinzu und der Haufen wirkt ein wenig in die Länge gezogen bzw. eingequetscht zwischen den beiden helleren Sternen

Berkeley 59

Be 60

Cas

00h17m42s

+60°55'16"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 14m0

Entfernung 14.200 Lj.

Mitglieder 20

der Sternhaufen steht an der Südseite eines kleinen Sterndreicks

12" Spiegel - bei 110-fach ist der Haufen indirekt als leichte Aufhellung erkennbar - bei 160-fach zeigt der Haufen in guten Momenten leichte Granulation - bei 200-fach bester Anblick - der Haufen zeigt zwar immernoch keine Einzelsterne, ist jetzt aber eindeutig ranuliert erkennbar - er wirkt nun größer und ragt bis an die beiden helleren Sterne des Dreiecks heran

Berkeley 60

Be 61

Cas

00h48m10s

+67°12'06"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 14m0

Entfernung 4.100 Lj.

Mitglieder 15

12" Spiegel - bei 70-fach zeigt sich ein schwaches mattes Leuchten - bei 11-fach ist eine leichte Granulation erkennbar - bei 200-fach bleibt der Haufen schwach - indirekt lösen sich drei Sterne aus dem Nebel

Berkeley 61

Be 62

Cas

01h01m12s

+63°56'30"

Größe 10'x 10'

hellster Stern 10m9

Entfernung 2.050 Lj.

Mitglieder 50

einer der sehenswerteren Haufen dieses Kataloges - die hellsten Mitglieder bilden eine leicht verzerrte Würfel-Sechs und sorgen dafür, dass der Haufen schon in kleinen Optiken sichtbar wird 

FG 10x50 - der Haufen steht zentral über einer auffällig nach Süden 1,5° langen gebogenen Sternkette - er wird indirekt als kompakter runder gut begrenzter matter Fleck erkennbar, der auch länger zu halten ist - er wirkt ähnlich einem dieser typischen Abell-PN

12" Spiegel - bei 70-fach wird eine nach Westen geöffnete verzerrte Würfel-6 sichtbar - im Westen ist ein kleiner Schweif erkennbar - bei 160-fach zeigt sich das nördliche Stern-Trio als schöner Bogen und in der Peripherie des Haufens kommen noch einige wenige schwächere Vertreter hinzu - der Großteil des Haufens bleibt aber unsichtbar - trotzdem sehenswert -die ganze Szenerie erinnert entfern auch an Leiter 15 oder Teutsch 8 (Kasten mit Schweif schwächerer Sterne)

Berkeley 62

Be 72

Ori

05h50m12s

+22°15'00"

Größe 5' x 5'

hellster Stern 15m0

Entfernung 12.400 Lj.

Mitglieder 15

8" Spiegel - bei 150-fach habe ich indirekt nur 3 Sterne sehen können - ob diese zum Sternhaufen gehören, kann ich nicht mit Sicherheit sagen

Berkeley 72

 Be 79

Aql

18h44m59s

-01°09'04"

Größe 10'x 10'

hellster Stern 15m0

Entfernung 7.500 Lj.

Mitglieder 60

12" Spiegel - bei 40-fach ist ein zarter Schimmer um 3 indirekt erkennbare Sterne sichtbar - bei 160-fach wird klar, der Anblick vorher kann nur ein Teil von diesem OS gewesen sein, indirekt sind 7 bis 8 Lichtpünktchen vor einem recht großflächigen Glow erkennbar - der Schimmer ist allerdings weiterhin sehr schwach - schwierig

Berkeley 79

 Be 80

Aql

18h54m22s

-01°13'09"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 15m0

Entfernung 10.750 Lj.

Mitglieder 20

8" Spiegel - bei 80-fach ist indirekt eine schwache, leicht körnig wirkende ovale Aufhellung zu sehen - bei 150-fach werden 5 Einzelsterne sichtbar

12" Spiegel - bei 40-fach zeigt sich der Haufen oberhalb von drei helleren Sternen indirekt als länglicher Ostwest-elongierter Schimmer - er ist leicht strukturiert und ein, zwei schwache Sterne blinken immer wieder durch - bei 160-fach ist Be 80 direkt knapp sichtbar, im Haufen ist eine Sternkette auffallend, meist werden indirekt aber nur maximal 4 Vertreter dieser Kette gleichzeitig sichtbar

Berkeley 80

Be 81

Aql

19h01m41s

-00°27'38"

Größe 7' x 7'

hellster Stern 15m0

Entfernung 9.800 Lj.

Mitglieder 80

8" Spiegel - bei 80-fach wird der Haufen als schwache gleichmäßige Aufhellung sichtbar, die indirekt leicht granular wirkt - wenige Einzelsterne blitzten indirekt auf - bei 150-fach nur wenige Sterne sichtbar - indirekt sind noch etliche schwache Sterne angedeutet erahnbar

Berkeley 80

Be 82

Aql

19h11m21s

+13°06'37"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 10m2

Entfernung 2.800 Lj.

Mitglieder 20

dieser von der Form her sehr interessante Haufen ist recht leicht zu finden, er liegt nur gut 1,3° östlich von dem Trapezstern ζ Aql - laut unseren Recherchen soll der hellste Einzelstern 14 mag hell sein, laut Simbad aber haben drei die hellsten Sterne Helligkeiten 10. und 11. Größenklasse, es sei denn, es handelt sich nur um Vordergrundsterne

FG 10x50 - mit Aufsuchkarte gesucht - der Haufen ist als stellare Aufhellung erkennbar - er steht leicht oberhalb einer Linie von vier Sternen 10. und 11. Größenklasse

8" Spiegel - bei 40-fach wird eine kleine unscheinbare Aufhellung sichtbar - die hellsten Mitglieder bilden eine krumme Linie, die mit etwas Phantasie einem gebogenen Messer ähnelt - bei 60-fach sind die besagten helleren Sterne wie an einer Kette gezogen sichtbar, während die anderen Mitglieder eher unscheinbar bleiben

Berkeley 82

Be 85

Cyg

20h18m47s

+37°45'18"

Größe 7' x 7'

hellster Stern 15m0

Entfernung 5.700 Lj.

Mitglieder 40

12" Spiegel - bei Aufsuchvergrößerung blitzen indirekt 3 bis 4 Mitglieder vor einem milchigen Hintergrund hervor - bei 160-fach werden 7-8 Sterne dann direkt sichtbar - der Haufen ist sehr unregelmäßig und wenig konzentriert - er versinkt fast in diesem an Sternen reichen Umfeld

Berkeley 85

Be 86

Cyg

20h20m13s

+38°42'00"

Größe 8' x 8'

hellster Stern --

Entfernung 5.500 Lj.

Mitglieder 30

Mitglied der Cyg OB1 Assoziation

12" Spiegel- bei 50-fach sind gut 15 unterschiedlich helle Sterne zu sehen, recht lose angeordnet - Form recht unregelmäßig, im weitesten Sinn an ein Dreieck erinnernd, am besten ausgeprägt ist die Westflanke - bei 110-fach kommen noch ein paar schwächere Sterne hinzu

Berkeley 86

Be 87

Cyg

20h21m35s

+37°24'00"

Größe 12' x 12'

hellster Stern 13m1

Entfernung 12.980 Lj.

Mitglieder 80

Berkeley 87 ist Mitglied der Sternassoziation Cyg OB1 im lokalen Orion-Arm der Galaxis - der Haufen ist mit 1 bis 2 Mio. Jahren noch sehr jung - die Sterne in Be 87 sind erheblich gerötet durch eine Molekülwolke, in der noch Sternbildung stattfindet

8" Spiegel - bei 30-fach ist der Haufen noch unauffällig - 6 hellere Sterne bilden eine geschwungene Kette (bin mir aber nicht sicher, ob sie zum Haufen gehören) - etwas südlich dieser Kette blitzt es immer wieder mal auf - bei 40-fach kommen nördlich und südlich der Kette ein Dutzend schwächere Sterne hinzu - bei 90-fach ergibt sich ein anderes Bild - rund 20 recht lose verteilte Sterne sind jetzt zu erkennen, alle sind ein wenig in Ketten strukturiert - in Norden wirkt der Haufen breiter

Berkeley 87

Be 88

Cep

22h22m53s

+55°52'30"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 9m6

Entfernung 9.000 Lj.

Mitglieder 10

Berkeley 88 wird laut Simbad/DSS etwas zu weit südöstlich von der eigentlichen Stelle ausgewiesen - er erscheint extrem schwach und stark gerötet

12" Spiegel - kein Rankommen, bei 200-fach habe ich zwar mal eine Aufhellung südwestlich eines den Haufen begrenzenden Sterns gesehen, aber das ist zu unsicher - oder der Stern gehört schon zum Haufen ...

Berkeley 88

Be 89

Cyg

22h24m29s

+46°02'24"

Größe 5' x 5'

hellster Stern 15m0

Entfernung 9.800 Lj.

Mitglieder 15

12“-Spiegel - bei 70-fach sind bereits die unmittelbar den Haufen umgebenden helleren Sterne auszumachen - bei 110-fach werden innerhalb dieser helleren Sterne ein gutes halbes Dutzend schwächere Lichtquellen sichtbar - bei 160-fach sind dann gut 10 Sterne wahrnehmbar - bei 200-fach ist eine sehr schwache Sternkette, die aus 4 Sternen gebildet wird und sich nordsüdwärts durch den Haufen zieht, am markantesten - südöstlich wird eine weitere schwächere Kette aus drei Sternen sichtbar

Berkeley 89

Be 90

Cyg

20h35m16s

+46°50'42"

Größe 5' x 5'

hellster Stern 14m0

Entfernung 7.900 Lj.

Mitglieder 20

12" Spiegel - bei 70-fach wird eine schöne NO-SW ausgerichtete schmale Drachenraute sichtbar, innerhalb der sich dieser Haufen befindet - bei 110-fach erscheinen dann innerhalb dieser Raute 4 schwächere Sterne, die alle knapp direkt sichtbar sind - bei 160-fach sind die Mitglieder länglich verteilt mit leichter Auffächerung nach Südost - der Hintergrund wirkt leicht aufgehellt

Berkeley 90

Be 94

Cep

22h22m53s

+55°52'30"

Größe 4' x 4'

hellster Stern 9m6

Entfernung 9.000 Lj.

Mitglieder 10

der OS Berkeley 94 ist Mitglied der ersten Generation von Sternen, welche in einem sequentiellen Sternbildungsprozess in Sh 2-132 (westliche Untergruppe der Assoziation Cep OB1) entstanden sind - der direkt nördlich von Be 94 gelegene rote Überriese RW Cep ist ebenfalls ein erstes Produkt der Sternbildung im Nebel

3" Refraktor - Beobachtung bei Vollmond aus der Stadt heraus - bei 60-fach sind 3 Sterne in einer leicht gebogenen Kette zu sehen - der Hintergrund wirkt leicht aufgehellt

5“-Doppelrefraktor - bei 40-fach hebt sich der Haufen als Knoten vom dichten Sternfeld ab - bei 70-fach ist Be 94 dann fast vollständig aufgelöst, mit der kompakten Form einer nach Nordosten weisenden Pfeilspitze – mit RW Cep im Gesichtsfeld zusammen ein echtes Highlight

8" Spiegelbei 40-fach sind 2-3 Sterne zu sehen - bei 100-fach zeigt sich neben zweien dieser Sterne indirekt noch eine kompakte Gruppe schwächerer Sterne

Berkeley 94

Be 95

Cep

22h28m18s

+59°08'00"

Größe 5' x 5'

hellster Stern 15m0

Entfernung 10.600 Lj.

Mitglieder 15

12" Spiegel - bei 70-fach wird indirekt ein leicht so-nw elongierter kompakter Nebel deutlich - bei 110-fach ist ein Helligkeitsknoten nordwestlich im Nebel wahrnehmbar, vermutlich ist nur das der Sternhaufen - Sterne sind nicht auflösbar - 200-fach sind fast schon zuviel, der Haufen ist zwar eindeutig auszumachen, aber auch schon sehr dunkel

 

Berkeley 95

Be 97

Cep

22h39m23s

+59°00'35"

Größe 6' x 6'

hellster Stern 11m0

Entfernung 5.900 Lj.

Mitglieder 12

8" Spiegel - bei 100-fach sind nur die zwei mittelhellen Sterne erkennbar

12" Spiegel - bei 160-fach ist um die beiden helleren Sterne ein leicht aufgehellter Nebelgriesel erkennbar - bei 200-fach konzentriert sich der Griesel nördlich des dominierenden Sternpaares und der Haufen wirkt nun großräumiger - weitere Sterne können aber nicht aufgelöst werden

Berkeley 97

Be 99

Cep

23h21m17s

+71°47'42"

Größe 6' x 6'

hellster Stern 14m0

Entfernung 16.000 Lj.

Mitglieder 60

12" Spiegel - die Orientierung ist relativ leicht, unmittelbar süd-südöstlich vom OS verläuft eine gebogene Kette aus 4 gleichhellen Sternen - bei 70-fach sind die helleren Sterne, die die Südwestflanke das Haufens bilden, als leichte Aufhellung erkennbar, aus der abwechselnd immer ein zwei Sterne herausblitzen - bei 110-fach kommen ein paar schwächere Vertreter hinzu und die hellsten Mitglieder ziehen sich wie ein Sternenkranz, der nur nach NW geöffnet ist - insgesamt sind 10 Sterne sichtbar - das Ganze ist dennoch recht unauffällig im Feld - bei 160-fach wird der Sternenkranz noch deutlicher, er wird gebildet aus relativ gleich hellen Sternen, die auch in verhältnismäßig gleichem Abstand zueinander stehen - bei 200-fach zeigt sich indirekt innerhalb des Sternbogens ein leichtes Glimmen

Berkeley 99